Meine Radsportsaison 2014

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      Danke schön, immerhin gibts du mir wenigstens ab und an mal ein Feedback. Warum machst du eigentlich dein eigenes Projekt nicht weiter?



      Mittwoch, 19.03.
      • Tirreno - Adriatico hat uns 33.530 € an Preisgeld verdienen lassen.



      Nokere - Koerse 194,9 km



      Nokere - Koerse ist ein Eintagesrennen das in Flandern stattfindet. Es wurde erstmals 1944 ausgetragen, gehört zur Europe Tour und ist in die Kategorie 1.1 einsortiert. Die letzten 60 km sind ein Rundkurs die über ein größeres Kopfsteinpflasterfeld führen. Die Klassikersaison läuft ja schon etwas länger, doch wir steigen erst jetzt ein. Womit wir bei einem der zwei Gründe sind warum wir hier starten. Ich muss es lernen mit dem Belag klar zu kommen, denn das ist meine Schwachstelle, schon immer gewesen. Der zweite Grund ist das Christopher Juul Jensen hier gerne starten wollte. Im letzten Jahr musste das Rennen wegen Schneefalls kurzfristig abgesagt werden, 2012 gewann hier Francesco Chicchi. Einer von erst 7 Siegern die nicht aus Belgien oder den Niederlanden stammten.

      Mein Aufgebot: Nikolai Trusov, Rory Sutherland, Christopher Juul Jensen, Matti Breschel, Michael Kolar, Nicki Sörensen
      Meine Ziele: Wie schon gesagt, lernen

      Matti Breschel ist unser Kapitän bei diesem Rennen, er gilt sogar neben Bernard Eisel (Sky) und Lars Ytting Bak (Lotto-Belisol) als einer der Topfavoriten. Nun denn, wäre da nicht meiner Einer...

      Nach 2 Kilometern geht es los, wir haben uns noch nicht einmal richtig sortiert da tritt Kirsch (LDT) an, in der Folge entsteht daraus eine 8er Gruppe bestehend aus De Vries (CJP), Iglinskiy (AST), Groenewegen (RIJ), McEvoy (TNE), Sleurs (MMM), Vanspeybrouck (TSV), Kirsch (LDT) und Vermeulen (RLM). Im Feld geht es allerdings weiter sehr unruhig zu, immer wieder greifen Fahrer daraus heraus an, werden gekontert, nur um selbst wieder gekontert zu werden. Zur Folge hat dies das die Ausreißer nicht wirklich wegkommen. Vor allem SKY hat offensichtlich etwas dagegen das dem so ist. Nach 30 km ist der Spuk dann auch vorbei.

      Doch nur um sofort neue Ausreißer auf den Plan zu rufen. Diesmal sind es nur 5 Fahrer, nämlich Veikkanen (FDJ), Von Hoff (GRS), Thwaites (TNE), Mottet (WBC) und De Troyer (WGG). Das gefällt SKY offenbar besser, sie nehmen Tempo raus und die Ausreißer können einen Vorsprung aufbauen. Gerade die kleinen knackigen Hügel zu Beginn machen es ihnen leicht auf über 5 Minuten zu kommen, die sie bis zur Rennhälfte auch halten können.

      Dann macht Sky Tempo und der Vorsprung schmilzt langsam. Doch auch im Feld ist es nun so unruhig, wer da nicht aufpasst, sich eine Unkonzentriertheit leistet kann sehr schnell stürzen. Genau das passiert Lars Ytting Bak 80 km vor dem Ziel. Bernard Eisel läßt seine Jungs von SKY richtig arbeiten wo es jetzt das erste Mal nach Nokere reingeht. Der Vorsprung ist auf unter 2 Minuten gefallen, die erste Attacke dürfte bald kommen. Und dann ist es soweit, das Pavé wird zum ersten Mal überfahren, nicht nur das es aus Kopfsteinpflaster besteht, nein es geht auch noch steil bergan.

      Diese Steigung reißt das Feld auseinander, zumal die Straße ja auch noch eng ist, so das nur wenige Fahrer nebeneinander fahren können. Wir drücken hier mal aufs Tempo und wie gesagt das Feld fliegt auseinander. Eisel ist nicht mit uns mitgekommen, Bak ja, der hat noch einen Helfer dabei, wir sind zu fünft. Allerdings ist das Feld nur 30 Sekunden zurück, das hat noch nicht gereicht, noch lange nicht. Das so genannte Feld besteht noch aus knapp 50 Fahrern und schließt auch wieder zu uns auf, ehe es zum zweiten Mal über die Ziellinie geht.

      Dann tritt Bak plötzlich an und wir kommen nicht mit, grmpf, doch wir kriegen ihn nochmal zurück. Vorn tut sich jetzt auch was, Veikkanen und Mottet lösen sich von ihren Kollegen bei der zweiten Überfahrt. Sie haben auch immer noch 1.30" Vorsprung. E2 besteht jetzt noch aus 19 Fahrern, doch die Fünf inzwischen wieder vereinten haben immer noch viel zu viel Vorsprung, 1.38" derzeit. Doch das geht jetzt rasend schnell, 28 km vor dem Ziel sind die fünf eingeholt. Allerdings von nur noch 11 Fahrern, Eisel, Bak und Breschel sind dabei.

      Beim dritten Mal geht Breschel als Erster über die Kuppe, war so gar nicht geplant, aber er ist halt vorn, wer kommt noch mit? Mit Nimandem wie sich bald herausstellt. Debuschere (LTB) und Sutherland hängen 30 Sekunden zurück, dann folgen Trusov und Bak nochmal gut 20 Sekunden dahinter, dann erst die größere Gruppe in der auch Eisel steckt, nochmal 16 Sekunden. Aber der Angriff kam eigentlich viel zu früh von Breschel. Debuschere schafft den Anschluß an Breschel, Sutherland kommt da nicht mit. Noch immer sind es 18 km. Dann ist Sutherland endlich da und kann Führungsarbeit leisten, die Gruppe dahinter ist 40 Sekunden weg.

      Debuschere erkennt natürlich das 2 gegen einen unfair ist und sucht sein Heil im Angriff. Sutherland kann da nicht mehr mit, Breschel halbwegs. Plötzlich taucht aber Sörensen bei Sutherland vorne auf. Was ist das für ein Rennen? Völlig krank finde ich. Plötzlich ist Sörensen sogar ganz vorne, wo kommt der her, der war doch schon geschlagen dachte ich. Denkste Puppe, Nicki Sörensen hat Moral und Form! Noch 12 km, die anderen sind geschlagen, entweder Debuschere oder einer von uns!

      Ein letztes Mal geht es über das Pavé Stück, wieder geht Breschel als Erster über die Kuppe, doch Debuschere macht nicht den Eindruck das er platt wäre, der kommt mit, Sörensen allerdings auch. 5 km noch, jetzt muss Debuschere doch passen, selbst Sörensen kommt jetzt von ihm weg. 2 km noch, Breschel 12 vor Sörensen, 29 vor Debuschere. Aber Sörensen macht den stärkeren Eindruck der beiden. 1 km noch, jetzt sind es 14 zwischen Breschel und Sörensen, Breschel wird das gewinnen, Sörensen dürfte Zweiter werden, Debuschere Dritter - ja so ist es!

      Endstand:
      1. Matti Breschel (TCS) 4.34,48
      2. Nicki Sörensen (TCS) s.t.
      3. Jens Debuschere (LTB) s.t.
      4. Jempy Drucker (WGG) + 1.04"
      5. Egoitz Garcia (COF) s.t.

      Rory Sutherland noch auf Platz 6, den haben Drucker und Garcia noch kassieren können. Eisel wird 15., Bak 17. Tinkhoff - Saxo düpiert den Rest titelt die Zeitung nicht ganz zu unrecht. Dabei wollte ich lernen.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
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      Ich auch, aber das kommt ja alles irgendwann. Danke erneut für das Lob, hast meine Frage aber nicht beantwortet.



      Donnerstag, 20.03.
      • 4.000 € war der Sieg bei Nokere - Koerse wert, nicht der allein sondern die gesamte Platzierung des Teams natürlich.
      • Trotz des gestrigen Sieges klagt Matti Breschel über Unwohlsein, der wird sich doch nicht etwas erkältet haben?
      • Den GP Nobili Rubinetterie in Italien gewann gestern Marco Coledan von Bardani vor Andre Amardor von Movi Star und Matteo Pelucchi von IAM.

      Freitag, 21.03.
      • In der Tat, der Arzt bestätigt die befürchtete Erkältung bei Breschel - 2-3 Tage Pause heisst das, nur der ist heute eingeplant und der ist auch am Sonntag eingeplant. Was tun?

      Handzame Classic 203,1 km



      Das Handzame Classic ist ein belgisches Radrennen, welches erst seit 2011 im Rahmen der UCI Europe Tour ausgetragen wird. Es gehört zur Kategorie 1.1. Das Eintagesrennen findet in der Region Westflandern statt. Ziel des Wettbewerbes ist Handzame, ein Ortsteil der Gemeinde Kortemark. Gestartet wird es in Bredene. Sieger im letzten Jahr war hier der Belgier Kenny Dehaes, vor zwei Jahren gewann hier ebenfalls Francesco Chicchi. Favoriten sind hier Sebastien Turgot (AG2R Mondiale), Gregory Rast (Trek) und Matthew Hayman (Orica).

      Mein Aufgebot: Nikolai Trusov, Rory Sutherland, Christopher Juul Jensen, Karsten Kroon, Michael Kolar, Nicki Sörensen
      Mein Ziel: Auch hier starten wir aus den schon genannten zwei Gründen, Lernen und Wunschrennen von Christopher Juul. Matti Breschel bleibt mal Sicherheitshalber zu Hause und wird durch Karsten Kroon ersetzt, ansonsten ist es das identische Aufgebot.

      Schon das Profil zeigt das es sich um ein völlig anderes Rennen als vorgestern handeln wird. Drei Kopfsteinpflasterpassagen, davon die mittlere etwas länger, dort wird es vermutlich Angriffe geben, jedoch ist der Weg ins Ziel danach noch ein extrem weiter. Dazu zwei heftige Anstiege die für eine Selektion des Feldes sorgen werden. Und überhaupt ist es deutlich welliger als vorgestern. Vorne weg marschiert auch heute wieder eine fünfköpfige Ausreißergruppe. Als sich kurz darauf fünf weitere Fahrer ausmachen wollen reagiert Trek im Feld und verschärft das Tempo erheblich. Als dann auch noch Orica mitmacht sind zumindest die zweiten Fünf schnell wieder Geschichte, doch auch die Erste Gruppe kommt erst danach weg.

      Die ersten 75 km sind zum warm fahren, hier bauen die Ausreißer, die ich noch gar nicht vorgestellt habe, es sind De Troyer (WGG), Rik Zabel (BMC), Groenewegen (RIJ), van Zummeren (MMM) und Wauters (WIL), ihren Vorsprung auf knapp 7 Minuten aus. Dann wird es wellig und die Straße enger, man merkt das das Feld nun Tempo anzieht, aber auch das es sich ein wenig sortiert, alle wollen möglichst weit vorne fahren. Zum Glück regnet es heute genauso wenig wie vorgestern, sonst hätte es hier schon böse Stürze geben können.

      Plötzlich ein Angriff, van Hecke (TSV) nutzt einen dieser knackigen Anstiege um sich vom Feld abzusetzen. Und dann ist es da, das erste Kopfsteinpflasterfeld, dazu eine Steigung von 7,5%. Die Ausreißer haben 4.45" Vorsprung, van Hecke hat sich auch schon 2.21" rausgefahren. Es ist nur ein kurzes Stück, ein paar hundert Meter nur, aber es reicht um zu selektieren, 20 Fahrer bilden nun plötzlich E3. Die Favoriten sind drin, aber auch wir haben es gepackt. Es ist nur ein kurzer Ausflug dann ist der Rest dran, aber ich sehe bestätigt was ich vorgestern gelernt habe. An solchen Passagen beschleunigen und vorne weg bitte.

      Vorne ist van Hecke zu den anderen aufgeschlossen, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Pave. Hier hat Groenewegen eine Reifenpanne und fällt zurück. Dieses zweite Feld hat sogar 10% Steigung parat. Ich lasse erneut mit vollem Tempo hineinfahren und Karsten Kroon marschiert plötzlich vorne weg. Trusov und Sutherland hinterher, danach eine Gruppe von 26 Fahrern die sich vom Feld lösen können. Mir ist nicht wohl dabei Kroon eine 86 km lange Alleinfahrt zumuten zu wollen, aber die Situation ist jetzt so wie sie ist. Es wird aber sehr schnell klar das das noch nicht die Entscheidung sein kann, aus 26 Fahreren werden schließlich 16 aber sie holen Sutherland ein.

      Dann die nächste Rampe, Trusov ist so gut wie gestellt, nur noch 18 Sekunden, das kann er eigentlich abbrechen, doch erst nach der Steigung. Groenewegen dagegen ist wieder vorne drin und kurz darauf auch Karsten Kroon. 1.31" sind aber auch nicht die Welt bei noch immer 76 zu fahrenden Kilometern. Groenewegen fällt noch in der Steigung wieder raus aus der Gruppe. Und in der 16er Gruppe sehe ich plötzlich etwas was ich schon einmal gesehen habe, Debuschere tritt an, Sörensen geht es mit, ebenso Sutherland, auch De Bie (LTB) ist dabei. Sie kommen nicht weg, das nicht, aber sie haben die Truppe vor eine Aufgabe gestellt.

      68 km vor dem Ziel ist Groenewegen dann gestellt, der ist völlig platt, sieht man. 56,6 km noch, das dritte Feld ist da, mit ihm auch Trusov der es endlich nach ganz vorn geschafft hat, doch die Favoritengruppe ist auch nur noch 53 Sekunden zurück. Karsten Kroon nutzt das Feld für einen Angriff, es hilft nichts, entweder er stirbt wie ein Held oder er bringt es durch.

      53 km noch, van Zummeren muss passen, auch er fällt aus der Trusovgruppe heraus. Doch da kommt er den anderen nur zuvor, denn 7 km später sind die ursprünglichen Ausreißer incl. van Hecke incl. Trusov gestellt, jetzt ist nur noch Karsten Kroon alleine vorne, das aber auch nur 35 Sekunden, auch den haben sie gleich. Der Sieger kommt aus der Gruppe, soviel ist längst klar. Bei km 41,7 ist es dann auch für Kroon soweit.

      22 Fahrer also jetzt in E1, das werden weniger werden, sehr schnell vermutlich sogar. Aber erst versuchen es Wauters und Zabel nochmal mit einem Angriff. Das der nicht klappen kann ist ja vollkommen klar, De Troyer muss da natürlich auch noch mit, Idioten! Die drei schaffen es tatsächlich noch einmal ihre Sponsoren zu präsentieren, wir sind nämlich jetzt in Handzame und das Publikum wird mehr. Doch dann erlebe ich eine Überraschung, ich ging davon aus das diese Gruppe den Sieger unter sich ausmachen kann, doch weit gefehlt, dieser recht falche Schlußteil macht es möglich das eine größere Gruppe wieder aufschließen kann, plötzlich sind es 64 Fahrer die noch um den Sieg mitfahren.

      25 km noch, der letzte der Drei Ausreißer ist auch wieder im Feld, was nun? Geduld sag ich mir und den Jungs, Geduld. Und da greift Turgot plötzlich an, 23,3 km noch, zu früh denke ich, weiß es aber eben nicht. Orica spannt jetzt zwei Fahrer vors Feld um ihm nachzusetzen, das Tempo wird immer höher. Debuschere ist plötzlich vorn und gibt alles um da wieder ran zukommen, wir hinterher. Wann reißt das Feld?

      Noch 15 km, Turgot fährt 19-20 Sekunden vor dem Feld das nun gerissen ist und nur noch 31 Fahrer umfasst. Hayman und Rast sind jetzt weit vorne aufgetaucht, es muss jeden Moment losgehen. Wieder müssen Fahrer reissen lassen, noch 19 sind es. Immer noch macht Debuschere die Pace, wohl für Toni Gallopin der auch noch vorne mit dabei ist. Noch 10 km, Turgot ist so gut wie eingeholt, ich schicke jetzt Sutherland mit nach vorne und plötzlich sind es nur noch 13 Fahrer. Noch 8 km, Turgot ist eingeholt, jetzt tritt Rast an, hängt sich aber nur an Sutherland dran.

      Noch 5 km, nur noch 11 Fahrer sind jetzt ganz vorn und damit Siegkandidaten. Sutherland ist platt, Rast tritt an, 4,3 km vor dem Ziel, kommt er weg? Jain, ein paar Meter gewinnt er an Vorsprung, mehr nicht. Dann kommt Drucker (WGG) plötzlich auf, geht an Rast vorbei, Hayman geht in den Sprint um da noch hinzukommen, Sörensen hat sein Hinterrad. Dann noch 1 km, Sörensen geht aus dem Windschatten, Keukeleire ist hinten dran, auch Gallopin kommt nun auf, das wird ein Sprintfinale das sich gewaschen hat. Sörensen hat da keine Chance, die anderen können sprinten, er eher nicht. Aber noch 600m und er ist an Drucker vorbei, Sorgen macht mir sein Hinterrad, da sitzen immer noch die beiden anderen. 300m Keukeleire kommt jetzt, wird das ein enges Ding. 200m noch, eine Radlänge noch für Nicki Sörensen. 100m noch, immer noch die Radlänge, das könnte reichen, ich glaub es nicht, aber es könnte tatsächlich reichen. Und tatsächlich es reicht, Nicki Sörensen gewinnt dieses verrückte Ding hier, am Ende ist es noch eine halbe Radlänge aber das genügt ja vollkommen.

      Endstand:
      1. Nicki Sörensen (TCS) 4.41,44
      2. Jens Keukeleire (OGE) s.t.
      3. Tony Gallopin (LTB) s.t.
      4. Jempy Drucker (WGG) s.t.
      5. Sonny Colbrelli (BAR) s.t.

      Rory Sutherland wird Achter, Karsten Kroon 16., direkt vor Christopher Juul. Ich entdecke gerade glaube ich zumindest eine neue Liebe. Gut das war an diesen beiden Renntagen noch nichts gegen das was kommt, aber es hat Spaß gemacht zu verstehen wie man hier agieren muss. Nicki Sörensen ist 38 Jahre alt und scheinbar in der Form seines Lebens.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
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      Auch dir ein Dankeschön für das Lob. Ich sehe ja das hier einige mitlesen, leider kommentieren nur wenige, aber egal. Ich bin jetzt in der Karriere soweit wie schon lange nicht mehr und will das mindestens bis zum Giro durchziehen. Bislang läuft es ganz gut, aber auch nicht zu unrealistisch, darin liegt ein Stückweit meine Motivation. Paris-Nizza war z.B. für mich eine emotionale Achterbahnfahrt mit dessen positivem Ausgang ich nicht mehr gerechnet hatte, ich glaube das habe ich auch rüberbringen können.


      Samstag, 22.03.
      • 2.700 € war der gestrige Sieg wert.
      • Beim Classic Loire - Atlantique gewann Tony Hurel (EUC) vor Yoann Offredo (FDJ) und Louis Meintjes (MTN)

      Sonntag, 23.03.
      • Die Nachricht auf die ich gehofft habe ist da, Matti Breschel ist wieder gesund und kann heute starten.
      • Der GP Cholet ging heute an Leonardo Duque von Columbia vor Juan Jose Lobato della Valle (Movistar) und Manuel Belletti (Androni).

      Mailand - San Remo 290,2 km


      Quelle=catenacycling.com

      Es ist soweit, das erste der Fünf Monumente des Radsports steht auf dem Programm. Es ist mit über 290 km das längste klassiche Eintagesrennen im Radsport. "Monumente im Radsport", heisst soviel wie das sind die wichtigsten Eintagesrennen überhaupt, Mailand - San Remo wurde erstmals 1907 ausgetragen. Es hat mehrere Beinamen, wie z.B. La Primavera (Frühling), oder „prima vera corsa“ (das erste richtige Radrennen des Jahres) oder auch "La Classicissima". Ursprünglich war es 1904 ein Autorennen, da jedoch nur 2 Fahrzeuge das Ziel in San Remo erreichten wurde es ab 1907 ein Radrennen. Bis 2012 fand das Rennen an einem Samstag Ende März statt, ehe es 2013 auf einen Sonntag gelegt wurde. Es gehört quasi wie selbstverständlich zur World Tour.

      Die Streckenführung von Mailand nach Sanremo ändert sich von Jahr zu Jahr nur unwesentlich. Im Gegensatz etwa zu Paris–Roubaix, das 80 Kilometer nördlich von Paris in Compiègne beginnt, beginnt Mailand–Sanremo tatsächlich in Mailand, genauer auf der Piazza Castello. Danach führt die Strecke über Binasco, Pavia, Voghera, Tortona, Novi Ligure, Ovada und den Turchino-Pass – mit 588 Meter der höchste Punkt der Route – an die Mittelmeerküste. Diese wird an der westlichen Peripherie von Genua erreicht. Spektakulär sind vor allem die folgenden Passagen, sie führen – großteils der historischen Via Aurelia folgend – direkt an der Italienischen Riviera entlang.

      Das über weite Teile fast völlig flache Rennen entschied sich bis vor einigen Jahren an mehreren kurzen Anstiegen kurz vor Ende der Strecke. Darunter vor allem die Steigung nach Cipressa (etwa 20 Kilometer vor dem Ziel auf 240 Meter Höhe gelegen) und der Anstieg nach Poggio di Sanremo (rund sechs Kilometer vor dem Ziel auf 162 Meter Höhe gelegen). Im Radsport spricht man auch kurz von der Cipressa und dem Poggio. Ferner der Capo Mele (65 m), der Capo Cervo (77 m) und der Capo Berta (130 m).

      In den letzten Jahren führten diese als „Capi“ bezeichneten Anstiege jedoch selten zu einer Selektion, so dass die Entscheidung inzwischen meist in einem Massensprint ausgetragen wird. Dies zeigt sich auch in der Siegerliste, die zuletzt von Sprintern wie Erik Zabel, Mario Cipollini, Óscar Freire, Alessandro Petacchi, Mark Cavendish und Gerald Ciolek dominiert wurde.
      Quelle = wikipedia.de

      Im letzten Jahr gewann hier Gerald Ciolek das Rennen, die diesjährigen Topfavoriten heissen Tom Boonen (Omega Quickstep), Peter Sagan (Cannondale) und Alexander Kristoff (Katusha).

      Mein Aufgebot: Daniele Bennati, Matti Breschel, Christopher Juul Jensen, Karsten Kroon, Jay McCarthy, Michael Mörkov Christensen, Nikolai Trusov, Michael Valgren Andersen.
      Mein Ziel: Wir brauchen einen Platz in den Top 10, so verlangt es der Sponsor.

      Ich plane eine Doppelstrategie, Breschel soll am Poggio vollenden was Kroon zuvor an der Cipressa einleiten soll. Klappt das nicht ist Bennati dafür verantwortlich im Sprint die Platzierung zu holen. Ich hab ein wenig Sorge ob Breschel schon wieder fit genug für so einen Ritt ist wie ich ihn plane.

      200 Fahrer starten in Mailand das Rennen, Boem (BAR) startet einen frühen Ausreißversuch, das bereits nach 3 km, völliger Wahnsinn eigentlich, aber er findet tatsächlich ein paar Spaßvögel die ihn begleiten möchten. Doch das Feld hat ein einsehen und beendet den Versuch bereits 5 km später. Doch Vallee (LTB) schickt sich gleich darauf an einen neuen Versuch zu wagen. Auch er findet Weggefährten in Facchini (AND) und Isaychev (KAT). Nun sagt sich das Feld allerdings das man Reisende nicht aufhalten soll.

      100 km sind nun gefahren, die drei haben inzwischen knapp 9 Minuten zwischen sich und dem Feld legen können, aber bei noch 190 zu fahrenden Kilometern ist das noch ein hartes Stück Weg das vor ihnen liegt. Die Drei werden am Ende Mausetod sein, vermutlich sogar vom Rad steigen. Doch im Feld fängt man nun an etwas das Tempo zu erhöhen, verantwortlich dafür sind Trek und Giant Shimano. Die drei erreichen jetzt aber auch den Fuß des Passo del Turchino. Und es war auch nur eine temporäre Tempoerhöhung um mal anzutesten.

      Der Passo ist auch nur kurz schwer, die meiste Zeit jedoch ist er unter 3% Steigung. Dennoch wir sind jetzt in der zweiten Rennhälfte und nun wo wir in Ligurien an der Küste sind, wird das Tempo langsam höher. Doch noch immer sind es natürlich rund 130 km, eine Distanz die in anderen Rennen schon die Gesamtdistanz ist. Der Vorsprung ist inzwischen auf 7.41" reduziert worden.

      Das letzte Renndrittel ist nun erreicht, immer noch über 90 km wohlgemerkt, der Vorsprung sinkt jetzt kontinuierlich, derzeit liegt er noch bei 5.41" und ich bin mir sicher, die drei winseln längst um Gnade.

      57 km noch, für kommen an die Capos, Capo Mele ist der Erste der drei, 3.35" sind es noch an Vorsprung. Das ist just in Time oder so ähnlich. Mc Carthy droht jetzt hinten raus zu fliegen, der hat aber auch hart gearbeitet als Wasserträger für uns. Cannondale tritt jetzt aber auch richtig rein und macht das Rennen schnell.

      Capo Cervo, der zweite der drei Capos steht nun an, noch immer sind es 46 km und noch immer sind die Drei nicht gestellt. 2.51" wird derzeit angezeigt. Für 71 Fahrer ist es hier vorbei, sie fallen zurück. Dabei geht das Rennen jetzt erst richtig los. Bei uns stellt sich langsam ein Wasserproblem ein, auch Casper Juul schafft es jetzt nicht mehr Wasser nach vorne zu bringen, ich hoffe inständig er schafft es bis zur Cipressa, sonst wird das heute nichts.

      Capo Berta, das wird nichts mehr mit Wasser fürchte ich, ich schicke daher auch noch Valgren los. Vorne muss Vallee jetzt passen, kommt den Capo nicht mehr mit den anderen hoch. Dazu attackiert Vansummeren jetzt auch noch. Das Rennen wird jetzt hart. Und auch Valgren schafft den Capo nicht, ich hab immer noch das Wasserproblem am Hals. Breschel muss ran, aber ich glaube der packt das auch nicht mehr, wie es überhaupt niemand von uns packen wird.

      Noch 30 km, das Feld platzt jetzt in zwei Hälften auf, wir haben dummerweise vorne nur noch Bennati mit drin. Das kann doch gar nicht wahr sein. Und wir sind bereits an der Cipressa. Und an der Cipressa ist es dann auch endgültig mit den Ausreißern vorbei, auch Vansummeren ist gestellt.

      39 Fahrer sind es noch am Poggio. Nein 40, denn Karsten Kroon hat sich wieder nach vorne gekämpft. Mehr als das er pflügt durchs Feld und geht als Erster den Poggio an. Langeveld (GRS) greift jetzt plötzlich an. Der kommt weg, während Kroon völlig ausgepowert ist. Gerrans setzt jetzt nach. Ich hab keine Wahl ich muss mich an einen der Sprinter hängen.

      Der Poggio ist geschafft, noch 5 km, es sieht aus als wenn es Langeveld oder Gerrans packen könnten. Das wäre ein Ding, das ist seit Jahren nicht passiert. Der letzte der die Sprinter austricksen konnte war Fabian Cancellar 2008. Genau der geht jetzt plötzlich in der Abfahrt auch noch weg. Bennati hat derweil große Mühe überhaupt mitzukommen, ds wird nichts, ich glaubs jedenfalls nicht. Auch Philippe Gilbert startet noch einen Angriff bevor es in den Sprint geht. Der kommt eh zu spät denke ich. Nein denke ich nicht nur, Langeveld gewinnt das Rennen während die Sprinter noch in der Abfahrt vom Poggio stecken. Perfekt gemacht.

      Endstand:
      1. Sebastian Langeveld (GRS) 6.27,33
      2. Simon Gerrans (OGE) s.t.
      3. Philippe Gilbert (BMC) + 58"
      4. Fabian Cancellara (TRF) s.t.
      5. Edvald Boason Hagen (SKY) s.t.
      6. Peter Sagan (CAN) s.t.
      7. Tom Boonen (OPQ) s.t.
      8. Luca Paolini (KAT) s.t.
      9. Greg van Avermaet (BMC) s.t.
      10. Alexander Kristoff (KAT) s.t.



      Mein Plan war also gut, nur die Umsetzung dessen war großer Mist. Bennati wurde am Ende 18. Womit wir dieses Sponsorenziel grandios verpasst haben. Ich habs ja gesagt, wir kriegen noch in die Fresse. Es macht schon einen Unterschied ob man ein Rennen der Kategorie 1.1 fährt oder eines der Monumente.
      Sebastian Langeveld ist bislang noch nicht so in Erscheinung getreten. Sein bislang größter Erfolg ist der Sieg beim Omloop Het Volk bzw. Het Nieuwsblad wie das Rennen heute heisst, im Jahre 2011. Womit er also heute den größten Erfolg seiner Karriere feiern kann. Wenn er so gut drauf ist, werden wir ihn vermutlich in Flandern noch einmal sehen.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Also ich lese deine Story weiterhin sehr gerne, mir gefallen deine Rennberichte und ich hoffe, dass es nach deinem bisher sehr erfolgreichen Frühjahr auch bei den weiteren Monumenten und in Folge dessen auch beim Giro sehr gut laufen wird :)
      Vor allem der 3.Platz von Sörensen war richtig stark
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      Ja Sörensen war stark, vor allem weil ich schon längst sämtliche Hoffnung aufgegeben hatte und mich geärgert hatte das ich keinen stärkeren Fahrer auf Paris - Nizza angesetzt hatte. Aber is ja nochmal gut gegangen. Nicht gut gegangen ist dagegen Mailand - San Remo. Das hab ich sonst eigentlich immer gewonnen. Aber ist auch gut so, ich muss auch verlieren lernen.

      Danke auf jeden Fall für eure Antworten, gerne mehr davon


      Montag, 24.03.
      • Platz 18 bei Mailand - San Remo ist immerhin noch 500 € an Preisgeld Wert.

      Volta a Catalunya

      Die Katalonien-Rundfahrt (Volta Ciclista a Catalunya) ist ein Etappenrennen im spanischen Katalonien. Die ursprünglich im Mai/Juni und seit 2011 im März ausgetragene Rundfahrt gehörte seit 2005 zur neu geschaffenen UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI World Tour.

      Die Katalonien-Rundfahrt wurde erstmals 1911 ausgetragen und gilt neben der Baskenland-Rundfahrt als eines der wichtigsten regionalen Etappenrennen Spaniens. Rekordsieger des bis heute vor allem von Einheimischen dominierten Rennens ist Mariano Cañardo mit sieben Erfolgen zwischen 1928 und 1939.

      Nicht zu verwechseln mit der Katalonien-Rundfahrt ist die Setmana Catalana de Ciclisme (Katalanische Woche), die bis zum Jahr 2005 ausgetragen wurde. Das Rennen geht über 7 Etappen, wovon in der Regel mindestens eine in den nahe gelegenen Pyrenäen ausgetragen wird. Das Rennen endet traditionell mit einer Etappe in Barcelona, der katalonischen Hauptstadt. Die Erstaustragung gab es im Jahre 1911, womit es das viertälteste noch existierende Mehrtagesrennen der Welt ist, lediglich die Tour de France, die Tour of Belgique und der Giro d´Italia sind älter.
      Quelle=teilweise wikipedia.de, teilweise wikipedia.org

      Titelverteidiger ist im übrigen Daniel Martin.

      Mein Aufgebot: Karsten Kroon, Michael Valgren, Jay McCarthy, Pawel Poljanski, Michael Rogers, Bruno Pires, Chris Anker Sörensen, Nicolas Roche
      Meine Ziele: Die meisten Fahrer sind zum einfahren hier, Ziele gibt es daher keine. Weder von mir noch vom Sponsor. Nicolas Roche ist unser Kapitän, ein Sprinter fehlt im Aufgebot.

      Volta a Catalunya: 1. Etappe: Calella - Calella 166 km



      Die erste Etappe ist ein Kurs rund um die Küstenstadt Calella, 56 km nördlich von Barcelona gelegen. Zwei Sprint- und drei Bergwertungen gibt es bereits auf dieser Etappe, eine davon der ersten Kategorie. Dennoch erwartet man eine Sprintankunft, denn die Favoriten auf den Tagessieg heissen: Luka Mezgec (Giant - Shimano), Gregory Henderson (Lotto-Belisol) und Gianni Meersman (OmegaPharma). Allerdings sind hier auch Koldo Fernandez und Christopher Sutton am Start. Die täte ich nach den bisherigen Saisonleistungen sogar höher einschätzen.

      Giant Shimano und Lampre Belisol verhindern zunächst die ersten Angriffe. Die Strecke geht direkt am Strand von Calella entlang was es ihnen etwas schwerer macht ob des Seitenwindes. Dann können aber doch drei Fahrer die Flucht antreten, Sebastien Hinault (IAM) sehe ich genau wie Bernaudeau (EUC) und Isaychev (KAT), der gestern schon bei Mailand - San Remo aktiv war. Es geht zunächst in die Hügel um Calella ehe man noch einmal an den Strand zurückkehrt wo die erste Sprintwertung abgenommen wird. Hinault holt sich den Sprint vor 'Bernaudreau und Isaychev. Die Drei haben in den rund 60 zurück gelegten Kilometern bereits über 5 Minuten herausholen können.

      Erst jetzt geht es ins weitere Umland. Die zweite Sprintwertung wird zunächst in Hostalrio abgenommen, ehe es nun in die Berge geht. Die Sprintwertung geht in gleicher Reihenfolge aus, der Vorsprung liegt nun 6.11". Die kurz darauf folgende Bergwertung am Alto Montsoriu geht ebenfalls an Hinault vor Bernaudeau. Isaychev muss hier schon kurz reißen lassen. Folgen des gestrigen Tages? Insgesamt lassen sie hier aber schon ein paar Federn, der Vorsprung ist nun rückläufig. Der Alto de Montseny ist das Highlight dieser Etappe und wird nun in Angriff genommen.

      Bernaudeu greift hier 2 km vor der Wertung an, wird von Hinault aber locker ausgekontert. Wieder muss Isaychev passen. Er verliert fast eine Minute auf die anderen Beiden im Anstieg. Das Feld hat den Rückstand derweil auf etwa 3 Minuten reduziert. Isaychev kämpft sich in der Abfahrt wieder heran, er ist der bessere Rolleur. Es geht nun zurück nach Calella, der Alto de Collsacreu wartet noch auf die Fahrer. Dort muss, wie nicht anders zu erwarten, Isaychev zum dritten Mal passen. Hinault holt sich auch diese Wertung noch, während Isaychev einen Kilometer vorher vom Feld geschluckt wird. 20 km sind es jetzt noch, der Vorsprung der beiden verbliebenen liegt noch bei 1.13" Das können sie vergessen, es wird ein Sprintfinale geben.

      Der Weltmeister, Rui Costa spannt sich schließlich vors Feld und 6,5 km vor dem Ende sind die Ausreißer dann eingeholt. Den Sprint entscheidet Giant Shimano in Gestalt von Luka Mezgec für sich. Lohn für die wirklich harte Arbeit die das Team heute mal wieder abgeliefert hat.

      Tageswertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 3.52,07
      2. Gianni Meersman (OPQ) s.t.
      3. Roberto Ferrari (LAM) s.t.
      4. Samuel Dumoulin (ALM) s.t.
      5. Joaquim Rodriguez (AST) s.t.



      Wir haben uns zurück gehalten was den Sprint selbst anging, ansonsten sind aber alle Fahrer mit dem Feld ins Ziel gekommen, was nicht selbstverständlich ist für Fahrer die gerade im Formaufbau sind wie z.B. Poljanski.

      Berwertung:
      1. Sebastian Hinault (IAM) 28 P.
      2. Giovanni Bernaudeau (EUC) 20 P.
      3. Vladimir Isaychev (KAT) 12 P.

      Punktewertung:
      1. Mezgec (GIA) 25 P.
      2. Meersmann (OPQ) 20 P.
      3. Roberto Ferrari (LAM) 16 P.

      Gesamtwertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 3.51,57
      2. Gianni Meersman (OPQ) + 4"
      3. Sebastien Hinault (IAM) s.t.
      4. Roberto Ferrari (LAM) + 6
      5. Giovanni Bernaudeau (EUC) s.t.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Zu deiner Frage, mir fehlt immer nach kurzer Zeit die Motivation eine Geschichte zu schreiben.




    • Spoiler anzeigen
      Eine Geschichte zu schreiben ist auch nochmal eine Stufe höher als das was ich hier betreibe. Das ist sozusagen die Königsdisziplin, da geht mir das leider auch ähnlich.



      Dienstag, 25.03.

      Setimanna Coppi e´Bartali

      Die Settimana Internazionale di Coppi e Bartali (kurz Settimana Internazionale, deutsch Internationale Coppi- und Bartali-Woche) ist ein fünftägiges Radsport-Etappenrennen, das in der italienischen Emilia-Romagna ausgetragen wird. Es ist nach den beiden italienischen Radsport-Legenden Fausto Coppi und Gino Bartali benannt.

      Die Settimana Internazionale gehört seit 2005 zum Rennkalender der UCI Europe Tour, einem Continental Circuit der UCI ProTour. Der Wettkampf ist in die Kategorie 2.1 eingestuft. Die Austragung findet alljährlich Ende März statt und ist der Auftakt einer Serie von Rennen in der italienischen Region Emilia-Romagna, deren Organisator die Gruppo Sportivo Emilia ist.

      An den fünf Tagen werden insgesamt sechs Etappen gefahren, darunter zwei Halbetappen am ersten Wettkampftag, wovon es sich bei einer um ein Mannschaftszeitfahren handelt.
      Quelle=wikipedia.de

      Während in Belgien die Klassiker langsam aber sicher ihren Höhepunkten entgegen streben, laufen in Italien und auch Spanien eher die ersten Vorbereitungsrennen für den Giro Anfang Mai. Das Rennen wurde erstmals 1984 ausgetragen, der Sieger des Jahres 2013 heisst Diego Ulissi, der schon 2012 den dritten Platz belegt hatte.

      Mein Aufgebot: Edward Beltran, Ivan Rovny, Mattreo Tosatto, Michael Kolar, Manuelle Boaro, Jesper Hansen.
      Mein Ziel: keines, wir sind auf Wunsch von Rovny, Tosatto und Boaro hier am Start. Das Rennen wird, wenn auch schweren Herzens, simuliert!

      Setimanna Coppi e´Bartali: 1. Etappe: Gatteo - Gatteo 100,3 km

      Die erste Etappe wird im Sprint entschieden. Manuel Belleti war dabei der Schnellste.

      Tageswertung:
      1. Manuel Beletti (AND) 2.15,25
      2. Borut Bozic (AST) s.t.
      3. Matteo Pelucchi (IAM) s.t.

      Gesamtwertung:
      1. Manuel Beletti (AND) 2.15,05
      2. Borut Bozic (AST) + 8"
      3. Matteo Pelucchi (IAM) + 12"

      Volta a Catalunya: 2. Etappe: Mataró - Girona 166,2 km



      Die heutige Etappe startet 23 km südlich von Calella und führt uns gen Norden, nach Girona. Heute stehen die Hügel am Anfang und die Sprintwertungen kommen zum Ende hin. Da es zum Ende hin flacher wird, ist auch heute mit einer Sprintentscheidung zu rechnen. Allerdings sind heute Ausreißer durchaus nicht chancenlos, zumal es aus Eimern schüttet. Favoriten sind dennoch die drei von Gestern, Luka Mezgec (Giant - Shimano), Gregory Henderson (Lotto-Belisol) und Gianni Meersman (OmegaPharma).

      Es gibt ein paar Fahrer die sich die Bergpunkte am Alto de Can Bodoni holen wollen und dem Feld daher versuchen zu Beginn zu entkommen. Ich schicke Karsten Kroon heute mit, der sich dann auch die Wertung Iglinskiy (AST) und Breen (LTB) sichern kann. Iglinskiy und Kroon fahren dabei an der Spitze, während drei weitere Fahrer noch versuchen an sie heran zu kommen, nämlich der genannte Breen, sowie Popovych (TFR) und Rubiano (COL). Doch das Feld sitzt ihnen im Nacken, Rubiano und Breen werden schon bald darauf wieder gestellt, während Popovych der Sprung nach vorn gelingt. Man läßt die drei dann gewähren.

      Am Alto de San Peleia sind es 4.45" Vorsprung, wobei der schon am Abnehmen ist. Kroon holt sich wie geplant auch hier die Wertung, dies vor Popovych. Es geht zunächst östlich vorbei an Girona, in Celra folgt der erste Zwischenspirnt des Tages, in Mata der Zweite ehe es dann von Norden kommend nach Girona hinein geht. Den Zwischensprint in Celra holt sich Popovych vor Iglinskiy, es sind noch 54 km bis ins Ziel, der Vorsprung beträgt immer noch 3 1/2 Minuten. Doch jetzt geht es trotz des welligeren Terrains schnell. Den zweiten Zwischensprint hat ebenfalls Popovych vor Iglinskiy geholt, aber es sind nur noch 1.30" Das Sprintfinale ist auch heute vorgezeichnet, erneut übrigens weil sich Giant Shimano vor das Feld spannt. 10 km vor dem Ziel ist es dann soweit. Die Sprinterzüge nehmen ihre Arbeit auf und am Ende heisst es erneut Mezgec vor Meersman.



      Tageswertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 3.38,00
      2. Gianni Meersman (OPQ) s.t.
      3. Rui Costa (LAM) s.t.
      4. Joaquim Rodriguez (KAT) s.t.
      5. Nairo Quintana (MOV) s.t.

      Das die Bergfahrer hier heute mitgesprintet sind bedeutet soviel, dass sie erwarten das es in den Bergen eben nicht so den großen Zeitunterschied geben wird.

      Berwertung:
      1. Sebastian Hinault (IAM) 28 P.
      2. Giovanni Bernaudeau (EUC) 20 P.
      3. Karsten Kroon (TCS) 16 P.

      Punktewertung:
      1. Mezgec (GIA) 50 P.
      2. Meersmann (OPQ) 40 P.
      3. Joaquim Rodriguez (KAT) 26 P.

      Gesamtwertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 7.29,47
      2. Gianni Meersman (OPQ) + 8"
      3. Sebastien Hinault (IAM) + 14"
      4. Yaroslav Popovych (TRF) s.t.
      5. Rui Costa (LAM) + 16"
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Mittwoch, 26.03.
      • Dwars dor Vlanderen gewann heute Mathieu Ladagnous (FDJ) vor Bernard Eisel (SKY) und Egoitz Garcia (COF)


      Setimanna Coppi e´Bartali: 2. Etappe: Sant Angelo - Gatteo Mare 11,3 km (EZF)

      Die zweite Etappe ist ein Mannschaftszeitfahren über 11,3 km das Katusha gewinnt. Wir kassieren 1.24" auf dieser kurzen Strecke.

      Tageswertung:
      1. Team Kathusa 13.28"
      2. IAM Cycling + 6"
      3. CCC Polsat + 18"

      Gesamtwertung:
      1. Matteo Pelucchi (IAM) 2.28,51
      2. Aliaksandar Kuchynski (KAT) + 2"
      3. Alberto Losada (KAT) s.t.


      Volta a Catalunya: 3. Etappe: Banyoles - La Molina 172,4 km



      Banyoles, der heutige Startort liegt etwa 26 km nordwestlich von Girona. Es wird ein bisschen geklettert. Ein Berg der 1. und einer der HC-Wertung stehen auf dem Programm ehe es nach La Molina hinauf geht. Womit wir dann in den Pyrenäen wären, 5 km vor der französischen Grenze auf 1.700m Höhe. Heute werden sich die Favoriten zeigen, Nairo Quintana, Joaquim Rodriguez sind hier, aber auch Chris Froome. Auf dessen Formfortschritt bin ich natürlich besonders gespannt. Bauke Mollema ist im übrigen auch hier, genau wie Andi Schleck. Ich frag mich gerade ob Chris Froome den Giro fahren möchte, könnte gut sein und wäre eine dicke Überraschung.

      Es gibt heute ja praktisch nur eine Richtung, nach oben, dennoch versuchen sich etliche Fahrer im Fluchtversuch, u.a. sogar Andi Schleck, der ehemalige Toursieger von 2010. Doch das sind viel zu viele Fahrer als das das Feld darauf nicht reagieren würde. In der wilden Verfolgungsjagd liegt plötzlich Bruno Pires am Boden, kann sich aber schnell wieder aufrappeln nur um gleich darauf nochmal von nachfolgenden Fahrern umgefahren zu werden. Nach längerem hin und her haben sich vorne nun zwei Fahrer absetzten können. Es sind Marabito (BMC) und Rubiano (COL).

      Luis Leon Sanchez startet schließlich auch noch einen Angriff am Alto de Coubet, sichert sich damit dort den dritten Platz. Rubiano hatte zuvor die 16 Punkte geholt. In der Folge wächst der Vorsprung der drei, Sanchez hat inzwischen vorne aufgeschlossen, auf über 7 Minuten. Doch nun geht es an den ersten Berg der Kategorie HC diesen Jahres, den Alto de la Creuta. Hier fällt Sanchez wieder zurück, hat sich zuvor wohl doch zu sehr ausgepowert. Gut 16 km ist der Anstieg lang, das braucht Ausdauer. Im Feld bildet sich nun auch prompt ein Grupetto. Und ich schicke nun auch noch Sörensen vor, damit der die Pace macht. Dennoch gibt es noch Fahrer die hier Angreifen, Chaves, de Gendt um nur zwei zu nennen. Dann greift Vanaendert an. Doch sie alle kommen nicht weg.

      Marabito holt sich schließlich den Bergsprint vor Rubiano. Die beiden sprinten wirklich noch um die Punkte. Dabei hat sich ihr Rückstand nun schon mehr als halbiert. 3.31 sind noch geblieben. Sanchez hängt irgendwo dazwischen, Tendenz eher Richtung Feld. 66 Fahrer nenne ich jetzt noch Feld, der Rest ist abgeplatzt. Neben Sörensen habe ich noch Rodgers, Pires und Roche dabei. Und weil das so ist tritt De Gendt (OPQ) nun erneut an, auch Riblon (ALM) geht, ebenso Meintjes (MTN), Pardilla (MTN) und Thomas Vöckler (EUC). Schließlich auch noch Acevedo (GRS). Noch wer ohne gültigen Fahrschein? Sörensen geht aus der Führung in dieser Abfahrt, vermutlich liegt es u.a. daran.

      Pardilla und Acevedo werden noch vor der ersten Sprintwertung des Tages in Bolvir gestellt. Die Wertung selbst geht an Rubiano, Dritter wird De Gendt. Die Zweite Wertung geht in der gleichen Reihenfolge aus, die fünf nachträglichen Ausreißer sind nun fast vorne angekommen. Das Feld folgt im 3 Minuten Abstand. Knapp 30 km sind es jetzt noch bis ins Ziel. 25 km vor dem Ziel plötzlich Plattfuß bei Jürgen van den Broeck, das Ende seiner Chancen würd ich meinen. 3 Minuten, die werden noch in dem Flachstück vor dem eigentlichen Schlußanstieg reduziert auf eine. 18 km jetzt noch und es geht noch nicht einmal richtig bergan.

      11,1 km noch, jetzt geht es los und die Ausreißer sind quasi gestellt. Da sehe ich das rote Katusha Trikot von Joaquim Rodriguez, er tritt an, wer kann mit? Keiner! Der Weltmeister kommt jetzt von hinten und meine drei von der Tankstelle, Roche hängt sich an Costa dran, Rodgers und Sörensen müssen passen, ebenso Vöckler der nochmal antrat. 5 km noch und Rodriguez hat schon eine halbe Minute herausgefahren. Doch das Feld kommt nochmal heran, holt uns ein. Nur Rodriguez fährt scheinbar dem Sieg entgegen. 3 km noch, jetzt kommt der Angriff von Quintana, Evans und Froome. Rodriguez ist weg, ein letzter Kilometer noch, Roche bekommt die zweite Luft, ebenso Quintana. Doch es reicht für Joaquim Rodriguez Oliver zum Sieg.

      Tageswertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 4.26,47
      2. Nairo Quintana (MOV) + 26"
      3. Cadel Evans (BMC) s.t.
      4. Nicolas Roche (TCS) s.t.
      5. Pierre Rolland (EUC)



      Der 35 jährige ist einer der Stars im Peloton. Hat es schon bei allen drei Grand Tours auf das Treppchen geschafft. Erst letztes Jahr wurde er Dritter bei der Tour und Vizeweltmeister.

      Berwertung:
      1. Miguel Angel Rubiano (COL) 53 P.
      2. Steve Morabito (BMC) 42 P.
      3. Luis Leon Sanchez Gil 32 P.

      Punktwertung:
      1. Joaquim Rodriguez (KAT) 51 P.
      2. Luka Mezgec (GIA) 50 P.
      3. Nairo Quintana (MOV) 41 P.

      Gesamtwertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 11.56,44
      2. Nairo Quintana (MOV) + 30"
      3. Cadel Evans (BMC) + 32"
      4. Nicolas Roche (TCS) + 36"
      5. Pierre Rolland (EUC) s.t.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Spoiler anzeigen
      Die Antwort darauf gibts im Prinzip jetzt



      Donnerstag, 27.03.
      • Dwars dor Vlanderen gewann heute Mathieu Ladagnous (FDJ) vor Bernard Eisel (SKY) und Egoitz Garcia (COF)

      Setimanna Coppi e´Bartali: 3. Etappe: Gatteo - Sogliano al Rubicone 153,4 km

      Die heutige Etappe war schon etwas härter, nur 10 Fahrer kamen zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel, 24 weitere Fahrer waren in einer zweiten Gruppe die mit 24 Sekunden Rückstand gewertet wurde.

      Tageswertung:
      1. Enrico Barbin (BAR) 3.46,14
      2. Reto Hollenstein (IAM) s.t.
      3. Pavel Brutt (KAT) s.t.

      Unser Bester war heute Matteo Tosatto der als 19. ins Ziel kam.

      Gesamtwertung:
      1. Pavel Brutt (KAT) 6.14,59
      2. Reto Hollenstein (IAM) + 2"
      3. Alberto Losada (KAT) + 8"

      Ivan Rovny schluckte heute ebenfalls 24 Sekunden, ist jetzt mit 1.57" auf Platz 50 notiert.


      Volta a Catalunya: 4. Etappe: Alp - Vallter 2000 170,3 km



      Ein Berg der 2., drei Berge der 1. Kategorie, plus ein Schlußanstieg. Auch das ist heute Hochgebirge pur. Es geht heute wieder Richtung Osten, am Ende des Tages sind wir im nächstne Ski Resort, nahe der französischen Grenze.
      Rui Costa, Nairo Quintana und Chris Froome werden daher auch heute ganz vorne erwartet. Nicht jedoch Joaquim Rodriguez, nicht jedoch Cadel Evans und auch nicht Pierre Rolland. Das Klassement ist also noch keineswegs gemacht.
      Gleich am Anfang geht es rauf auf den Collada de Tosses, das wird heute nochmal eine Idee heftiger als Gestern. 4.015 Höhenmeter stehen auf dem Programm.

      Gut 20 km geht es vom Start weg bergauf, trotzdem versuchen sich auch Heute ein paar Fahrer daran wegzukommen, mit Erfolg natürlich, es sind De Marchi (CAN), Brajkovic (AST), Pantano (COl), Marabito (BMC), Danielson (GRS) und Allan Hansen (LTB). Bis auf Hansen sind das alles ausgewiesene Bergspezialisten. Wenn die Gesamtwertung heute vielleicht noch nicht entschieden wird, die Bergwertung denke ich aber allemal. Daher gilt es zu beachten das De Marchi sich die ersten 16 Punkte des Tages holt, dahinter Morabito und Pantano. Gerade für Morabito den derzeit Zweiten der Wertung also die Gelegenheit.

      Nun geht es erst einmal talwärts, dann folgt der Anstieg zum Col de Canes. Der ist eigentlich nur zu Beginn schwierig, danach geht es dann sogar, deshalb wohl auch nur die Kategorie 2. Marabito holt sich hier die Wertung vor De Marchi und Tom Danielson. Inzwischen haben die Ausreißer mehr als 7 Minuten herausgeholt und er wächst immer noch weiter an. Es geht nun wieder talwärts, quasi schon fast raus aus den Pyrenäen, zum Zwischensprint in La Canya.

      Als das Feld die Bergwertung passiert ist der Vorsprung schon auf 9.42" angewachsen, das bei noch 84 zu fahrenden Kilometern. Das Feld noch an der Bergwertung, die Ausreißer schon fast in La Canya wo sich erneut De Marchi um die Sekunden und Punkte bemüht, dies dieses Mal vor Pantano und Hansen. Dennoch geht das Feld in der Abfahrt jetzt volles Risiko und kann den Vorsprung leicht reduzieren. Wie so oft machen jetzt Movistar und Sky die Pace. Die Ausreißer gehen jetzt den Weg zum Col de Oix an, 17 - 18 km fast nur bergauf.

      Marabito will natürlich auch hier die Punkte und einzig De Marchi hat erneut etwas dagegen. Die beiden kämpfen, die anderen vier rollen hinterher. Prompt fallen die sechs hier auseinander, gleich in drei Gruppen zu zwei Fahrern. Marabito holt sich die Bergpunkte schließlich vor De Marchi und Brajkovic. 5.20" haben Sie jetzt noch an Vorsprung, keine 60 km mehr bis ins Ziel, doch was für welche. Es geht kurz ins Tal, dann kommt der Anstieg zum Col de Rocabruna wo es noch einmal 16 Punkte zu gewinnen gibt. Während Brajkovic und Pantano recht schnell wieder den Anschluß nach vorne finden ist das bei Hansen und Danielson nicht so einfach der Fall. Auch im Feld bildet sich nun ein Gruppeto.

      Nun ist auch das Feld im Anstieg zum Col de Rocabruna und schon gehen die Attacken los, Riblon ist wieder ganz vorne dabei, Tschopp (IAM), Pardilla (MTN) genau wie Chaves (OGE). Katusha ist gefordert dies zu verhindern, nur gelingt es ihnen nicht. Und weil das so ist, tritt plötzlich Rui Costa, der Weltmeister an. Joaquim Rodriguez bleibt nichts anderes als das persönlich zu kontern. Und damit ist jetzt natürlich die Hatz eröffnet. Recht früh schon für meinen Geschmack. Froome steigt natürlich mit ein, wir versuchen es auch, doch das wird nichts. Erst als auch noch Pinot antritt können sich zumindest Roche und Rodgers lösen, mitgehen und den Anschluß zu den Favoriten wieder herstellen. Izaguire und Inxausti führen ihren Kapitän Quintana schließlich auch noch wieder heran. Dafür treten nun Riblon und Pardilla erneut an. Verrückte Situation im Moment.

      Die Bergwertung ist dabei völlig untergegangen, sie ging an Marabito vor Brajkovic und Pantano. Der Angriff war auch überflüssig weil sich das Feld sowieso wieder rankämpft. Dennoch war mir das Risiko zu groß und ich bin mitgegangen. Dummheit eigentlich. Dabei hatte ich mir extra vor dem Rennen noch vorgenommen es nicht zu tun.
      Die aktuelle Situation jetzt wo der Gipel überschritten, es kurz abwärts geht bevor der Schlußanstieg folgt. Vorne immer noch De Marchi, Marabito, Pantano und Brajkovic, der für mich jetzt übrigens Favorit auf den Tagessieg ist. Dahinter, 2 Minuten zurück Riblon und Danielson, 13 Sekunden dahinter das Feld das noch aus 74 Fahrern besteht.

      Die Sprintwertung geht an De Marchi der sich dafür von seinen Kollegen abgesetzt hat, vor Morabito und Pantano. Für ihn kommt jetzt der 22 km lange Schlußanstieg, hinauf nach Vallter 2000. Aus dem Feld heraus erfolgen nun die nächsten Angriffe. Acevedo (GRS) natürlich, aber auch Geniez (FDJ), van den Broeck (BMC) und wieder Chaves (OGE). Und natürlich der darf nicht fehlen, Riblon (ALM). Doch sie alle kommen nur ganz kurz weg, dann fährt das Feld sie auf, genau wie die vier Vorn.

      Noch 12 km, Mollema (BEL) tritt an, ebenso Scarponi (AST). Und jetzt sind sie plötzlich alle vorne, Quintana, Rodriguez und wie sie alle heißen. Roche und Rodgers wollen mitgehen, Pires und Sörensen nicht mehr, die sind platt, doch auch die anderen beiden kommen nicht mit. Aber sie können sie noch einmal auffahren. Pinot tritt an, erneut auch Quintana. Mollema und Rodriguez ebenfalls. Roche kann nur in seinem Tempo folgen. Doch das genügt alle anderen erneut aufzufahren. Einzige Ausnahme, Quitana, der zieht durch und kann sich nun lösen. Immer noch 9 lange km warten auf die Fahrer.

      9 Fahrer sind es noch die da hinter Quintana herkommen, Costa, Scarponi, Rolland, Fuglsang, Froome, Rodriguez, Mollema, Pinot und Roche. Costa und Scarponi fallen als erste hinten raus. Roche bestimmt jetzt das Tempo der Gruppe und er erhöht es noch einmal, woraufhin Pinot, Fuglsang und Rolland passen müssen. Nairo Quintana kommt jetzt an die 5 km Marke, hat 22 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger, wo nun Froome einen ganz starken Eindruck macht und Roche in der Führung ablöst, weil der nun seinerseits für die Tempoverschärfung den Preis bezahlen muss.

      3 km noch, jetzt muss auch Mollema passen. 19 Sekunden jetzt noch für Quintana. Costa kommt jetzt von hinten, wo hat der die zweite Luft her? Noch 2 km und 16 Sekunden für Quintana vor Froome und Rodriguez. 13 Sekunden als er auf den letzten Kilometer geht, das wird reichen! 500m noch und es wird furchtbar eng, Froome kann noch zulegen. Am Ende reicht es für Nairo Quintana ganz knapp. Nicolas Roche wurde noch wieder eingeholt, kommt auf Platz 10 ein.

      Tageswertung:
      1. Nairo Quintana (MOV) 4.40,37
      2. Chris Froome (SKY) s.t.
      3. Joaquim Rodriguez (KAT) + 12"
      4. Bauke Mollema (BEL) + 47"
      5. Rui Costa (LAM) + 1.17"



      Bergwertung:
      1. Steve Morabito (BMC) 96 P.
      2. Miguel Angel Rubiano (COL) 53 P.
      3. Alessandro De Marchi (CAN) 43 P.

      Punktwertung:
      1. Joaquim Rodriguez (KAT) 67 P.
      2. Nairo Quintana (MOV) 66 P.
      3. Luka Mezgec (GIA) 50 P.

      Gesamtwertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 16.37,29
      2. Nairo Quintana (MOV) + 12"
      3. Chris Froome (SKY) + 22"
      4. Rui Costa (LAM) + 1.41"
      5. Pierre Rolland (EUC) + 1.45"

      Jetzt ist es endgültig klar was für einen Dreikampf wir hier erleben, der helle Wahnsinn auf 2 Rädern ist das. Nicolas Roche hat leider mehr Zeit liegen lassen als mir lieb ist, ist nun als Neunter platziert mit 1.59" Rückstand. Aber da kann er nicht mit. Warum nicht? Weil es ihm an Ausdauer und Zähigkeit mangelt gegenüber den anderen, ein Kämpfer ist er auch nicht unbedingt. Hochgebirge ist nicht seins, jedenfalls nicht bei einem Mehretappenrennen.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Freitag, 28.03.
      • Die 1. Etappe des Criterium International ging heute an Yannick Martinez (EUC) vor Laurent Pichon (FDJ) und Juan Lobato del Valle (MOV). Die Etappe wurde im Sprint entschieden.

      E3 Prijs Vlaanderen Harelbeke - Harelbeke 203,1 km
      Der E3 Harelbeke (früher E3-Preis Flandern, nl. E3-Prijs Vlaanderen) ist ein belgisches Eintagesrennen im Straßenradsport und wird jährlich Ende März / Anfang April ausgetragen.

      Das Rennen wurde zum ersten Mal 1958 ausgetragen, als die Autobahn E3 (jetzt A14) zwischen Harelbeke und Antwerpen gebaut wurde, die deshalb als Namenspate fungierte. Traditionell startet und endet das Rennen in der Kleinstadt Harelbeke. In den ersten Jahren ging die Strecke ca. 200 km weitgehend flach von Harelbeke nach Antwerpen und zurück. Heute führt sie in einer Schleife östlich von Harelbeke bis Ninove und zurück über zahlreiche kurze, aber steile Anstiege, die teilweise gepflastert sind, darunter die von der Flandern-Rundfahrt bekannten "Hellingen" Paterberg und Oude Kwaremont.

      Seit 2012 gehört das Rennen für zunächst vier Jahre zur UCI World Tour. Von 2005 bis 2011 zählte der E3-Preis zur UCI Europe Tour und war dort in die höchste Kategorie 1.HC eingestuft. Durch seine Hochstufung in die World Tour findet der E3-Preis seit 2012 nicht mehr samstags, sondern bereits am Freitag statt, um einen Tag Abstand zum World-Tour-Rennen Gent–Wevelgem zu gewinnen.

      Das Rennen wird seit einigen Jahren im Rahmen verschiedener flämischer Klassiker Ende März / Anfang April nach Quer durch Flandern und vor Gent–Wevelgem der Flandern-Rundfahrt und dem Scheldepreis ausgetragen. Die Flandern-Rundfahrt findet neun Tage nach dem E3-Preis auf ähnlicher Strecke statt. Zuletzt haben Fabian Cancellara 2010 und 2013 sowie Tom Boonen 2005, 2006 und 2012 das Double von E3-Preis und Flandern-Rundfahrt in einem Jahr gewonnen. Rekordgewinner ist mit fünf Siegen Tom Boonen.
      Quelle=www.wikipedia.de

      Mein Aufgebot: Daniele Benatti, Matti Breschel, Christopher Juul, Marko Kump, Rory Sutherland, Nicki Sörensen, Nikolai Trusov, Oliver Zaugg
      Mein Ziel: Top 10 Platzierung, da lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster.



      Die Favoriten heissen wie nicht anders zu erwarten Cancellara, Boonen und Terpstra. Ich sage Langeveld machts! Das Rennen ist so etwas wie die Generalprobe für die Flandern Rundfahrt, 50 km kürzer zwar, aber etliches was uns dann dort begegnen wird, wird auch heute schon befahren.

      Früh machen sich Cousin (EUC), van der Sande (LTB), Erviti (MOV), Flens (BEL), Haller (KAT) und Stamsnijder (GIA) auf und davon. Doch das Feld, allen voran QuickStep hat etwas dagegen und macht Tempo. Nach gut 40 km ist der Spaß dann schon vorbei mit einer Ausnahme, nämlich Cousin (EUC) der sich schon vorher aus der Gruppe gelöst hatte. Dafür versuchen sich sofort neue Fahrer. Zu Cousin gesellen sich nach kurzer Zeit nun Vanderwalle (TFR), Roux (FDJ), King (CAN), Hepburn (OGE), Selig (KAT) und Fortin (BAR). Diesmal gelingt der Vorstoß deutlich besser.

      Für Oliver Zaugg ist hier die Reise schon beendet, ich nehme ihn aus dem Rennen da er mit Kopfsteinpflaster nichts am Hut hat und auch nur gestartet ist damit wir acht Fahrer melden konnten. Ich will nicht das er sich verletzt. Daher steigt er bereits vor den ersten Hellingen. Bereits auf dem zweiten Feld nach gut 70 Kilometern wird das Fahrerfeld das erste Mal auseinander gerissen. Die enge Straße, das Kopfsteinpflaster, da passiert sowas schnell.
      Doch vorne wird noch nicht voll gefahren, daher findet man sich wieder. Dann ist die Rennhälfte erreicht, die sieben vorne haben gut 6 Minuten herausfahren können. Nun wird Tempo gebolzt.

      Lars Ytting Bak (LTB) tritt plötzlich aus dem Feld heraus an. Visconti (MOV) geht ihm nach. Die beiden muss man deutlich Ernster nehmen als die anderen ganz vorne. Dennoch läßt man sich machen. Die beiden schaffen schließlich den Sprung nach ganz vorne. 75 km sind es jetzt noch und der Vorsprung liegt bei 4:30". Wir sind jetzt mitten drin und die ersten Angriffe der Favoriten dürften nicht mehr so lange auf sich warten lassen.

      Wieder teilt sich das Feld in einem dieser giftigen Anstiege von teilweise über 15%. 56 km jetzt noch, wieder hat sich das Feld geteilt, vorne gibt es jetzt 17 Fahrer die als E2 bezeichnet werden und die etwa eine Minute vor ihren Kollegen fahren, wir haben 6 Fahrer in dieser Gruppe, lediglich Sörensen hat es nicht gepackt. Dabei auch die drei als Favoriten geannten Cancellara, Boonen und Tepstra. E2 hat noch 1.47" Rückstand auf die E1 genannte neunköpfige Spitzengruppe.

      Am der nächsten Hellingen ziehen Cousin und Bak dann vorne weg, wir verlieren Sutherland der heute nicht gut drauf ist aus E2. Dafür stürmen Sagan, Stybar und Burghardt nun aus dem Feld nach vorne. Jetzt geht es halt richtig los.
      49 km noch, die 7 Fahrer der ehemaligen E1 sind eingeholt. Ganz vorn nur noch die genannten Cousin und Bak. Auf der drittletzten Hellingen sind auch die beiden gestellt, noch 44,6 km und nur noch 17 Fahrer die um den Sieg kämpfen, wenn nicht noch von hinten jemand den Anschluß schaffen sollte. Mit Bennati, Juul, Trusov und Breschel haben wir noch vier Fahrer dabei. Am vorletzten Feld fallen dann Visconti und King aus der Spitzengruppe heraus. Nur noch 15 Fahrer aber noch 36 km.

      Das letzte Feld, Breschel tritt an, Sagan der sich nach vorn gekämpft hat geht mit, auch Cancellara kann folgen. Schließlich auch Tepstra und Boonen. Doch die drei Big Favorites können Breschel und Sagan dann doch nicht ganz folgen und müssen reißen lassen. Sagan und Breschel nun allein vorne. Plötzlich tritt Tepstra an, er will nach vorne und er packt es, dann Cancellara der antritt um wieder heran zu kommen. Mit viel viel Mühe schafft es schließlich auch Tom Boonen wieder heran zu kommen. Vansummeren (GRS) und Stybar (OPQ) sind auch noch hinten dran, nur 21 Sekunden zurück, dann 13 Sekunden dahinter eine 7er Gruppe unter anderem mit Trusov und Bennati, die sind auch noch nicht geschlagen.

      Im letzten schweren Anstieg des Tages sind sie dann plötzlich wieder alle dran, 14 Fahrer, 1.36" vor den nächsten. 21 km noch, Peter Sagan greifft plötzlich an, holt sich 20 Sekunden Vorsprung, nur um kurz darauf dann doch wieder gestellt zu werden. Allerdings nicht mehr von uns, die Gruppe teilt sich jetzt, 7 Fahrer bleiben noch vorne dran, es sind Steegmans, Boonen, Terpstra (alle OPQ), Vansummeren (GRS), Sagan (CAN), Cancellara (TFR) und Stybar (OPQ).
      Noch 10 km, 20 Sekunden Vorsprung für die ersten 7 vor den zweiten 7. Quickstep hat vier Fahrer vorne dabei, die müssen doch jetzt was versuchen, aber sie tun es nicht. Trotzdem ist klar das wir nicht mehr heran kommen werden. Der Bus ist abgefahren und der Vorsprung wächst nun auch leicht an. Die letzten 5000 Meter kommen, dann die letzten drei, plötzlich der Antritt von Sagan. Natürlich gewinnt der das wenn man ihn nicht vorher austrickst und das hat man ja nicht versucht. Unwiderstehlich geht er ab, doch dann kommt Boonen plötzlich von hinten, sie biegen auf die Zielgerade, Sagan immer noch vorn, Boonen direkt dahinter, der Rest ist raus. Ein kurzer Blick zurück, meine drei sind völlig raus, das werden maximal die Plätze 12-14. Doch vorne fällt jetzt die Entscheidung um den Sieg. Es zeigt sich das Sagan zu früh angetreten ist, Boonen kann noch vorbei, und wie er vorbei kann, das ist der Tom Boonen den wir vor 10 Jahren so geliebt haben. Er kann es immer noch, er gewinnt!

      Endstand:
      1. Tom Boonen (OPQ) 4.54,19
      2. Peter Sagan (CAN) s.t.
      3. Gert Steegmans (OPQ) s.t.
      4. Zdenek Stybar (OPQ) s.t.
      5. Nicki Terpstra (OPQ) s.t.
      6. Fabian Cancellara (TFR) s.t.
      7. Johan Vansummeren (GRS) s.t.
      8. Gregory Rast (TFR) + 1.23"
      9. Lars Ytting Bak (LTB) s.t.
      10. Kristof Vanderwalle (TFR) s.t.



      Tom gewinnt das Rennen weil er nicht angegriffen hat als es galt hinterher zu kommen, er hat es geschafft indem er einfach sein Tempo gefahren ist, daher hatte er am Ende Reserven. Reserven die einem Matti Breschel z.B. dann abgingen. Mein Fehler, ich hatte gehofft das Feld da spalten zu können, was ja auch temporär gelang. Doch der Weg ins Ziel war dann noch zu weit. Für Tom Boonen ist es hier also nun der sechste Erfolg (Rekord) und er hat sich damit für die Flandern Rundfahrt ganz weit nach vorne geschoben was die Favoritenrolle angeht. Peter Sagan allerdings kaum weniger.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Setimanna Coppi e´Bartali: 4. Etappe: Zola Pedrosa - Piane di Mocogno 149,8 km

      In Italien geht es heute in die Berge, Marek Rutkiewicz wurde dabei seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die Etappe aus einer Dreiergruppe heraus.

      Tageswertung:
      1. Marek Rutkiewicz (CCC) 4.16,31
      2. Alexandr Dyachenko (AST) s.t.
      3. Marcel Wyss (IAM) s.t.

      Ivan Rovny wurde überraschend Sechster, verlor nur 33 Sekunden auf den Sieger und neuen Führenden der Gesamtwertung.

      Gesamtwertung:
      1. Marek Rutkiewicz (CCC) 10.31,36
      2. Marcel Wyss (IAM) + 24"
      3. Sergey Chernitzkiy (KAT) + 35"

      Pavel Brutt, der bisher führende viel auf den Vierten Platz zurück, Rückstand 42 Sekunden. Ivan Rovny verbesserte sich auf Platz 24, sein Rückstand 2.24"


      Volta a Catalunya: 5. Etappe: Llanars Vall de Comprodon - Valls 220,3 km



      Das scheint eine Etappe für Ausreißer zu sein, das Klassement steht weitestgehend und der Hügel am Ende dürfte die Sprinter sowieso aus dem Rennen nehmen. Ein Hügel auf dem man nochmal angreifen könnte wenn man wollte. Favoriten sind heute hier dennoch Joaquim Rodriguez, Beuke Mollema und Rui Costa. Vor allem letzterem traue ich heute was zu. Mit nur 2 Sternen werden Froome und Quintana bewertet. Was bedeuten könnte das Rodriguez zurück schlägt und seinen Vorsprung noch ausbaut.

      Und Ausreißer gibt es heute reichlich, gleich 7 Fahrer versuchen sich, allen voran Meintjes (MTN) der den Angriff inizierte. Dabei sind Arroyo (CJR), Tschopp (IAM), Landa (AST), Atapuma (BMC), Bono (LAM) und natürlich darf auch De Marchi (CAN) dabei nicht fehlen. Meintjes ist 25. der Gesamtwertung. Mit 6.35" ist er der Bestplatzierte Fahrer in dieser Gruppe.

      Katusha läßt sie gewähren, selbst als Meintjes virtuell in Gelb fährt stört sie das nicht. Plötzlich kommt über den Tourfunk die Meldung das der Teamkapitän von SKY, Konstantsin Sioutsu im Feld gestürzt sei. Doch er schafft den Anschluß ans Feld wieder, was auch nur gelingt weil das Tempo zu niedrig ist.

      An der ersten Sprintwertung des Tages, etwa zur Rennhälfte in Solsona haben die Ausreißer 7 1/2 Minuten Vorsprung heraus geholt. Die Wertung holt sich Atapuma vor Meintjes und Landa. Wobei darum nicht gesprintet wird, die Linie wird einfach überfahren. Etwa 30 km weiter, in Guissona sind es noch 5.16". Auch hier wird nicht gesprintet, sondern überfahren und zwar in der Reihenfolge De Marchi, Atapuma und Landa. Weitere 78 km stehen noch an, darunter die beiden Rampen am Ende. Danach geht es noch 12 km weiter bis zum Ziel.

      58 km vor dem Ziel erwischt es Cadel Evans, ein Plattfuß und jetzt wird Tempo gebolzt, für ihn dürfte es schwer werden wieder ins Feld zu finden. Mit 2.57" Rückstand ist der Australier derzeit 11. der Gesamtwertung, das könnte sich drastisch verschlechtern. Doch sein Team wartet auf ihn und bringt ihn wieder zurück ins Feld. Glück gehabt Cadel. Vorne sinkt der Vorsprung dagegen weiter, als es in den ersten Anstieg geht sind es noch 3 1/2 Minuten bei einer Distanz von knapp 44 Kilometern die noch verbleibt. Auf den nächsten 13 Kilometern verlieren die Ausreißer jedoch nur 30 Sekunden, der erste Hügel ist überwunden und damit kann es ganz schön eng werden, die haben durchaus ihre Chance.

      Es geht nun bergab, dann kommt der Anstieg zum Alto de Lilla. An der 20 km Marke sind es immer noch 3 Minuten, so langsam kann man sich daran gewöhnen das der heutige Sieger aus der Ausreißergruppe kommen wird. Aber das habe ich ja am Anfang gesagt, möglich ist es. Dann kommt der Anstieg, 5 km nur, aber hart. De Marchi attackiert jetzt aus der Spitzengruppe heraus. Und auch im Feld wird nun angegriffen, Mollema ist es, alle anderen versuchen ihm zu folgen, klappt aber nicht so richtig, er gewinnt Vorsprung. Rodriguez Oliver wird genau wie Roche von dem Angriff überrascht, doch beide können schließlich doch noch reagieren. Mollema ist dagegen weg.

      Vorn wird De Marchi noch auf dem letzten Kilometer gestellt, die Wertung geht an Arroyo vor Tschopp und Landa. Zu siebt geht es in die Abfahrt, Mollema ist 2.12. das Feld 2.28" zurück. Damit ist es jetzt schon amtlich, das holt keiner mehr ein. Mollema wird in der Abfahrt wieder eingeholt, womit die Attacke ihren Sinn völlig verfehlt. Vorne tritt Atapuma nun plötzlich an und kann schnell Vorsprung gewinnen. Mikel Landa kontert ihn und auch Meintjes und Tschopp kommen auf, doch es reicht für Mikel Landa.

      Tageswertung:
      1. Mikel Landa (AST) 5.09,04
      2. Louis Meintjes (MTN) s.t.
      3. Johann Tschopp (IAM) s.t.
      4. Matteo Bono (LAM) s.t.
      5. Jhon Darwin Atapuma (BMC) s.t.

      Das Feld verliert am Ende 59 Sekunden. Etwa 60 Fahrer, darunter auch Pires, McCarthy und Poljanski deutlich mehr.



      Bergwertung:
      1. Steve Morabito (BMC) 96 P.
      2. Miguel Angel Rubiano (COL) 53 P.
      3. Alessandro De Marchi (CAN) 44 P.

      De Marchi hat die Flucht am Ende doch tatsächlich einen Punkt gebracht.

      Punktwertung:
      1. Joaquim Rodriguez (KAT) 71 P.
      2. Nairo Quintana (MOV) 69 P.
      3. Luka Mezgec (GIA) 57 P.


      Gesamtwertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 21.47,32
      2. Nairo Quintana (MOV) + 12"
      3. Chris Froome (SKY) + 22"
      4. Rui Costa (LAM) + 1.41"
      5. Pierre Rolland (EUC) + 1.45"

      In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Tagessieg Mikel Landa verbesserte sich auf Platz 16, Louis Meintjes sogar auf Platz 13.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Samstag, 29.03.
      • 1.800 € hat uns der E3 Preis eingebracht, anständig trotz der Niederlage die ich dort kassiert habe.
      • Die 2. Etappe des Criterium International stand an, ein Einzelzeitfahren über 8,9 km. Es gewann Jerome Coppel (COF), der damit bis auf eine Sekunde an die Bestzeit heran kam vor Brett Lancaster (OGE) und Mathias Frank (IAM). In der Gesamtwertung bleibt es also bei der Führung von Martinez, jetzt allerdings vor Coppel und Lancaster.

      Setimanna Coppi e´Bartali: 5. Etappe: Crevalcore - Crevalcore 14,5 km (EZF)

      Das Einzelzeitfahren würde hier bei dieser Rundfahrt die Entscheidung bringen, Alex Rasmussen vom Riwal Cycling Team gewann die Etappe, der hatte mit der Gesamtwertung nichts mehr zu tun, es galt was vorne passierte. Rutkiewicz verlor 43 Sekunden und damit sein Trikot. Neuer Führender ist Marcel Wyss der nur 12 Sekunden verlor

      Tageswertung:
      1. Alex Rasmussen (RIW) 16,02
      2. Manuele Boaro (TSC) s.t.
      3. Reto Hollenstein (IAM) + 2"

      Oh, ein beachtlicher Erfolg für Boaro, hatte ich gar nicht erwartet.

      Gesamtwertung:
      1. Marcel Wyss (IAM) 10.48,14
      2. Marek Rutkiewicz (CCC) + 7"
      3. Reto Hollenstein (IAM) + 10"

      Ivan Rovny konnte sich weiter verbessern, rangiert nun auf Platz 13 mit 1.57" Rückstand. Was daraus resultiert das er heute nur 8 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kam. Bravo!


      Volta a Catalunya: 6. Etappe: El Vendrell - Villanova i la Geltru 160,6 km



      Wir sind jetzt südlich von Barcelona,man sollte meinen es ginge über weite Strecken an der Küste entlang, das ist jedoch nicht der Fall. Dennoch die einzige Schwierigkeit ist der Font Rubi. Heute wird es wieder das Duell Ausreißer vs. Sprinter geben, soviel ist klar. Die Chance für Luka Mezgec nochmal was für das Punktetrikot zu tun. Er ist auch Topfavorit vor Meersman und Koldo Fernandez. Die Gesamtführenden müssen die Entscheidung auf morgen vertagen denke ich.

      Es dauert heute ein bisschen bis die Ausreißergruppe steht, Garmin und Giant machen es ihnen nicht so einfach. Schließlich dann aber doch, 6 Fahrer, nämlich der unvermeidliche De Marchi (CAN), Hansen (LTB), Brändle (IAM), der ebenso unvermeidliche Montaguti (ALM), Bono (LAM) ist auch wieder dabei und schließlich Popovych (TFR).

      Bono, Montaguti, Popovych heisst es an der Sprint- und De Marchi, Brändle, Montaguti an der Bergwertung. Womit De Marchi nun seinen dritten Platz in der Bergwertung gefestigt hat. An der Bergwertung hat die Gruppe über 7 Minuten Vorsprung doch danach macht das Feld Tempo und reduziert den Rückstand relativ schnell wieder. An der zweiten Sprintwertung die sich Hansan vor Bono und Popovych holt ist der Vorsprung schon auf 1.30" gesunken, von da sind es noch 28 km bis ins Ziel. Es kommt also auch heute zum Massensprint

      Aber so einfach ist es denn doch nicht, 4 km vor dem Ziel sind immer 30 Sekunden übrig, darüber hinaus tritt Popovych nun auch noch an. 2 km noch und der Vorsprung hält, die Ausreißer packen es doch, allen voran immer noch Popovych. 1 km noch, jetzt ist das Feld dran, wer kommt jetzt nach vorne? Koldo Fernandez sehe ich Nikias Arndt zieht jedoch den Sprint für Mezgec an, Meersman ist etwas spät zur Stelle und kann den Sieg von Mezgec nicht verhindern.

      Tageswertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 3.39,07
      2. Koldo Fernandez (GRS) s.t.
      3. Gianni Meersman (OPQ) s.t.
      4. Nikias Arndt (GIA) s.t.
      5. Samuel Dumoulin (ALM) s.t.



      Bergwertung:
      1. Steve Morabito (BMC) 96 P.
      2. Miguel Angel Rubiano (COL) 53 P.
      3. Alessandro De Marchi (CAN) 50 P.

      Punktwertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 82 P.
      1. Joaquim Rodriguez (KAT) 71 P.
      2. Nairo Quintana (MOV) 69 P.

      Luka Mezgec geht im grünen Trikot auf die letzte Etappe

      Gesamtwertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 25.26,39
      2. Nairo Quintana (MOV) + 12"
      3. Chris Froome (SKY) + 22"
      4. Rui Costa (LAM) + 1.41"
      5. Pierre Rolland (EUC) + 1.45"

      In der Gesamtwertung hat sich wie erwartet nichts getan.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Sehr schöner Erfolg von Boaro. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat! Bin sehr gespannt, wie es weitergeht bei Dir. Hast Du schon einen Plan wer den Giro bestreitet? Kreuziger oder doch Contador?
    • Einen Plan habe ich seit dem 01. Januar, denn da habe ich den gemacht und arbeite ihn jetzt eigentlich nur noch ab. Ich bin mit dem was ich da gemacht habe nicht immer zufrieden, aber er steht nun mal und wenn es keine Verletzten gibt muss ich daran nicht groß was ändern. Hat ja auch was mit den Wünschen der Fahrer zu tun, die ich versucht habe zu berücksichtigen.

      Wer den Giro bestreiten wird, verrate ich jetzt aber noch nicht, sonst fürchte ich, hab ich eine Diskussion mit euch am Hals die sich gewaschen hat. Ihr werdet es vermutlich in den nächsten vier (Spiel)Wochen schon erkennen, wer den als Kapitän fahren soll.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Sonntag, 30.03.
      • Die abschließende 3. Etappe des Criterium International ging bergauf, Alejandro Valverde gewann sie vor Carlos Betancour und Arnold Jeannesson. Jerome Coppel wurde Fünfter mit 22 Sekunden Rückstand. Das war zuviel, damit wurde er in der Gesamtwertung noch von Valverde abgelöst. Dritter wurde Carlos Betancour.

      Gent - Welvegem 236,1 km



      Gent - Welvegem ist ein belgisches Straßenrennen. Es wird seit 1934 auf den Straßen der belgischen Westprovinzen ausgetragen und gehört zu den klassischen Eintagesrennen, ist teil der flämischen Radsportwoche. Die Strecke von Gent–Wevelgem hat anders als die meisten flämischen Frühjahrsklassiker ein relativ flaches Profil. Das größte Hindernis stellt der Kemmelberg dar, eine typisch flämische Helling (deutsch Steigung) mit einem zwar kurzen, aber enorm steilen und unasphaltierten Anstieg.

      Gent–Wevelgem gehört seit Einführung der UCI ProTour 2005 zu dieser Rennserie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI WorldTour.

      Das flache Profil des Rennens wirkt sich auch auf die Siegerliste aus: So konnte ein Sprinter wie Mario Cipollini den Klassiker dreimal gewinnen. Ebenfalls dreimal entschieden die Belgier Eddy Merckx, Rik Van Looy, Robert Van Eenaeme und Tom Boonen das Rennen für sich. Die einzigen deutschen Sieger sind Andreas Klier (2003), Marcus Burghardt (2007).

      Mein Aufgebot: Michael Mörkov Christensen, Matti Breschel, Christopher Juul Jensen, Nicki Sörensen, Daniele Bennati, Marko Kump, Nikolai Trusov und Rory Sutherland
      Meine Ziele: Top 10 Platzierung

      Die diesjährigen Favoriten sind fast die Selben wie vor drei Tagen, nämlich Boonen und Terpstra, dazu noch Peter Sagan statt Cancellara. Kein Wunder nach Platz 2 beim E3 Prijs.

      Heute gibt es vier Ausreißer die sich kurz nach dem Start auf den Weg machen, eigentlich waren es sogar fünf, doch Rory Sutherland der zunächst nachgegangen war fällt aus der Gruppe zurück und somit wieder ins Feld. Es sind, Bewley (OGE), Beppu (TFR), Palini (LAM) und Gougeard (ALM). Später gehen dann auch noch Kolobnev (KAT) und Mangel (FDJ) hinterher. Doch Cannondale hat etwas dagegen und macht plötzlich Tempo. Als die beiden eingeholt sind, ist das Tempo auch wieder heraus, daher Cannondale hatte etwas dagegen das die beiden wegfahren.

      Etwas später versucht sich Canola (BAR), ihm wollen weitere Fahrer folgen unter anderem auch Trusov, doch wieder macht Cannondale das schon im Ansatz zu nichte, lediglich Canola schafft es wegzukommen, dann gelingt es mir auch Trusov noch auf die Reise zu schicken. Beide schaffen den Sprung nach vorne, doch darunter hat der Vorsprung gelitten, das Feld macht wieder Tempo und der Vorsprung sinkt zeitweise unter eine Minute, was aber auch daran liegt das von den 6 Fahrern vorne nur drei arbeiten wollen. Es gelingt dann dank Trusov der Tempo bolzt.

      Die ersten 80 km sind nun absolviert, das erste Drittel quasi, der Vorsprung hat sich bei 6 1/2 Minuten eingependelt. Ja er wächst sogar noch um eine weitere Minute an, ehe so ca. 140 km vor dem Ziel im Feld plötzlich das Tempo angezogen wird. Wieder sind Cannondale und jetzt auch Giant-Shimano dafür verantworlich. An dem ersten Anstieg mit Kopsteinpflasterpassage sind es schließlich noch knapp 6 Minuten. Das Feld platzt hier auseinander, verbleiben tut eine Gruppe von 58 Fahrern. Die reduziert den Vorsprung der Ausreißer nun allerdings dramatisch. 80 km vor dem Ziel sind es plötzlich nur noch 3 1/2 Minuten, Tendenz wie gesagt stark fallend.

      Jetz wo diese kurzen knackigen Anstiege mit teilweise 10% und mehr kommen sollte man ja eigentlich meinen das die Ausreißer noch eine Chance haben, heute nicht, das Feld kommt rasend schnell näher. Auf 5 km haben die 2 Minuten aufholen können. Vorne spaltet sich die Gruppe jetzt auch, Gaugeard, Palini und Bewley kommen diese Steigungen nicht mehr in dem Tempo hoch.
      Bei der zweiten Überfahrt des Kelkenberg ist es dann um sie geschehen. Hier läßt Beppu seine letzten beiden Begleiter auch hinter sich zurück. 60 km noch für ihn, was auch er niemals packen wird. Trusov und Canola spalten sich dann auch noch, so das jetzt drei Einzelfahrer vorne fahren.

      Doch auch das Feld hat hier so seine Probleme, am Ende sind es noch 41 Fahrer die übrig bleiben, während Trusov vorn wieder den Anschluß zu Beppu findet. Einen Moment nicht aufgepasst und schon bildet sich eine 6 köpfige Gruppe die vor dem Feld fährt, darin Boonen, Sagan, Pozazto, Terpstra, Sörensen und Stybar. Argh, den Bus verpasst. Die 6 fahren Canola 44 km vor dem Ziel auf, Canola fällt weiter zurück, ebenso Sörensen, das ist nicht sein Gelände, ganz klar.

      Dafür löst sich Turgot (ALM) nun aus der Hauptgruppe. Hier geht es jetzt endgültig drunter und drüber. 40 km vor dem Ziel sind dann auch Trusov und Beppu gestellt.
      35 km noch, Zeit für eine Neusortierung. Vorne nun 8 Fahrer, neben Beppu und Trusov sind das die Favoriten Boonen, Pozzato, Turgot, Sagan, Terpstra und Stybar. 28 Sekunden zurück folgen van Avermaet (BMC) und Boom (BEL). Weitere 27 Sekunden zurück sind Ligthart (LTB), Nuyens (GRS), Langeveld (GRS), Millar (GRS), Degenkolb (GIA), Sörensen (TCS) und Roelandts (LTB). Breschel, Mörkov, Bennati sind eine Gruppe dahinter, schon 52 Sekunden zurück. Mein Plan geht nicht auf weil ich gepennt habe. Shit

      30 km noch, wieder eine andere Situation, vorne die 8 Fahrer mit den Favoriten, 52 Sekunden dahinter nun die Gruppe um Sörensen, Avermaet und Boom sind in diese zurück gefallen. Degenkolb ist dagegen aus ihr heraus und Kristoff müht sich gerade um den Anschluß nach vorn. 43 Sekunden dahinter meine Jungs.

      Es fängt jetzt auch noch an zu Regnen, 20 km noch, zum Glück sind wir aus den Kopfsteinpflasterpassagen raus. 50 Sekunden sind die 8 nun vorn und es sieht so aus als wenn der Sieger aus dieser Gruppe kommt. Trusov ist ziemlich platt und wird bald abreißen lassen müssen. 2 km später ist es soweit, Beppu, Stybar und er platzen vorne ab. 15 km noch Trusov und auch Sörensen sind aus der zweiten Gruppe herausgefallen. Keine Chance mehr für uns also.

      Vorne tritt Boonen nun an, kommt weg, Pozzato geht schließlich hinterher. Terpstra kann nicht folgen, dann auch Sagan nicht mehr. Pozzato und Turgot mühen sich aber das wird eng. 10 km noch, Boonen 13 Sekunden vor Pozzato, 29 vor Turgot, Sagan und Terpstra nochmal 30 Sekunden. Es geht nur noch zwischen Boonen und Pozzato behaupte ich mal. Noch 6 km, Boonen baut seinen Vorsprung leicht aus, jetzt 22 Sekunden. Jetzt noch 3 km, Boonen wird es gewinnen, hat jetzt 32 Sekunden herausgeholt. Pozzato wird genau so sicherer Zweiter, wie Turgot sicher Dritter werden wird.

      Endstand:
      1. Tom Boonen (OPQ) 5.25,13
      2. Filippo Pozzato (LAM) + 40"
      3. Sebastien Turgot (ALM) + 1.27"
      4. Greg van Avermaet (BMC) + 2.30"
      5. Jürgen Roelandts (LTB) s.t.
      6. Niki Terpstra (OPQ) s.t.
      7. Lars Boom (BEL) s.t.
      8. Zdenek Stybar (OPQ) s.t.
      9. Sebastian Langeveld (GRS) s.t.
      10. Nick Nuyens (GRS) s.t.



      Wieder verkackt und es ist meine Schuld, einen Moment nicht aufgepasst und da war es passiert. So ist Sörensen mit 4.53" am Ende unser Bester auf Platz 18.
      Wie soll das nur bei der Flandern Rundfahrt werden? Für die im übrigen Tom Boonen natürlich der ganz große Favorit ist. Auch hier wieder Rekordsieg für ihn, der Vierte.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
    • Setimanna Coppi e´Bartali: 6. Etappe: Monticelli Terme - Fiorano Modenese 133,3 km

      Zum Abschluß folgt noch eine Hügeletappe bei dieser recht schwach besetzten Rundfahrt. Marcel Wyss kann sie für sich entscheiden und verteidigt damit erfolgreich seine Führung in der Gesamtwertung.

      Tageswertung:
      1. Marcel Wyss (IAM) 3.24,11
      2. George Bennett (CAN) s.t.
      3. Stefan Schumacher (CWK) s.t.

      Gesamtwertung:
      1. Marcel Wyss (IAM) 14.12,05
      2. Marek Rutkiewicz (CCC) + 50"
      3. Reto Hollenstein (IAM) + 53"


      Volta a Catalunya: 7. Etappe: Barcelona - Barcelona 121,3 km



      Die Rundfahrt endet in Barcelona wo es am Ende noch einen Rundkurs gibt. Rodriguez Oliver, Rui Costa und Bauke Mollema werden als Favoriten gehandelt, doch ich bin sicher das es noch Versuche geben wird am Klassement etwas zu drehen.
      Und auch ich bin natürlich mit der Platzierung von Roche noch nicht ganz glücklich.

      Der erste Sprint wurde heute noch aus dem Feld heraus ausgetragen und ging an De Marchi (CAN) vor Iglinskiy (AST) und Meyer (OGE). Gleich danach gibt es dann einen größeren Ausreißversuch, 13 Fahrer gleich, darunter auch Pires, der heute mal freie Fahrt hat, daher bislang stets Roche geschützt hatte. De Gendt, Keldermann, Schleck heisst es an der ersten Bergwertung, alle drei sind Teil dieser größeren Ausreißergruppe. Es sind alte Bekannte dabei, aber auch neue Gesichter, wie eben Kelderman, Rubiano (COL), Durasek (LAM), Nerz (BMC), Acevedo (GRS), Andy Schleck (TFR), Arroyo (CJR), Iglinskiy (AST), Fedrigo (FDJ), Cameron Meyer (OGE), Gautier (EUC), Pires (TCS) und De Gendt (OPQ) sind die anderen. Das wird ein hartest Stück Arbeit für Katusha die wieder einzuholen. Andererseits Cameron Meyer und Kelderman sind mit 6.35" Rückstand noch die Bestplatzierten dieser Gruppe.

      De Gendt, Rubiano, Durasek heisst es an der zweiten Bergwertung, aber es folgen ja noch ein paar davon. Wir kommen jetzt schon zur zweiten Rennhälfte die quasi mit der zweiten Sprintwertung (Rubiano, Pires, Iglinskiy) beginnt. Hier haben die 13 noch über 5 Minuten Vorsprung. Wir dürfen gespannt sein ob sie durchkommen und wieviel sie davon letztlich ins Ziel retten werden.

      De Gendt, Rubiano, Gautier lautet die Reihenfolge an der nächsten Bergwertung, jetzt sind es noch 52 km bis ins Ziel, dieser Berg ist ein kleiner aber recht giftiger Anstieg, der kommt jetzt noch ein paar Mal. Mal zählt er als Bergwertung, mal nicht. Bei der nächsten Wertung hat Rubiano die Nase vor De Gendt vorn, Iglinskiy macht den dritten Platz. Der Vorsprung schrumpft nun langsam, 3 Minuten bei noch 40 zu fahrenden Kilometern.

      Die vorletzte Überquerung des Montjuic sieht wieder De Gendt vorne vor Gautier und Iglinskiy. Der Vorprung der Ausreißer ist wieder auf 3.30" angewachsen, noch 25 km das könnte durchaus zum Etappensieg reichen. 17 km vor dem Ziel, die drittletzte Überquerung ist es um genau zu sein, da tritt Rodgers rein, doch er hat einen ungeplanten Windschatten, Rodriguez Oliver nämlich. Rui Costa und Vanaendert gehen es ebenfalls mit. Blöd, für uns.
      Dazu tritt nun auch Mollema an, das habe ich so gar nicht haben wollen, Mist, zu früh. Roche bleibt daher im Sattel, fährt aber nun auch ohne Rücksicht, heisst er kann sich genau wie Sörensen und Valgren lösen.

      Die letzte Bergwertung kommt, De Gendt, Rubiano, Gautier heisst es, doch die ersten beiden lösen sich nun von ihren Begleitern. Nicht zuletzt weil es ein Rundkurs ist und inzwischen etliche Fahrer überrundet werden, ist das Ganze ein wenig unübersichtlich geworden. Knapp 8 km vor dem Ziel führen de Gendt und Rubiano mit 8 Sekunden vor ihren ehemaligen Begleitern. Das gelbe Trikot ist geschlagen, die Gruppe um Rodriguez Oliver hat noch fast 3 Minuten Rückstand, mithin auch Rodgers. Danach folgt inzwischen Roche als Solist mit 40 Sekunden Abstand, er hat aber auch nur 24 Sekunden auf den Rest.

      Es geht in den letzten Anstieg, De Gendt und Rubiano sind wieder eingeholt worden, nun muss die Entscheidung fallen. Bei den Verfolgern verschärft Mollema nun und Rodgers kommt nicht mehr mit. Auch Roche verschärft nun noch einmal. Vorne fällt die Entscheidung derweil bereits im Sprint der Gruppe. Iglinskiy macht es schließlich aus dieser Gruppe heraus. Für Pires war dabei nichts mehr zu holen. Was mir jedoch entgangen war, Arroyo hatte sich noch aus der Gruppe lösen können und gewinnt, also nicht Iglinskiy.
      Doch das ist ja fast Nebensache, wie sieht es bei den Fahreren fürs Klassement aus? Wir müssen es abwarten...

      Tageswertung:
      1. David Arroyo (CJR) 2.51,32
      2. Maxim Iglinskiy (AST) + 35"
      3. Kristijan Durasek (LAM) s.t.
      4. Janier Acevedo (GRS) s.t.
      5. Thomas De Gendt (OPQ) s.t.



      Roche wurde noch gestellt, das hab ich noch mitbekommen, Roche wurde im übrigen Zwanzigster, direkt hinter Rodgers. Pires wurde Dreizehnter. Doch was ist mit der Gesamtwertung?

      Bergwertung:
      1. Steve Morabito (BMC) 96 P.
      2. Miguel Angel Rubiano (COL) 71 P.
      3. Alessandro De Marchi (CAN) 50 P.

      Rubiano hat zwar nochmal fleissig gepunktet, doch der Abstand war zu groß als das er Morabito das Trikot noch hätte nehmen können.

      Punktwertung:
      1. Luka Mezgec (GIA) 82 P.
      1. Joaquim Rodriguez (KAT) 73 P.
      2. Nairo Quintana (MOV) 69 P.

      Luka Mezgec gewinnt es also, das grüne Trikot.

      Gesamtwertung:
      1. Joaquim Rodriguez Oliver(KAT) 28.20,01
      2. Nairo Quintana (MOV) + 12"
      3. Chris Froome (SKY) + 22"
      4. Rui Costa (LAM) + 1.41"
      5. Pierre Rolland (EUC) + 1.45"
      6. Thibaut Pinot (FDJ) s.t.
      7. Jakob Fuglsang (AST) s.t.
      8. Bauke Mollema (BEL) + 1.57"
      9. Nicolas Roche (TCS) + 1.59"
      10. Michele Scarponi (AST) + 2.26"


      Keine Veränderung mehr in den Top 10, die kammen alle Zeitgleich mit 1.50" Rückstand ins Ziel. Schade, ich hatte ja gehofft, doch das war nichts.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt