Vom Sorgenkind zu wahrer Größe - eine Traumkarriere oder der Albtraum vom Betrug - entscheiden sie Selbst

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    • Vom Sorgenkind zu wahrer Größe - eine Traumkarriere oder der Albtraum vom Betrug - entscheiden sie Selbst

      Ich möchte mich auch mal an einer Manager Story versuchen, allerdings möchte ich meine ganz anders aufbauen, ich weiß nicht ob es so schon mal jemand versucht hat, aber ich werde es versuchen, ich werde nicht aus der Sicht des Protagonisten schreiben, möchte aber nicht zu viel verraten, daher hier nur die Info "anders".

      Alle Vorkommnisse sind natürlich rein fiktiv und entsprechen weder der Realität noch sind sie in irgendwelchen Bezügen zur Realität oder realen Vorkommnissen nachempfunden.

      Mein Spiel: RSM 2015
      Patch 1.2.0.0
      Schwierigkeit: Schwer
      DB: RSM-news_v0.6.0
      Startjahr: 2043

      Info: Die DB habe ich nachbearbeitet, sowohl was die Fahrerentwicklung angeht als auch Fahrernamen hinzugefügt und einige kleine Änderungen
      außerdem habe ich die Datenbank nach dem Jahre 2042 bereinigt, da sie unmenschlich viele Favoriten hatte mit 80 und mehr in den verschiedenen Werten insbesondere Sprint.
      Falls einer noch eine Info hat wo ich die Anzahl der Neugenerierung der einzelnen Potentialklassen verändern kann, dann wäre ich Euch sehr dankbar

      Vorwort
      Einleitung (was zuvor geschah)
      Die ersten Jahre des Sprösslings
      Der Alptraum
      Meine Rennen
      Das Leben im Heim
      Die Veränderung
      Ein kurzes Jugendrennen
      Die Veränderung 2
      Eine Fahrt ins Unbekannte
      Der erste Tag bei der neuen "Familie"

      Über Kritik positiv oder negativ freue ich mich stets auch Rechtschreibmängel die ich überlesen habe könnt Ihr mir gerne ankreiden. Und nun vielleicht und hoffentlich viel Spaß beim lesen.


      Dieser Startpost wird evtl. regelmäßig aktualisiert

      Blaue Schrift = Zitate oder Erzählungen des Protagonisten selbst
      grüne Schrift = Zitate oder Erzählungen, Kommunikationen mit 3.


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    • Vorwort


      Mein Name ist Simon Frei, bin Schweizer und ich möchte mitmeinem 8 Jahre jüngeren Bruder Noah Frei dieses Buch hier schreiben, bei denRecherchen half uns unsere gemeinsame Schwester Lucia ansonsten möchte ichallen danken die es uns ermöglicht haben dieses Buch zu schreiben und vielen Dankan die zahlreichen Pressestellen, die uns ihr Material kostengünstig zurVerfügung gestellt haben.

      Wir schreiben das Jahr 2080 und nicht nur die Welt hatsich verändert auch der Radsport, während wir in größtenteils autonomenFahrzeugen unterwegs sind, unseren Alltag zu großen Teilen der Digitalisierunghingegeben haben so hat sich eines nicht geändert die Radsportler dieser Welt fahrennoch immer auf 2 Rädern und immer noch von Muskelkraft betrieben, wenn auch esschon viele Betrugsversuche gegeben hat, aber Gott sie dank wurden sie allevereitelt, die Tachos sind zwar halbe Computer und Rechenmaschinen geworden,aber den Hauptanteil muss immer noch der Mensch machen.

      Ich selbst habe mich lange aus dem Radsport zurückgezogenund habe die letzten Jahre gewidmet um dieses Buch zusammenzuschreiben. Aberdie Faszination Radsport hat vor einigen Jahren einen neuen Aufschwungbekommen, als die Menschheit begriff, dass sie nur noch Handlanger war, ob esim Auto war das sie von A nach B brachte oder im Zug, der wie sollte es anderssein, seine fest programmierten Strecken hatte. Selbst Geschäfte oder Bankenwurden zunehmend seelenloser und so begannen die Leute, die anfangs den neuenWohlstand genossen oder von bitterer Armut getrieben waren sich neue Optionenzu erarbeiten in denen sie noch selbst entscheiden können, ohne dass sie einComputer in letzter Instanz überstimmte.


      Und eine dieser zahlreichen Dinge war der Radsport hierdienten Computer nur zur Analyse und mittlerweile auf den Mikrometer genaueSiegerfeststellungen und hier möchte ich über einen ganz speziellen Sportlerschreiben, weder bin ich es, noch ist es mein Bruder, auch wenn ich hin undwieder mal unsere Ergebnisse und Erlebnisse mit einstreuen werde, aber da wirquasi Augenzeugen des ganzen waren haben wir nochmal einen ganz anderen Blickdrauf, als es die Zuschauer hinter den TVs hatten. Aber seht selbst ....

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    • Einleitung


      Wie eingangs bereits erwähnt war ich auch Radsportler und ich würde sagen kein ganz unerfolgreicher:

      zu meinen Erfolgen zählen:

      • 2x Mailand San Remo
      • 1x Lüttich Bastogne Lüttich
      • 1x Vuelta a Espana
      • 2x Tour de Suisse
      • 1x Dauphine
      • 1x Top 10 Paris Robaix
      • 2x Deutschland Tour (2048 wiedereingeführt)
      • 1x Tour de Columbia (2050 entstanden -> Berg über Berg)

      mein Bruder war der bessere von uns beiden oder vielleicht hatte er auch einfach ein bisschen mehr Glück, man weiß es nicht ...

      • 3x Tour de Suisse
      • 2x Dauphine
      • 2x Tour de France
      • 3x Vuelta
      • 2x Giro di Italia
      • 2x Deutschland Tour
      • 3x Tour de Columbia
      • 2x Paris Nizza
      • 2x Die Zeitfahrmeisterschaft (Seit 2039 im Programm, eine Serie aus 9 Einzelzeitfahren mit einem abschließenden Teamzeitfahren) und einem abschließenden Massenstart und Ehrenfahrt ins Ziel.)


      Wir schreiben das Jahr 2040 mein erstes Jahr als Profi, die ganzen ehemaligen Regularien und Bestimmungen wurden aufgehoben, Übersetzungsbeschränkungen bei der Jugend, Gewichtsminimum geregelt durch die UCI, diese wurde 2032 aufgehoben, nachdem man auch bei den Funktionären erkannte, dass 6,8kg nicht mehr Zeitgemäß waren, da selbst ein durchschnittliches Tourenrad diese magische Grenze unterschritt, heutzutage sind wir auf Rädern unterwegs zwischen 3,5 und 4,5kg es würde auch leichter gehen, aber aus Gründen der Sicherheit geht keiner tiefer, nur eines hat man gleich gelassen, die Größe der Räder musste gleich bleiben als Zeitfahrräder wie sie einst Radlegende Ullrich fuhr waren noch immer nicht gestattet.

      Um das Jahr 2020 hatten Wettskandale den Radsport heimgesucht, doch auch diese überstand er erfolgreich.

      Wo wir gerade bei Legende sind 2040 gab es folgende Fahrer die das Maß der Dinge waren, wenn man in die Geschichte eingehen wollte.


      Die Etappenfahrer
      • die ewigen Legenden - >Eddy Merckx, Miguel Indurain, Jaques Anquetil, Bernard Hinault, Alfredo Binda, Fausto Coppi, Laurent Fignon, Greg LeMond
      • Alberto Contador (ESP) 5x Tour und der Rekord von allen 3 großen Rundfahrten in seinem vorletzten Profi Jahr hatte wohl keiner mehr für möglich gehalten
      • Chino Franco (COL) der "Merckxinator" seine einzige Begierde schien es zu sein alle Rekorde von Merckx zu schlagen, schneller weiter höher, das war alles was ihn interessierte Freunde fand er im Radsport keine wirklich dafür hatte er den ultimativen Killerinstinkt, wenn einer den hauch eine Schwäche hatte, Chino erkannte sie und attackierte, auch wenn er nur einige Merckx Rekorde brechen konnte aber zumindest konnte er an einigen Stelle aufschließen, so bei allen 3 Rundfahrten, im Fahrerfeld erzeugte er eher Angst, er war der unangefochtene Star seiner Zeit, im Alter von 27 Jahren bei der Vorbereitung auf seinen 6 Toursieg platze ihm bei der Tour de Suisse der Vorderreifen in der Abfahrt, er konnte es nicht mehr abfangen und stürzte einen Abhang herunter in eine Schlucht, es war ein wunder das er überlebte 6 Jahre später kehrte er zum Radsport Zirkus zurück, so wie er gegangen war kam er zurück er wollte alles haben was er anging, doch die Jahre und der fast Tod hatten Spuren hinterlassen, er konnte kleine Siege erringen, zum 7x ging er an den Start der Tour, doch das Ziel erreichte er unter ferner liefen, Platz 43 das war keiner der ihn zufriedenstellte als Kapitän gestartet, als Kapitän angekommen, doch das Ergebnis wollte er nicht hinnehmen also trainierte er eifrig, man sah ihn kaum bei Rennen die übliche Vorbereitung über Cyclista Catalunya, Paris Nizza, Tour de Suisse verlief gut, er zeigte mit einem guten 10 Platz, dass er wieder zu den besten gehörte.
      • Die Tour startete und er fuhr gut, das erste Zeitfahren beendete er als 3. mit seiner Mannschaft und kam er auf Rang 1, sein Edelhelfer Roberto Cincelli half ihm über die Vogesen nicht ein einziges Mal hatte er den Anschluss zu den Favoriten verloren, im Feld stieg die Angst um einen erneut unschlagbaren Chino, doch als es in die Alpen ging stand es nicht mehr so gut um ihn, die Favoriten um Sylvio Esperanza, Markus Meier, Tom VanLeupen ließen ihn mühelos hinter sich, schon nach 2 Bergetappen war er nur noch 11. im Gesamtklassement, den er halten konnte, als es jedoch in Pyrenaen ging und die erste Bergetappe wieder nicht so gut ausging sprach die sportliche Leitung von Alstom einen offiziellen Führungswechsel aus, Roberto Cinelli sollte nun der Kapitän sein, 2 Etappen fuhr Chino hinterher, von einer wirklichen Hilfe kann nicht die Rede sein, auf der 3 Etappe versteuerte er sich, wieder in einer Abfahrt, er stürzte über die Leitplanke wieder in die Tiefe und verstarb augenblicklich, bis heute wird gemunkelt ob es Absicht war und er mit der Situation die 2. Geige zu spielen nicht klar kam, dass er noch nie musste und tat.
      • Lorenzo Moser (SWI) nach der Ära Franco, war er der Dominator in den Bergen, 2 komplette Tour de France Jahre gewann er jede Bergetappe und zeigte seinen Konkurrenten auch klar, dass er der stärkste war, für den Toursieg reichte es aber nie, über 5min bei einem Einzelzeitfahren zu verlieren war einfach zu viel.

      Die Sprinter
      • Zabel (7x grün), Cavendish, Sagan (4x grün), Kittel, Cipollini, Hushovd, Freire. Petacchi, Boonen, Degenkolb (6x grün) waren die Legenden der Vergangenheit
      • Sebastian Haug (AUT) er mied die Elite der Sprinter in den Sommermonaten der Tour, Giro und Vuelta, dafür düpierte er die Konkurrenz bei den kleineren Rennen im Frühjahr, wenn die Stars noch in Form kamen und im Winter, wenn sie bereits die Beine hochlegten, er setzte sich zwar nie im Showdown gegen die wahren Größen im Zenit ihrer Form durch, doch dafür holte er sich die meisten Siege innerhalb einer Saison die je ein Fahrer geholt hatte.
      • Steven Baerts (BEL) er war der Mann der Tour 6 Jahre in Folge holte er das grüne Trikot und auch an dem 7x zweifelte keiner, doch bei seiner 7 Tour war er einfach nicht mehr der Dominator der vergangenen Jahre und musste sich der Konkurrenz geschlagen geben, seither hat er es noch 3x probiert, doch seine Zeit war abgelaufen, aber er hat 6 Jahre ganz klar dominiert und somit bleibt der Rekord von Erik Zabel mit 7 grünen Trikots weiterhin bestehen. Er hält aber den neuen Tour Rekord mit 49 Siegen

      Die Hügelklassiker
      • Nach Sagan, Valverde, Rebellin, Gilbert und Konsorten gab es zwar viele vielsprechende Fahrer, aber keiner der seine Zeit dominieren konnte bis auf
      • James Brown (GBR) der kontinuierliche genannt gewann 2 komplette Jahre hintereinander alle Hügelklassiker, danach hörte man nie wieder etwas von ihm


      Die Nordklassiker
      • Boonen, VanPetegem, Cancellara, Sagan, Hincapie, Boasson Hagen waren die Stars von einst
      • Robert Maier (DEU) er überzeugte mit 4x Paris Roubaix, 2x Gent Wevelgem 3x E3 Harelbeke 1x Flandernrundfahrt, damit war er der absolute Star der Neuzeit, aber für die Stars wie Boonen und Cancellara reicht es dennoch nicht.
      • Peter Visser (NED) 3x Roubaix, 3x Wevelgem waren seine Erfolge



      Die Nordklassiker
      • Boonen, VanPetegem, Cancellara, Sagan, Hincapie, Boasson Hagen waren die Stars von einst
      • Robert Maier (DEU) er überzeugte mit 4x Paris Roubaix, 2x Gent Wevelgem 3x E3 Harelbeke 1x Flandernrundfahrt, damit war er der absolute Star der Neuzeit, aber für die Stars wie Boonen und Cancellara reicht es dennoch nicht.
      • Peter Visser (NED) 3x Roubaix, 3x Wevelgem waren seine Erfolge



      Die Weltmeister
      • Cancellara (SWI) konnte noch einen draufsetzen, womit keiner mehr gerechnet hatte und holte sich im Jahre 2015 den 5. Weltmeistertitel, dieser Meilenstein sollte lange Bestand haben
      • Tony Martin (DEU) wahrscheinlich Deutschlands bester Zeitfahrer aller Zeiten auch er holte 5x den Weltmeister Titel im Zeitfahren und 1x auf der Straße, aber nicht im selben Jahr, sowie 3x das olympische Gold im Zeitfahren.
      • Peter Sagan (SLO) einer der wertvollsten Fahrer seinerzeit, da er so flexibel wie kaum ein anderer war gewann 3x Straße
      • Danny Dekker (NED) Neffe des Niederländers Thomas Dekker schlug eine andere Richtung ein und Gewann wie Peter Sagan 3x Straße

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    • Kapitel 1
      Die ersten Jahre des Sprösslings

      Nun da ich Ihnen die Lage in den letzten Jahren vor Beginn der Ereignisse etwas beschrieben habe möchte ich nun sagen um welchen Fahrer es sich handelt, den sie hier näher kennen lernen sollen.

      Ich rede hier von Andre Beckert, jeder der die letzten Jahrzehnte Radsport verfolgt hat sollte diesen Namen nicht nur gehört haben, sondern auch wissen zuzuordnen. Ein Name der viele Emotionen wecken kann, ein Name der Zweifel regt, ein Name der Leidenschaft offenbart, ein Name der den Umschwung brachte, ein Name der viele Gedanken zulässt, welchen sei davon haben - entscheiden Sie es selbst.

      ---

      Es waren leider traurige und harte Zeiten in denen Andre Beckert ein Kind einer kleinen eher ärmlichen Familie in den ausgesonderten Stadtteilen Frankfurts dort wo keiner freiwillig hinziehen wollte aufwuchs. Aber wenn man nicht die großen Einkünfte oder Beziehungen hatte blieb einem in von Bürgerkriegen geplagten Deutschland nichts anderes übrig. Hier in Frankfurt, was einst die Hochburg der Banken und Versicherungen war auch das Mainhatten genannt, war es besonders hart, all der Lastwechsel immer größer wurde der Unterschied von arm und reich, während die einen immer mehr gebuckelt haben und immer weniger bekommen haben, arbeiteten die anderen in den Hochhäusern dieser Stadt und entschieden über Recht und Unrecht derer die dort unten diese Paläste in die Luft zogen, genau jene die eh fast nichts hatten und machten damit die Lage nur noch schlimmer. Doch es kam der 12.06.2025, an dem Tag an dem das Volk aufbegehrte, trotz aller Massenüberwachung Analysen konnte es nicht verhindert werden. Die politischen Standorte dieses Landes wurden gestürmt, die Polizei war längst entmachtet, außerdem traf es viele Beamte nicht besser, daher hielt sich der Aktionismus schwer in Grenzen, während sich zunächst Politiker in Schutzräumen vor die Kamera stellten und das Volk um Vernunft baten und stärkeres eingreifen der Polizei und Sicherheitskräfte forderten um die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen, ließen sich die Leute davon nicht beeindrucken und führten ihr Vorgehen fort.

      Nur wenige Wochen hielten die regierenden Stand, da sie an allen Ecken den Haushalt so ausgespart hatten, dass die Sicherheitsorgane und zuletzt auch die Armee nicht mehr hinter ihnen Standen und auch gar nicht viel ausrichten konnten. Ganze Städte wurden in all der Wut förmlich niedergerissen die Schauplätze all der Macht, Beherrschung und Reichtum. Viele versuchten in die Schweiz oder Österreich zu flüchten, aber diese verwehrte Quasi allen den Zutritt. Einst hatte man Millionen fremden den Zutritt gewährt aber jetzt war keiner für dieses von der Zerstörung geplagte Land da, das immer ein Vorzeigeort für Qualität und Technik war und jetzt drohte am eigenen Wohlstand unterzugehen.

      Ein halbes Jahr später hatte sich eine neue Ordnung breitgemacht, es wurde wieder versucht ein politisches System zu initiieren, da aber die Angst in jedem steckte, das alte könnte wieder aufleben tat man sich schwer damit und so ging es Leuten die damals schon arm waren meist noch schlechter so auch Familie Beckert. Eine Revolution bringt auch zusätzliche Gewalt mit sich bevor eine Staatsmacht dieses wieder eindämmt so auch in diesem Viertel Raub und Einbruch gehörte hier zur Tagesordnung, man überlegte genau wann man vor die Tür ging und man nahm auf keinen Fall mehr mit als man unbedingt brauchte. Es muss eine schwere Zeit gewesen sein in Deutschland und genau in dieser Zeit wurde unser kleiner Protagonist geboren.

      Von seinen ersten Jahren dürfte er nicht viel mitbekommen haben, seine Eltern haben so gut es eben möglich war für ihn gesorgt. Er war ihr ganzer Stolz, den Kindergarten besuchte er nicht so früh wie es früher üblich war, da man um seine Sicherheit fürchtete, doch irgendwann normalisierte sich alles wieder und Deutschland begann langsam wieder aufzuleben, das war gerade die Zeit als unser kleiner Andre Beckert in die Schule musste/ging, er ging in eine ganz normale Schule seine Eltern hatten lange dafür gekämpft um ihm einen Platz in einer Schule außerhalb des Viertels zu ermöglichen.


      3 Jahre lang besuchte er die Schule, er war ein durchschnittlicher Schüler mit einem Faible für Mathematik und Logik, Religion war an Schulen abgeschafft worden, um nicht noch mehr intrakulturelle Diskrepanzen zu provozieren, Sportunterricht gab es nicht, Sport war Freizeit und Freizeit war nur etwas für wohlhabende und generell war Sport aus der Mode gekommen, da man ja zum Fahren nicht einmal mehr einen Führerschein brauchte wie 2031 dann später beschlossen wurde. Bewegung war unnötig, Bewegung war nur etwas für Leute, die die heutige Lebensqualität nicht schätzten, so zumindest der allgemeine Grundtenor. Doch es kam der Tag an dem sich alles änderte.

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    • Der Alptraum

      „Es war ein heißer Sommertag, jeder Meter den ich mehr gehen musste als nötig brachte mich zum Schwitzen, die Hitze war erdrückend noch zumal unter der Last die wir immer mitschleppen mussten. Da ich keiner derer war, die alles in digitalisierter Form aufschreiben konnten, dafür fehlte uns einfach das Geld.

      Ich habe heute 2 Klausuren zurückbekommen und beide mit Bestnote in der Tasche dabei, ich war stolz wie Bolle, endlich konnte ich beweisen, dass aus mir trotz niederer Bildungsriege doch noch jemand werden konnte, wie es meine Eltern immer sagten und mich versuchten zu motivieren, damit es mir einmal besser geht als Ihnen (uns). Das einzig blöde daran war es in der Schule selber, dort war ich der „Bauer“ einer aus dem Ghetto und dann auch noch einer der Bestnoten schreibt obwohl der nichts kann, das man sich damit nicht beliebt machte, brauche ich sicher niemandem zu erzählen….



      Doch als ich kurz vor unserer kleinen Mietkaschemme war, bot sich mir ein Schauspiel das ich nie wieder vergessen werde, ich sah meine Mutter auf der Wiese liegen rücklings mit dem Blick Richtung Himmel, ich hörte meinen Vater schreien 'das könnt ihr vergessen ihr Gauner' und dann hörte ich einen lauten Knall und er schrie nochmal und fiel zu Boden, wie erstarrt und gelähmt blickte ich in die Richtung und blieb stehen, tausend Gedanken rannten mir durch den Kopf in einem Miniaturgedanken wollte ich hinrennen und helfen, doch dann ergriff mich wieder mein Verstand und ich reagierte schnell, ich schleuderte meine Tasche in die Hecke und rannte weg so schnell ich konnte, ich hörte einen der Männer schreien, 'der kleine schnapp‘ ihn dir', ich traute mich nicht umzudrehen, ich rannte und rannte bis zur nächstem Polizeistation, ich hatte keine Ahnung ob ich so schnell war oder er mir überhaupt hinterher gerannt war, jedenfalls schaffte ich es zur Polizei bevor er mich erreichte, bis heute weiß ich nicht, was an dem Tag geschehen war und vor allem warum?? ...."

      "Ich war gerade einmal 8 und schilderte alles der Polizei, die Täterbeschreibungen waren zwar sehr vage, aber das war das letzte auf was ich geachtet hatte, zuerst zweifelte man an meiner Geschichte doch die Emotionen und die Art wie ich erzählte müssen sie überzeugt haben, nicht zuletzt der Funk der ihnen von dem Vorfall berichtete, da ich sonst nur einen Verwandten hatte, der sich irgendwo in Neuseeland aufhalten sollte, sollte ich übergangsweise in ein Heim….

      Ich sah schlimme Zeiten auf mich zu kommen, doch was sollte ich machen, ich hatte jetzt niemanden mehr ….. Armut kann auch ein Segen sein waren meine letzten Gedanken bevor ich einschlief“



      Er war keine 4 Wochen in dem heim, naja das Essen war für ein heim ok, aber er war in einem der unteren Klasse, kein Wunder dort wo er her kam, Freunde konnte man dort nicht erwarten jedenfalls nicht wenn man mit der Erwartung auf der Welt war von unten nach oben zu kommen und dies nicht mit Kriminalität zu beschleunigen versuchte.

      So kam es das keine 4 Wochen später eine junge Familie durch das heim geführt und von der dortigen Leiterin persönlich begleitet wurde. Sie schauten sich genau in dem heim um, wollte man spenden?


      "Das war auch lange mein Gedanke, aber als auch ich zu ihnen sollte dachte ich anders, nur unsere immer griesgrämmige Leiterin und die Familie waren in einem Raum in den ich hinein geführt wurde, ein Stuhl und ein Tisch stand für mich bereit, ungefähr so stellte ich mir ein Gericht vor ...., keine sehr einladende Situation. ich schaute den offensichtlichen Familenvater an, ein Mann mittleren Alters mit einem sehr gepflegten Äußeren, wie ich es sonst nur von unseren Lehrern kannte, dem Kleidungsstil zu urteilen kam er nicht aus dem gleichen Viertel wie ich, seine Frau schmiegte sich dazu passend ins Bild, allerdings versuchte sie so lässig wie möglich auszusehen, die Tochter, war knapp älter als ich, auch wenn sie versuchte nicht genervt auszusehen konnte sie es nicht ganz unterdrücken,und dennoch war sie irgendwie interessiert! Nun sollte ich einige Fragen beantworten die mir die junge Familie stellte, bei jeder Frage und jeder längeren Überlegungspause schaute mich unsere Leiterin an als käme jeden Moment der Henker herein, wenn ich nicht gleich was sage, zum Schluss verabschiedete man mich seitens der Familie noch recht freundlich und ich durfte wieder auf mein Zimmer gehen. Draußen wartete schon der nächste auf seinen Auftritt"


      (Wenn ihr wollt könnt ihr mal schreiben wie ihr diesen Einsatz von Zitaten findet, würde das gerne ausbauen und mit neuen Ideen erweitern)

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    • Rsverrückter schrieb:

      Ist irgendwie noch etwas verwirrend, wenn du die Erzählperspektive plötzlich wechselst, weil der Erzähler dann mit seinem Ich quasi Selbstgespräche führt. Ich bin aber trotzdem gespannt, wie es weitergeht, auch wenn die Geschichte nicht gerade leichte Kost ist.
      Danke für das kurze Feedback, ich werde versuchen das optisch wie hier zu kennzeichnen, oder den Stil noch zu ändern.

      Ja leichte kost ist es nicht, aber da ich in einem sehr fortgeschrittenen Stadium (2043) des RSM bin konnte ich mir die Freiheit herausnehmen vieles neues einzubinden was sonst nicht geht, da bei mir keiner mehr der ehemaligen Startfahrer aus Eurer DB aktiv fährt. Außerdem wollte ich eine umschweifende Story rund um den Radsport herleiten.

      Ich hoffe es bleibt für Euch spannend.
    • Meine Rennen

      Während all dieser Geschehnisse fernab meiner Heimat bestritt ich meine Jugendrennen rund um den Schweizer Kanton Zug, zu jener Zeit, war es mein Traum einmal eine Legende zu werden genauso wie Cancellara, der hier noch immer gefeiert und verehrt wird als einer der größten Radsportler aller Zeiten, der er zweifelsohne war, besonders in einem so kleinen Land wie der Schweiz, meine ersten Jugendrennen verliefen relativ unspektakulär ich würde sagen ich war ein durchschnittlicher Einsteiger mit stärken an kurzen und steilen Hügeln bis zu einer gewissen Länge, doch irgendwann kamen die guten Bergfahrer und zogen mir davon, hier hatte ich noch viel Nachholbedarf. Zu meiner Verteidigung muss ich natürlich sagen, dass viele andere, die ich als Konkurrenten hatte mit weitaus mehr Erfahrung oder Background aus den eigenen Reihen zurückgreifen konnten.

      Die Rennen selbst waren wie sollte es anders sein von Schweizern übersät gelegentlich hatten wir ein paar in den Grenzregionen wohnende zu Gast, oder aber die deutschen, die versuchten über Internationale Rennen schneller an Bekanntheit zu gewinnen um ihrem gebeutelten Land schneller entfliehen zu können, auch kamen aus keinem Land so junge Profifahrer wie aus Deutschland dieser Tage, nicht selten wurden sie aber total überschätzt oder waren wenige Jahre später ausgebrannt so auch der junge Robert Himmel der mit nur 15 Jahren bereits einen Pro Tour Vertrag bei Nestle – Bayer unterschrieb, und mit 19 Jahren sprach keiner mehr von ihm, zumindest nicht wenn es um irgendwelchen wichtigen Rennen ging und in der ProTour hatte er auch nur 3 Jahre verweilt, obwohl kaum ein Fahrer so eine dominante Jugend wie er, fuhr, aber die Jugend ist eben nicht alles, auch wenn wahrscheinlich wenige 15 jährige so viel verdienten, bis wir Ausdauersportler aber am Zenit unserer Leistungsfähigkeit angelangt sind, kann je nach Talent schon durchaus 8-14 Jahre dauern. Begünstigt wurden diese „Youngstars“ natürlich durch den Wegfall der Übersetzungsbeschränkung, ob dies der Gesundheit zuträglich war konnte zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keiner sagen. Aber vielleicht war es ein guter Weg zu mehr Transparenz und Offenheit und besser verfolgbaren Ergebnisse, den Fahrer wie die deutsche Radlegende Ullrich taten sich in der Jugend früher allgemein schwer, da die dicken Gänge eben nicht möglich waren, jedenfalls nicht in der Ebene.

      Mein Bruder schielte mit seinen 6 Jahren auch schon Richtung Radsport, obwohl vor mir keiner aus unserer Familie diesen Weg gehen wollte, schien ich eine neue Ära einzuleiten, da wir finanziell gut abgesichert waren hegte auch keiner Zweifel oder bange an meinem Ziel, denn selbst wenn ich nur einer unter vielen wäre, musste ich mir doch um nix Sorgen machen, auch wenn mir dieser Gedanke natürlich nicht behagte. Schließlich wollte ich der neue Cancellara werden!

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    • So da bin ich nun wieder zurück aus beruflichen Gründen und zuvor einem entspannten Urlaub, war hier lange lange Pause!


      Der Wandel


      "Nun wie war es dir nach den traumatischen Erlebnissen ergangen?"

      Es waren 4 Wochen vergangen, seitdem die seltsame Familie das heim besuchte, aber optisch hatte sich nichts verändert, lediglich war seit 2 Wochen, eine ganz junge neue Mitarbeiterin hinzugekommen, für mich eine sehr willkommene Abwechslung auch verstand ich mich mit Ihr sehr gut, so gut wie man das eben in meinem Alter beurteilen konnte, jedenfalls eine ganz andere Liga als unsere Helga, die augenscheinlich zum Lachen in den Keller ging. Jedenfalls habe ich sie seit meiner kurzen Zeit nur bei meiner Begrüßung im Heim nie mehr lächeln sehen, aber da tut sie es wahrscheinlich nur um nach außen einen guten Eindruck zu hinterlassen.


      Wieder einmal saß ich in unserem 2. Aufenthaltsraum und schaute mit die Bilder von den Bergen und Landschaften an, die dort aufgehängt waren an. Als ich spürte, dass sich jemand neben mich setzte, es war die neue Sophie, Sie kümmerte sich wirklich um uns, war liebevoll und bemüht Ihre Arbeit gut zu machen, auch war Sie von meinem Schicksal nicht ganz unberührt, ja vielleicht war ich etwas zu offen, jedem davon zu erzählen, aber wem sollte ich mich öffnen, ich hatte ja niemanden mehr, auch wenn Sie es zuerst nicht glauben wollte, aber ich denke entweder hat sie sich informiert oder meine Art wie ich es rüber brachte hat sie an den Selbstzweifeln zweifeln lassen. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass Sie seitdem besonders an mir interessiert war, dass es mir an nichts fehlte so gut das eben in einem heim möglich war. Vielleicht sollte sie etwas werden wie eine Vertrauensperson zu der ich eine gewisse emotionale Bindung aufbauen konnte, ich vermochte es zu dem Zeitpunkt nicht sagen, auf Jedenfalls war sie beste, die ich in den letzten Wochen kennen gelernt hatte.
      Ich spürte wie sich mich von der Seite anschaute, aber ich schaute weiter auf das Bild.


      Na Andre, was geht dir durch den Kopf, du wirkst so verträumt?

      Ich schaute Sie an und schaute zurück zu dem Bild, ich denke nur nach, diese Landschaften, wo sind die, das sieht so schön aus murmelte ich.

      Das sieht aus wie die Schweiz, aber lass uns nachschauen, Sie stand auf und nahm vorsichtig ein Bild von der Wand und schaute auf die Rückseite und laß vor, „das ist der Pilatus ein Berg über 2000m Höhe über NN, ein Bergmassiv etwas südlich von Luzern“, Sie hing das Bild wieder hin und nahm das nächste. „Der Blick von Sölden, in das Tal hinein, über die steilen Passstraßen, kaum zu glauben das sich Jahr für Jahr, hier die besten Radfahrer der Welt hoch quälen“


      Dann ging die Tür auf und unsere Leiterin Helga kam herein, zunächst sah sie nur Sophie, ach hier sind Sie, brummte sie mit ansteigendem Ton, was machen Sie mit dem Bild Frau Munzer? Sie werden im Speisesaal gebraucht, dann erblickte sie mich und Andre zu Tisch, es ist Essenszeit!

      Das hier nur als Beispiel wie unterschiedlich die beiden waren

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    • Die Veränderung

      Es vergingen weitere 2 Wochen
      Seither hatte er viel über diese Gegend auf den Bildern nachgedacht und beschlossen irgendwann möchte er auch einmal dort oben stehen und Bilder schießen als Erinnerung für Orte wo er einmal war, ja es gab diese Bilder zu tausenden im WWW, aber etwas eigenes war doch etwas ganz anderes, dachte er, während er das Buch zur Seite legte und aufstand, indem Moment ging die Tür auf, André! Soviel Glück möchte ich mal haben, packe deine Sachen und Helga warf mir 3 Kleiderbeutel ins Zimmer. 2h hast du Zeit! Dann zog sie die Tür zu.
      Andre verstand nicht so recht, was das sollte, sollte es eine Art Strafarbeit sein? Aber er hatte doch gar nichts schlimmes getan? musste er umziehen? Hoffentlich in ein besseres heim oder nur in ein anderes Zimmer? Fragen über Fragen taten sich auf, aber er tat was man ihm gesagt hatte, dennoch ging ihm die ganze Zeit die Frage durch den Kopf warum sprach Helga von Glück.

      Es war ja nicht viel was er mitgebracht hatte, aber das wenige was er hatte passte locker in die 3 Kleiderbeutel, in der Ungewissheit wo es hingehen sollte faltete er alles schön ordentlich und legte es herein, nach etwa 45min ging die Tür auf und Sophie kam rein. Hey André, schade, ich fand dich immer sehr nett, aber ich denke dort wirst du besser haben als hier! Mein ….

      Ganz verwundert schaute Andre Sie an, „besser? Also muss ich raus hier?“

      „Du weißt es noch gar nicht, also hat Helga noch nichts gesagt, bedrückt schaute sie nach unten, seit einer Woche liegt es bei uns auf dem Tisch und heute ist soweit. Hätte ich es gewusst hätte ich es dir gesagt“

      „Aber das haben Sie doch jetzt“ antwortete er, „aber wo gehe ich denn hin?“

      „Du erinnerst dich noch, es muss ca. 2 Monate her sein, es war noch bevor ich hier angefangen habe, da war eine Gastfamilie hier, diese wollte ein Kind zu sich aufnehmen bzw. adoptieren, daher wollten sie mit allen Kindern sprechen und die Wahl ist auf dich gefallen, wie mir zu Ohren gekommen ist, sind sie sehr wohlhabend, sie werden dir mehr bieten können, als es dieses Heim jemals bieten können wird, sie kam näher an mich heran, besonders unter dieser Führung, ich habe es Euch versuch so angenehm wie möglich zu machen, aber Sie ist die Chefin hier.“

      „Ich weiß, ich danke Ihnen dafür“ antwortete er, aber warum wollen sie ausgerechnet mich, einen jungen aus der ärmsten Gegend? Und was ist mit meinem Verwandten?“

      „Nunja, ich dürfte es dir eigentlich nicht sagen, aber da ich dich mag, verrate ich es dir, dein Verwandter in Australien, will dich nicht haben, da es bei ihm wohl momentan 'super' läuft, hat er keine Zeit für kleine Kinder und erst recht würde er niemals nach Deutschland zurück kommen und warum Sie gerade dich ausgewählt haben, kann ich dir nicht sagen, aber ich denke dieser Aspekt war Ihnen egal und schau dich mal an und schau die anderen an, merkst du da nicht den Unterschied, ich denke das hast du deinen Eltern zu verdanken, deine gute Erziehung macht dich zu einem guten“

      Trotz der schockierenden Nachricht musste er über die lieben Worte ein wenig lächeln. „Sophie, darf ich Sie besuchen kommen, wenn ich es darf?“

      „Na klar Andre“ sagte Sie, „du darfst es sehr gerne, ich würde mich sehr freuen, aber bitte zwinge dich nicht dazu, ich kann es verstehen, wenn du diesen Abschnitt hinter dir lassen willst, aber jetzt komm, wir gehen vor man erwartet dich bestimmt schon und wir wollen unsere Helga doch nicht provozieren oder?“

      „Nein, lieber nicht“ er stand auf und nahm 2 der Beutel, gemeinsam ging er mit Ihr zum Eingang, sie sahen ziemlich ähnlich wie das letzte mal aus, die Frau stand mit der Tochter etwas abseits an einem noblem Wagen, dessen Marke nicht genauer zu erkennen war, der Vater stand leise lächelnd davor als er mich sah wurde sein lachen immer fröhlicher, der Vater hockte sich hin und schaute aufmerksam in Andres Richtung, er jedoch zögerte und blickte sich um, Helga stand mit ein paar Unterlagen unter dem Arm und einem Tablet in der Hand nahe dem Vater, dann schaute er noch einmal zu Sophie, sie lächelte ihm zu und motivierte ihn weiter zu gehen, als Sie bei ihm angekommen waren versuchte er ihm ins Gesicht zu schauen, der Vater schmunzelte, während Sophie sagte „Guten Tag Herr Steinhart.“

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    • Ein kurzes Jugendrennen

      „Ein letztes Mal sollte es den Hirzel hochgehen, noch war eine 10-Köpfige Spitzengruppe da, Meyer, Herman, Müller, Wyss, Bucher, Frei, Germann, Lang, Reimann Mann, die Schlagzahl wurde noch einmal erhöht, Wyss an der Spitze gab ein sehr hohes Tempo vor, dem Herman und Meyer nicht mehr folgen konnten, doch dann übernahm Germann das Tempo und erhöhte noch einmal das Tempo, er schien gar nicht zu merken, wie auch Wyss und Bucher abrissen sowie wenig später Frei.

      Am Gipfel ging Germann als erster durch die Zeitnahme bevor er sich in die Abfahrt stürzte, gefolgt von Reimann, dann war einen Moment Pause Lang, Mann und Müller folgten ihm, Frei mit ein wenig Abstand, er hatte sich wieder etwas näher gekämpft die anderen 4 waren aussichtslos abgeschlagen.

      Auf der Abfahrt konnte Frei auf die 3er Gruppe auffahren, während der Abstand von Reimann auf Germann verkürzt wurde. Im Tal ging es schnell durch die Ortschaft und im Anschluss einen letzten kurzen, aber sehr steilen Hügel hoch, der Sieg wurde zwischen Germann und Reimann ausgemacht ca. 10 Sekunden trennten sie. Reimann kam immer näher, aber Germann rettete das Ding mit 6sek, um Platzt 3 ging es unterdessen mehr zur Sache, am Fuße des Hügels Attacke von Müller, es konterten alle, nachdem Müller wieder herausnahm verschärfte Lang und Frei war direkt am Hinterrad, Müller hatte etwas Mühe, doch Mann musste abreißen lassen.

      Wenig später riss auch zu Müller eine kleine Lücke, das Ziel kam immer näher zu den anderen beiden riss die Lücke weiter auf, dann verschärfte Frei noch einmal das Tempo, anfangs mühte sich Lang mit etwa einer halben Radlänge Abstand ab dran zu bleiben, aber dann konnte auch er dieser starken Attacke nicht mehr folgen und Frei sicherte sich somit den 3 Platz.“

      „Klasse mein Sohn“ sagte mein Vater während er die Zeitung zur Seite legte, „ein 3. Platzt das kann sich sehen lassen, und die Konkurrenz war gut. Aus dir wird bestimmt einmal ein ganz großer, Cancellara sollte sich besser schon mal warm anziehen“ scherzte er, wohl wissend von meinem Traum, „aber die Leistung war wirklich Klasse – jetzt aber auf in die Schule, die Pflicht ruft wieder!“

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    • Lang ist es her, doch nun soll es wieder mal ein bisschen weitergehen hier, bin leider viel unterwegs und nehme es mir ständig vor hier was zu schreiben, aber das ist immer leichter getan als gesagt.

      Die Veränderung 2

      „Guten Tag Frau“ … „Munzer“ sagte sie schnell, „es ist mir eine Ehre“

      Schnell schritt Helga ein, „Herr Steinhart, ich bitte sie mir diese Unterlagen zu unterschreiben, 2x hier und 1x da“ und sie deutete dabei auf das Tablet.

      Gute Frau Neumers, „jetzt lassen Sie dem Kind doch erst mal ein bisschen Ruhe, wir sind hier auf keiner Versteigerung“ etwas gereizt wendet er sich ohne ein weiteres Wort von Ihr ab und schaute den kleinen Andre wieder an. Frau Neumers Schritt wieder neben die beiden unbekannten Herrschaften. Du hast wahrscheinlich schon alles gehört, wir wollen dich in unsere Familie mit aufnehmen, ich denke bei uns könnte es dir ganz gut gehen, jedenfalls besser als hier, dabei schielte er zur Leiterin.

      Andre blickte gleichgültig drein, er schaute noch einmal zu Helga, dann zu Sophie, auch diese bückte sich, „komm mal her mein Kleiner, dabei umarmte Sie mich, ich weiß, dass sie nie deine Eltern werden ersetzen können, aber ich denke Sie werden ihr Bestes tun um die Besten Ersatzeltern zu sein, die du dir vorstellen kannst, dann machte Sie ihre Tasche auf, nahm ein großes glanzvolles Papier heraus, rollte es zusammen und steckte es in den leersten der 3 Kleiderbeutel, schau es dir zu Hause an, ich hoffe es erinnert dich ein wenig und vielleicht wird es ja auch schon bald Realität. Und wie gesagt, wenn du mich besuchen willst, kannst du das gerne tun, aber es ist kein Muss“ lächelte Sie - „aber nur zwischen 10 und 17 Uhr“ kam es plump von der Seite herüber. Alle älteren blickten respektlos Richtung Frau Neumers „Ganz gewiss Frau Neumers, wir werden Sie auf keinen Fall unaufgefordert stören, sagte er ihr direkt und erhob sich dabei und nun geben sie schon die Unterlagen.

      Schnell unterschrieb er an allen ihm genannten Stellen, „davon will ich eine Kopie, sagte er schroff“ Woraufhin Frau Neumers ins Innere ging.

      Von den beiden unbekannten Herrschaften Schritt nun eine Dame nach vorne und sagte „Herr Steinhart, Ihre Räumlichkeiten haben wir uns ja schon angesehen, daher besteht von unserer Seite kein Zweifel, ich denke es kann nur besser werden als das hier“, voller Unverständnis schüttelte sie den Kopf., schnell tauschten auch Sie noch ein paar Unterschriften aus
      Er hatte keine Ahnung was sie meinen Könnte

      Nun wandte er sich Sophie zu, Frau Munzer, „ich danke Ihnen für Ihr Einfühlvermögen“, an Andre gewandt „deine Betreuerin hat natürlich Recht, wir werden niemals deine echten Eltern ersetzten können, aber wir werden unser Bestes geben gute abzugeben“

      Mit diesen Worten ging seine Tochter auf die Tür zu und öffnete sie ihrem neuen Zuwachs und lächelte auch freundlich, genauso wie nun die Mutter, die etwas erleichtert aussah.

      Noch ein letztes Mal, tätschelte Sophie Andre über den Kopf bevor sie sich nach drinnen begab und eine schöne Zeit zurief.

      Inzwischen kehrte Frau Neumers zurück und übergab die Kopien und begab sich auch so schnell wie möglich wieder nach drinnen.

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    • Eine Fahrt ins Unbekannte

      Die Autofahrt verlief sehr unspektakulär, auch wenn es für Andre verwunderlich war, dass in dem Auto zwar alles da war, Schalthebel, Gas, Lenkrad, aber anfassen tat es der Vater nie.

      Auf der Fahrt nach Hause versuchten Sie ihn in ein Gespräch zu verwickeln, aber so mit völlig fremden in einem Auto war schon ein komisches Gefühl und so richtig konnte er auch nichts sagen, noch zumal, da er eh noch nie ein redseliger war.

      „Andre, ich bin der Günther, hier vorne neben mir sitzt meine bezaubernde Frau Ilsa und neben dir unser Stolz Agneta“ unterbrach der Vater die versuche mich zu unterhalten.
      „erzähl doch mal, wie erging es dir dort drin, bei der Abholung das sah ja alles andere als vorzüglich aus, bis auf diese Frau Munzer, die war doch ganz mütterlich, was hat sie dir denn gegeben?“

      „Ich weiß es nicht, was Sophie mir gegeben hat, aber es muss irgendetwas Schönes sein“
      „Und ja, es war nicht schön, irgendwie bin ich froh, aber es ist so viel neues ich kenne Euch alle nicht, ich weiß nicht wo es hingeht.“

      „Das denke ich doch auch, sie wirkte sehr nett, aber wir verstehen dich doch, klar ist es für dich alles neu, aber zumindest wo es hingeht kann ich dich beruhigen in ca. 15minuten wirst du sehen, wo es hingeht“ sagte er leicht lachend „aber das meinst du vermutlich nicht.“

      „nicht so richtig“ sagte er noch bevor er wieder aus dem Fenster schaute und zusah wie die Gegend etwas ländlicher wurde und wir uns langsam nach oben schraubten, immer wieder schielte er zu Agneta, diese versuchte immer zurück zu lächeln, aber was sollte er sagen.

      Nach einer Weile wurden wir langsamer gefühlt mussten wir einiges über Frankfurt sein und bogen noch ein paar Mal in Seitenstraßen ab. Doch dann kam ein Haus zum Vorschein, wie er es nur aus dem Fernsehen kannte und ausgerechnet davor hielten wir an.

      „So da wären wir“ rief Günther, wie von Geisterhand glitt das massive Tor zur Seite und wir fuhren durch. Noch ganz überwältigt von der schieren Größe des Hauses und Grünstücks, hatte er völlig vergessen, dass er in der Fremde war. Wir gingen hinein und von innen war alles genauso groß, wie es von außen aussah, es war vornehm mit angenehmem Stil eingerichtet, aber kein bisschen prollig.

      „Nun komm Andre, ich zeige dir dein Zimmer, aber fühl dich frei und schau dich um, aber lass dich von der Größe nicht blenden, im Grunde genommen sind wir nichts Anderes als Ihr es auch einst wart, auch nur Menschen mit Herz und Verstand, wir hatte nur das Glück die Krise anders überlebt zu haben.“

      Ich wurde durch dieses gigantische Haus geführt, da hätte unsere gesamte Wohnung 20x reingepasst, womit man sich sowas verdienen konnte hatte ich keine Ahnung, es lag weit außer meiner Vorstellungskraft, ich kannte nur das ärmliche Leben.

      Es waren zwar alle nett zu mir, aber wirklich wohl fühlte ich mich nicht unter all dem Luxus“ ich hatte auch ein neues Zimmer bekommen, welches schon spartanisch eingerichtet war, da die Familie darauf warten wollte, was ich den wirklich möchte und das stand für nächste Woche auf der Tagesordnung hier ganz oben, aber erst einmal legte ich mich nach diesem verändernden Tag schlafen und dachte mir, es geht mir zwar hier sicher besser, aber ob Sie eine Familie darstellen können, wie sie ein Junge aus Armut verstehen kann, muss sich noch zeigen“

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    • Rsverrückter schrieb:

      @Gipfelstürmer
      Cool, dass du weiterschreibst. Ich bin auch gerade erst so richtig zum Lesen gekommen. Bitte gerne mehr von Andre und seinen Geschichten...
      Danke für die Rückmeldung, freut mich dass es gefällt, ich hoffe die Schreibfehler waren nicht arg so schlimm, musste in letzter Zeit einige bereinigen, ich werde versuchen in Zukunft direkte bessere Qualität abzuliefern. Aber freut mich, dass es gefällt oder zumindest Spannung aufbaut, leider kann es nicht immer ganz kontinuierlich weitergehen, da ich sehr unrhythmisch arbeite und oft lang weg bin, ich versuche aber eine einigermaßen sinnvolle Regelmäßigkeit reinzukriegen!
    • Der erste Tag bei der neuen "Familie"

      Als Andre aufwachte schaute er sich um, das Zimmer sah noch immer genauso karg aus, wie am Abend als er sich zu Bett gelegt hatte, in der Zimmerecke stand noch immer sein Beutel mit seinen Sachen, aus denen er sich ein paar Schlafsachen gezogen hatte und oben ragte die Rolle heraus, die Sophie hereingelegt hatte.

      Er schlug die Bettdecke zur Seite und war voller Tatendrang, aber was sollte er hier eigentlich tun, also schritt Andre zum Fenster und schaute hinaus, die Sonne strahlte hinein und wärmte sein Gesicht. Von hieraus hatte man einen wunderbaren Blick nach Frankfurt hinein, dort irgendwo hatte er gestern noch genächtigt und heute war er hier und schaute drauf hinab, als er sich diesen Gedanken noch einmal durch den Kopf gehen ließ, kam er sich selbst schon ganz eingebildet vor, also verwarf er es ganz schnell wieder und ging zu seinem Beutel um die Papierrolle herauszunehmen, er wollte endlich wissen was es war.

      In dem Moment ging die Tür auf und Agneta stand in der Tür, mit ihrem langen blonden Haar und der Position in der Sie stand + dem Sonneneinfall, wirkte es engelsgleich, dennoch lächelte Sie verschmitzt, „na Langschläfer, auch schon aktiv? Mach dich fertig, wir warten unten auf dich.“ Ohne ein weiteres Wort schlich sie davon, blickte nur über die Schulter zurück, wie alt mochte Sie wohl sein, ging es ihm durch den Kopf.

      Also zog er sich schnell um und ging ins Bad, wie sollte es anders sein, war hier alles in feinstem Marmor ausgestattet, es machte definitiv was her, aber ob er sich damit auf Dauer abfinden konnte in diesem Prunk, so richtig war es nicht seine Welt. Nach einigen Minuten frischem Wasser im Gesicht, einer neu gerichteten Frisur und neuer Kleidung, ging es nach unten, durch die großen Fenster war alles schön erleuchtet, von Innen sah man den gepflasterten Hof mit dem Brunnen und an dem großen Tisch saß Agneta links, an der Stirnseite der Vater und auf der rechten Seite die Mutter, als er entdeckt wurde stand Ilsa auf und entgegnete freudestrahlend, „Andre wie geht es dir, hast du gut geschlafen?“

      Andre murmelte nur „Ja, kann mich nicht beschweren“ und versuchte das lächeln zu erwidern. Während Günther die Zeitung herunternahm, „guten Morgen, wir haben heute am Samstag viel mit dir vor, grinste er, also solltest du ausgeruht sein, aber iss erstmal ordentlich nur wer viel isst kann auch groß und stark werden“

      Wie er diesen Spruch liebte, noch ‚nie‘ hatte er diesen im Pflegeheim oder sonst wo gehört, aber scheinbar ist man in wohlhabenden Kreisen bei den Sprüchen kein Stück kreativer als bei uns einst im Ghetto. Dennoch setzte sich Andre und nahm schaute in den Brotkorb. Croissants, Brötchen etc. er nahm sich ein Croissant und dann ein Brötchen und begann zu essen unterdessen wurde er von den anderen beiden Damen am Tisch beobachtet, der Vater unterdessen lass weiter seine Zeitung.

      Lange Zeit des Schweigens und des Beobachtens wurde praktiziert, bis Andre das Wort ergriff und fragte, „was machen wir heute zum Samstag eigentlich?“

      Der Vater nahm die Zeitung herab, faltete sie fein säuberlich zusammen und legte sie neben den leeren Teller. „Nun Andre, also zunächst einmal wollen wir dein Zimmer einrichten und zwar so wie es dir gefällt, dann brauchst du ein Fahrrad um in die Schule zu kommen, wenn es von der Zeit her passt, nehmen wir dich zwar gerne mit, aber nicht immer wird es diese Möglichkeit geben. Agneta kennt den Weg und kann ihn dir zeigen. Und dann brauchst du noch ein paar mehr Kleidungsstücke, ich will dir nicht zu nahe treten, aber ein paar von denen sind schon sehr abgenutzt und evtl. auch etwas klein geworden, das werden wir aber ändern. Mehr steht für heute eigentlich gar nicht auf dem Programm!“

      Wow, ein Fahrrad, dachte Andre, er erinnerte sich noch an jene Zeit in der Schule ein paar der ‚kriminelleren‘ hatten ab und zu mal ein paar gestohlene Rostlauben, aber ein echtes Fahrrad war Andre noch nie gefahren, einerseits fehlte das Geld, außerdem wäre es eh nicht lange seines gewesen. Über die Kleidung war er zwar nicht gerade begeistert, aber irgendwie hatten sie doch Recht, solange er danach nicht mit so einer blöden Schuluniform herumlaufen musste.