Rodriguez siegt und fährt in Rosa, Klassement bleibt aber weitgehend unverändert

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  • Rodriguez siegt und fährt in Rosa, Klassement bleibt aber weitgehend unverändert


    Foto: letour.fr

    Joaquin Rodriguez hat die zehnte Etappe des Giro d'Italia gewonnen und sich damit auch das Maglia Rosa gesichert. Der Spanier aus der Katusha-Mannschaft bewies dabei einmal mehr, dass er an kurzen Anstiegen kaum zu bezwingen ist.

    Pozzato steigt vom Rad

    Schon vor dem Start gab es eine prominente Aufgabe: Der gestern im Finale der Etappe gestürzte Pozzato konnte mit Kahnbeinbruch nicht mehr auf das Rad steigen. Alle anderen Fahrer konnten glücklicherweise den Abschnitt in Angriff nehmen.
    Der größte Teil der 186 Kilometer langen Etappe von Civitavecchia nach Assisi wurde von einer fünfköpfigen Spitzengruppe um Matthias Brändle aus dem NetApp-Team bestimmt, die sich bereits nach wenigen Kilometern gelöst hatte. Das Feld unter der Regie von Garmin und vor allem Katusha hatte jedoch zu jedem Zeitpunkt alles unter Kontrolle. Das russische Team offenbarte damit bereits zeitig seine Ambitionen, Joaquin Rodriguez nach dem erfolglosen Versuch des gestrigen Tages heute in das Leadertrikot zu fahren.
    Gut 30 Kilometer vor dem Ziel war es der Niederländer Stef Clement, der mit einer Attacke das Finale einläutete. Der Zeitfahrspezialist fuhr nach und nach die inzwischen auseinandergefallene Spitzengruppe auf. Noch vor dem Beginn der zweiteiligen Schlusssteigung wurden jedoch alle Angreifer wieder eingeholt. In der Folge blieb das Tempo enorm hoch, denn jedes Team wollte seinen Kapitän für die engen Straßen im Finale in eine optimale Ausgangsposition bringen.

    Favoriten bleiben lange in der Defensive

    Im ersten, steileren Teil der Schlusssteigung agierten die Favoriten noch zurückhaltend. Zunächst war es der Italiener Colbrelli von Colnago - CSF Inox, der sich von der Gruppe lösen konnte, aber er wurde ebenso rasch wieder eingeholt wie Tomas Vaitkus von Greenedge und Tom Jelte Slagter von Rabobank, die ebenfalls Attacken lancierten. Geschlossen ging es somit in die in der Mitte der Steigung gelegene Abfahrt. Das Tempo fiel kurze Zeit zusammen, was Rigoberto Uran zu einem Angriff nutzte. John Gadret war als einziger wachsam und folgte dem Kolumbianer von Sky. Hinten musste Rodriguez seinen letzten Helfer Daniel Moreno vor die Gruppe spannen, der die beiden Angreifer zu Beginn der Gegensteigung stellte.

    Rodriguez auf dem letzten Kilometer nicht zu schlagen

    Der Italiener Paolo Tiralongo startete den nächsten Versuch, blieb aber heute erfolglos. Stattdessen war es erneut Slagter, der mit seinem zweiten Vorstoß für die entscheidende Selektion sorgte: Nur noch Rodriguez und etwas überraschend Huzarski aus der NetApp-Mannschaft konnten dem jungen Niederländer folgen. Auf den folgenden flacheren Metern blieb damit nur noch die Frage, wann Rodriguez zum entscheidenden Angriff gegen seine sprintschwächeren und deutlich unbekannteren Kontrahenten ausholen würde. 300 Meter vor dem Ziel zog der Spanier schließlich unwiderstehlich zum Etappensieg davon. Huzarski rettete sich als starker Zweiter noch vor dem italienischen Meister Giovanni Visconti über die Ziellinie. Dahinter führte Domenico Pozzovivo mit sechs Sekunden Rückstand die erste größere Gruppe über die Ziellinie, in der sich mit Ausnahme von Damiano Cunego (+0:12), José Rujano (+0:15) und Frank Schleck (+0:27) alle Favoriten auf den Gesamtsieg befanden.

    Rodriguez neuer Mann in Rosa

    Der Spanier Rodriguez verdrängte durch die Zeitbonifikationen, die er durch seinen Sieg erhielt, den bisherigen Leader Hesjedal aus der Spitzenposition. Dieser ist nun mit 17 Sekunden Rückstand Zweiter der Gesamtwertung vor Paolo Tiralongo mit 37 Sekunden Rückstand und dessen Teamkollegen Kreuziger, der nun 52 Sekunden zurückliegt.

    Ergebnis:
    1 Rodriguez (KAT) 4:25:05
    2 Huzarski (APP) +0:02
    3 Visconti (MOV) +0:02
    4 Pozzovivo (COG) +0:06
    5 Gadret (ALM) +0:06
    6 Hesjedal (GRM) +0:06
    7 Slagter (RAB) +0:06
    8 Cataldo (OPQ) +0:06
    9 Kreuziger (AST) +0:06
    10 Uran (SKY) +0:06

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