Der offizielle Doping Diskussionsthread

  • Der arme Lance. Isch hab so Mitleid :'(


    Erschütterndes Geständnis von Armstrong
    https://de.eurosport.yahoo.com…trong-070939708--spt.html



    Zitat

    "Ich muss ein Buch schreiben, und das muss sehr intensiv und transparent sein", sagte Armstrong: "Je früher, desto besser. Es muss das richtige Buch sein, mit dem richtigen Tonfall - komplett ohne Bullshit."



    Ist das jetzt der neue Marcel Reich-Raniki oder was? :icon_confused:

  • :icon_facepalm: Oh Mann...bitte Lance, lass es einfach gut sein.


    (Wenn er das Bedürfnis hat, ein Buch zu schreiben bzw. noch irgendetwas zum Radsport beizutragen, dann sollte er sich bitte nicht darum kümmern, welchen Tonfall er benutzt, sondern welche Fakten und Inhalte er liefert. Da ich ihm das nicht zutraue, soll er doch bitte in Austin "chillen", sich eine Hütte in Alaska kaufen oder mit seiner Familie auf eine Farm nach Bolivien ziehen...aber uns bitte endlich in Ruhe lassen.)

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  • Am Samstag findet in South Carolina das Gran Fondo Hincapie statt. Das ist ein Event bei dem Radfahrer, ehemalige wie aktuelle mit George Hincapie auf den Straßen fuhr, auf denen auch Hincapie selbst immer für die Rennen trainierte. Nach der Ausfahrt wird es im Hotel Domestique Musik und Versorgung für die ganze Familie geben. Nun, was hat das mit Doping zu tun und warum diese ganzen Informationen? Auf der Liste der geladenen Gäste steht ein gewisser Lance Armstrong. Und da das Event auf Grund seiner Größe zur Kategorie F zählt (Fun ride or Tour) und damit Angelegenheit des Radsportverbands. Heißt de facto: Armstrong ist nicht erlaubt teilzunehmen.


    Das hat jetzt in den USA zu Diskussionen geführt darüber, ob die Strafe in der Art wirklich sinnvoll ist und überdies angebracht. In meinen Augen verfehlt die Strafe in der Größenordnung ihr Ziel. Es ist ja nicht ein Mal ein Rennen, sondern eher ein Familienevent... Die USADA hat nun begonnen, zu untersuchen inwiefern man die Strafe lockern könnte. Was ist eure Meinung zu dem Thema? Sollte Armstrong die Möglichkeit haben, bei solchen Touren oder Events teilzunehmen?


    Hier die Quellen:
    http://www.cyclingweekly.co.uk…incapie-gran-fondo-141082
    http://www.cyclingweekly.co.uk…ostal-service-team-140860
    http://www.granfondohincapie.com/

  • Also ganz ehrlich, wen interessiert es, ob Lance bei einem Rennen der Kategorie F startet oder nicht. Mir persönlich ist das total egal. Wenn man allerdings konsequent ist, lässt man ihn dort nicht starten. Er kann ja schließlich jeden Tag ne Runde mit Hincapie auf seiner Hausstrecke radeln und wenn die beiden es wollen, machen sie es einfach vorher bekannt, dass sie dort zusammen ne Runde drehen und dann würden sich sicher auch ein paar Leute finden, die mitradeln.

  • http://cyclingtips.com.au/2014…am-training-camp-in-2013/
    http://cyclingtips.com.au/2014…amp-calls-on-team-to-sue/


    *Seufz*, *Kopfschütteln*, :cursing:


    https://twitter.com/ProCycling…41881713534967808/photo/1
    ;) Noch kann ich drüber lachen, auch wenn sich hier womöglich etwas anbahnt, was mir gar nicht gefällt...

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    Einmal editiert, zuletzt von Andy92 ()

  • Aber was eben auch jedes Mal wieder angesprochen wird - Radsport ist mit Sicherheit nicht schlechter als andere Sportarten! In einem Kommentar wird explizit auf die NFL verwiesen - ich würde aber wetten, dass es beim Fußball nicht anders läuft!!! Da steckt aber überall viel mehr Geld dahinter als beim Radsport, weshalb es nun mal leider nicht überall so flächendeckende Kontrollen gibt.


    "winning earns money" - der Kommentar trifft es leider ziemlich gut und deshalb wird es vermutlich leider immer Doping geben! Schade ist nur, dass der Radsport inzwischen so abgestempelt wird und die Skandale von der Allgemeinheit geradezu erwartet werden - im Fußball/NFL bspw will niemand etwas davon wissen weil zuviel Geld damit verbunden ist... Das ist leider das Los einer (vergleichsweise) kleineren Sportart (im Übrigen auch der Leichtathletik).

  • Da muss ich euch auch zustimmen.
    Auf der anderen Seite muss ich aber auch mal ganz klar sagen, dass es an unfassbarer Dämlich- und Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten ist, dass es jetzt WIEDER einen Skandal um Ferrari gibt. Wie beschränkt ist das denn?! In zwei Jahren kommt dann wieder raus, dass auch Fuentes wieder 100 Stammkunden in seiner Finka "betreut"?
    Der Vergleich ist jetzt vielleicht ein bisschen krass, aber das ist doch ungefähr so, wie wenn wir in Deutschland alle zehn Jahre rechtsradikale Regierungen hätten, alle zehn Jahre einen Holocaust verüben und alle zehn Jahre einen Weltkrieg anzetteln würden. Und jedes Mal würden wir hinterher sagen, "Oh okay, das war wirklich nicht richtig. Das sollten wir wirklich nicht mehr machen."

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  • Wenn ich die obigen Artikel richtig verstanden habe, sind es ja keine "neuen" Fälle. Das sind Sachen, die schon die Jahre davor passiert sind und man jetzt erst bzw. wieder untersucht. Generell dauert mir das allerdings viel zu lang bis dazu eine Entscheidung fällt und daraus Konsquenzen gezogen werden können. Auch die neuerlichen Dopingfälle bei Astana waren zum Teil schon ein halbes Jahr alt. Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, wieso danach so lange Zeit ins Land gehen muss, bevor man auffliegt.


    Abgesehen davon gehören zu solchen Skandalen immer mindestens zwei Leute: einer, der dopt und einer, der die Mittel beschafft und ggf. auch verabreicht. Dann gibt es noch den, der das Mittel verkauft und den, der transportiert usw... Das Umdenken im Radsport geht meiner Meinung nach einfach noch nicht weit genug. Es mag ja sein, dass viele Radsportler dem Doping abschwören, aber ich bin mir sicher, dass sie alles machen was nicht verboten ist. Vielleicht wäre es sogar besser, die Teamärzte extern zu einer Einheit zu umfassen, damit sie nicht mehr den Teams unterstehen und sie so kein Wörtchen mehr mitreden können - also so eine Art lizensierte Ärzte und vielleicht auch Trainer.

  • Ja, da hast du Recht. Das wär vielleicht echt keine schlechte Idee.
    Auch der Entwurf zum deutschen Anti-Doping-Gesetz verkennt das Problem im Sport generell. Es ist ein Gesetz, das von schwarzen Schafen, sowohl bei Sportlern wie auch bei Trainern und Ärzten ausgeht. Systematisches Doping bleibt da eher außen vor. Man hätte beispielsweise (ählich wie beim Diebstahl und Raub) eine Qualifikation zu einem höheren Strafmaß bei systematischem Doping einbauen können. Aber nun gut. Seien wir froh, dass so ein Gesetz überhaupt mal verabschiedet wird.
    Die Geschwindigkeit, mit der Dopingfälle veröffentlich werden, kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Schon beim Fall Armstrong fand ich das schwer zu verstehen. Hatten die Ermittler damals nicht schon während seiner zweiten Karriere genug Beweise, um ihn lebenslang sperren zu können? Genauso jetzt bei diesem Padua-Gedöns. Ermittlungen betreffend 2008-2012/2013, wenn ich das gerade richtig im Kopf hab. Warum eine Veröffentlichung erst im Jahr 2014/2015?! Hat man kein Interesse daran, solche System schon im Ansatz zu zerschlagen?


    Der Secret-Pro hat sich hierüber übrigens in der neuesten Ausgabe auch geäußert: http://cyclingtips.com.au/2014…na-unions-and-the-season/

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  • Er drohte offenbar öffentlich mit Selbstmord...den Test führt er auf die Einnahme von ärztlich verschriebenen testosteronhaltigen Medikamenten gegen Errektionsstörungen zurück. Die UCI war hierüber auch informiert. Er bekam für das EPO-Doping im Jahr 2013 übrigens nur eine Sperre von 18 Monaten, weil er kooperiert hat. Wie auch immer diese Kooperation aussah. Vielleicht ist er ja auch in die Padua-Sache verwickelt.


    https://de.eurosport.yahoo.com…grund-161348979--spt.html

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  • Entscheidung über Lizenzentzug: Für Doping-Team Astana wird es eng
    http://www.n-tv.de/sport/Fuer-…-eng-article14836641.html


    Zitat

    Für das Problemteam Astana um Ex-Doper Alexander Winokurow wird es eng. Eine Kommission des Radsport-Weltverbandes berät über die Aberkennung der WorldTour-Lizenz. Grund sind neue Erkenntnisse über mögliche Doping-Verstöße.


    Wäre wichtig und richtig :icon_thumbsup:


    Riis gefeuert - Winokurow vor dem Aus: Radsport entsorgt einige Doping-Altlasten
    http://www.n-tv.de/sport/Radsp…sten-article14810661.html


    Zitat

    Die Tour de France dürfte in diesem Jahr ohne die früheren Doper und umstrittenen Teamchefs Alexander Winokurow und Bjarne Riis stattfinden. Auf dem Weg zu einem besseren Image tut der Radsport etwas für die "Hygiene" im Peloton.