Der offizielle Doping Diskussionsthread

  • Habe ich auch schon von gehört. Wäre natürlich ein Ding, wenn das Nachweisbar gemacht werden könnte. Das würde große Wellen schlagen. Ich denke häufig ist das Problem, dass viele Vetreter des Sports Angst haben, dass ihr Sport durch solche Praktiken wie mit Xenon (wenn sich der Verdacht bestätigt)kaputt geht, wenn rauskommt, dass ein Großteil der Sportler dopet und deswegen solche Sachen nur schleppend aufgelöst werden.

  • Das größte Problem ist halt, dass die Leute die das Doping vorantreiben meistens über mehr Mitel verfügen, also die, die es
    verfolgen und es verhindern möchten. Falls du auch die kritischen Beiträge der ARD während der Olymp. Spiele gesehen hast,
    dann hast du gesehen das die Testlabore zwar die modernsten sind, aber größtenteils auf ältere Dopingmittel getestet wird,
    die Kapazitäten die an Proben möglich sind werden nicht annähernd ausgeschöpft (gerade was die Tests auf Blutdoping angehen).


    Ich möchte am Ende halt fairen Sport haben und nicht am Ende eine "Materialschlacht" um das beste Doping, gerade der Olympische
    Gedanke und der Sportsgeist werden vom IOC mit Füßen getreten.

  • ARD und ZDF messen im Sachen Doping aber selber mit zweierlei Maß. Theoretisch hätten sie ja nach den Doping-Fällen sich von den Übertragungen der Olympischen Spiele zurückziehen müssen. Verstehe nicht warum sie bei der Tour de France so gehandelt haben, aber bei Olympia anders reagieren.

  • ARD und ZDF sind halt unzurechnungsfähige, profitgeile Einrichtungen, die ihre Nase immer in die Richtung drehen, in der der Wind gerade weht...sagte ein Mensch, der diese Einrichtungen mit etwa 200 € jährlich unterstützt... :icon_kotz:

    When I get sad, I stop being sad and be AWESOME instead!
    True story.

  • Hängt wohl damit zusammen, dass er den Relordversuch auf den Ventoux starten wollte.


    Besenwagen-Memory Meister der Meister 2012
    Besenwagen-Memory Sieger der Vuelta 2013
    Besenwagen-Memory Meister der Meister 2013


    "Wer kämpft darf verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren"

  • Jonathan Tiernan-Locke vom Team SKY, wurde vom UCI bis 2015 gesperrt. Es soll Auffälligkeiten in seinem Biologischen Pass gegeben haben. Daraufhin, hat SKY den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die Auffälligkeiten, stammen aus dem Jahr 2012, als Tiernan-Locke noch für das Continental-Team von Endura fuhr. Sein Gesamtsieg bei der Tour of Britain aus jenem Jahr, wurde ihm ebenfalls aberkannt.


    http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_88659.htm

  • Sehr schade, das sich so manch einer nicht mehr an dem Thread hier beteiligt. Ich habe mir allen Ernstes die Mühe gemacht und mir die 49 Seiten komplett durchgelesen, und etwaige Quellenangaben studiert. Vor allem ThunderBlaze hat es mir irgendwie angetan - zu allem eine Meinung, allwissend, und Kenner jeder Szene. Speziell beim Thema Fussball und Sportgerichtsbarkeit hätte ich die Diskussion etwas anheizen können. Zusammenfassend fiel mir ein Zitat auf: "Thunder hat immer recht". Das trifft es eigentlich ganz gut. Er ist immerhin ja auch ein Kenner der Radsportszene und nahm für sich in Anspruch einschätzen zu können, wer denn dopt und wer nicht. Es ist beruhigend, wenn Hobbyradrennfahrer das können, aber Leute, die ihr Geld in der Branche verdienen und mitunter studiert haben, eben nicht.
    Käme von dessen Seite jetzt nochmal etwas zu dopingverseuchtem Fussball, würde die Fahrt hier aber abgehen :)



    Schade finde ich, das diverse Profisportler Doping immer damit abtun, das ja jeder schuldig wäre und man nichts anderes gemacht habe, was ja jeder andere auch mache. Ein Kavalliersdelikt sozusagen. Im Verlauf der ganzen Diskussion in diesem Thread ist aber mitunter völlig untergegangen, das Doping einen weitaus größeren Schaden anrichtet, als nur irgendeine Änderung an der Siegerliste notwendig zu machen.
    Es ist zum einen geschäftsschädigendes Verhalten. Verträge werden gebrochen. Es geht nicht nur um Siegprämien, es geht um Arbeitsplätze. Der betriebswirtschaftliche Schaden ist noch das kleinste Problem. DIe Strafen sind zu lasch. Ein Fahrer dopt, um im Vorteil zu sein. Er will höhere Gehälter und Werbeverträge generieren. Glaubt im Ernst jemand, ein Sportler würde das nicht mehr tun, nur weil er 2 Jahre gesperrt wird? Die Gier nach Geld, Ruhm und Anerkennung hat ihn überhaupt erst dazu getrieben. Dieser Antrieb kann nicht durch Sperren ausgebremst werden. Sinnvoller wären lebenslange Sperren, wie es sie in anderen Sportarten schon gibt. Lediglich im Radsport wird dann gern rumdiskutiert, warum eine Sperre nun 2 Monate kürzer ausfallen muss als eine andere.
    Nehmen wir als Paradebeispiel einfach mal Ricardo Ricco. Des Dopings überführt, mit Sperren bedacht - und kurz danach wieder erwischt. Dann werden solche Fälle (u.a. durch den allwissenden Thunder) mit Usain Bolt in der Leichtathletik verglichen. Der Unterschied ist aber, das Usain Bolt in jungen Jahren - in einem Alter, in dem jeder von uns gerade mal die erste Freundin hatte - bereits schneller gelaufen ist als viele andere auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
    Im Radsport kommt plötzlich Fahrer, von denen niemand je etwas hörte. Ausser eingefleischten Fans. Und die legen auf einmal ein Tempo vor, als hätten sie nie etwas anderes getan. Der menschliche Körper ist zu Glanzleistungen fähig, keine Frage. Auch ein eigentlich schlechter Fahrer kann einen Tag erwischen, an dem alles klappt. Und an dem sein Kopf mitspielt. Er kann auf einmal eine herausragende Leistung zeigen, die weit über seinem Niveau liegt. Jedoch würde er in der Folge einbrechen, er hat sein Pulver komplett verschossen. Ein weitgehend unbekannter Fahrer, der auf einer schweren Bergetappe plötzlich allen davonfährt, würde zwangsläufig am nächsten Tag so abfallen, das er entweder aufgibt, oder nur mit Hilfe seines Teams überhaupt im Ziel ankommt.

  • Zum letzten Absatz: Da hat sich, nach meinem Eindruck der letzten 15 Jahre, aber doch schon etwas geändert. Es gibt keine langen perfekten Fluchten mehr, Profis "überschätzen" sich bei Attacken, zeigen sehr viel schwankendere Leistungen als früher. Gerade bei dieser Tour ist es mir aufgefallen. Auch bei Nibali war nicht alles perfekt, jeder Tag wie der andere. Dass er auf einem anderen Niveau fährt, als seine Konkurrenz in diesem Rennen sehe ich als unbestritten an. Er hat einen sehr langen, ehrgeizigen, nachvollziehbaren Weg hinter sich und ist darüberhinaus mit einem Wahnsinnstalent gesegnet.

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