Beiträge von AlexK

    Ich hoffe es zumindest, dass sie ähnlich erfolgreich sind :) Gerade für die deutschen Fahrer, für die 2022 nicht unbedingt das stärkste Jahr war. Wobei ich hierbei tatsächlich guter Dinge bin, dass es wieder mehr Ergebnisse nächstes Jahr geben sollte aus deutscher Sicht.

    Leider ist der absteigende Ergebnistrend intakt, obwohl wir doch gute 30 Fahrer in der WT haben.. Im PCS Nationen Ranking sind wir mittlerweile auf dem 12. Platz. Bis 2020 waren wir immer in der Top 10 vertreten.
    Wäre doch schön, wenn auch mal ein deutsches Talent eine ähnliche steile Entwicklung wie Vingegaard (war in der Jugend alles andere als ein Siegfahrer) und Co. nehmen könnte. 8-)

    Da ich ja schon die letzten Jahre über Bora's Saison geschrieben habe , denke ich, haben sie dieses Jahr ein positiveres Resumee verdient.
    Daher folgt mein Eindruck vom Jahr 2022 von Bora.

    Von den Ergebnissen her war das letzte Jahr wesentlich besser als die vorherigen Jahre 2020 und 2021. In Anbetracht des vielen Pechs kann man sogar von einer starken Saison des Teams sprechen. Bora belegte nach Platz 6 (2020) und Platz 7 (2021) nun einen sehr guten 4. Platz. Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass es aber sehr knapp war und 200 Pkt. weniger schon den Platz 6 beschert hätten..
    Von Anspruch des besten Teams sind sie aber weit weg, vielleicht muss Denk hier mehr zahlungskräftige Sponsoren finden, ansonsten ist die Lücke zu UAE,Jumbo und Ineos einfach zu groß..

    Das Frühjahr begann anfangs sehr vielversprechend, was aber schnell durch viele Verletzungen, Corona und Sturzpech getrübt wurde. Im Endeffekt erwischte es ein Großteil des Teams, sodass nur ganz wenige wie Higuita und Vlasov heil durch das Frühjahr kamen. Das Spätfrühjahr lief dann wieder besser mit wichtigen Ergebnissen in Katalonien, Baskenland, Ardennen Klassikern und in der Schweiz. Auch ein Sieg bei den Prestigeträchtigen deutschen Rennen durch Bennett und Haller in Frankfurt und Hamburg durfte Bora in Anspruch nehmen.

    Der große Clou diesen Jahres war natürlich der Giro mit dem überraschenden Sieg von Hindley. Auch hier war die Vorbereitung alles anderes als optimal durch Krankheit usw, sodass im Vorfeld die Erwartungen vom Sieg auf ein Podium reduziert wurden. Die Teamleistung war sagenhaft.

    Bei der Tour kam leider wieder ein wenig Pech dazu, wobei der 5. Platz von Vlasov dennoch hart erkämpft war. Ansonsten sprankg kein Etappensieg heraus. Wenn Vlasov fit geblieben wäre, dann hätte Thomas sicherlich viel mehr kämpfen müssen um das Podium :)

    Die Vuelta war im Bereich GC enttäuschend. Hindley's war wohl nicht in Giro Form und Higuita und Keldermann zeigten auch schon stärkere Leistungen. Gerade mit der Besetzung hätte man ein wesentlich besseres Ergebnis vermuten können, auch wenn die Vuelta stark besetzt war.

    Gerade im Bereich der Rundfahrten wollte sich Bora verstärken und hat dies eindrucksvoll bewiesen. Nahezu alle Neuzugänge haben geliefert. Wobei die Teamleitung sicherlich mehr von Bennett erhoffte, aber auch er war wohl nur bei der Vuelta und in Frankfurt in Topform, ehe ihn Covid abermals ausstoppte.
    Gerade Vlasov und Higuita hatten mit Abstand das stärkste Jahr ihrer Karriere und haben ein Großteil des Erfolgs zustande gebracht. Vlasov beendet das Jahr als 5. bester Fahrer der UCI und Higuita auf Platz 12. Ebenfalls ist natürlich Hindley mit seinem Giro - Sieg auf Platz 25. Leider hatte er ansonsten nicht viele Ergebnisse außer in Italien und in Spanien fehlte die Topform.
    Auch die anderen Neuzugänge wie van Poppel und Haller zeigten starke Leistungen. Ich würde sogar behaupten, van Poppel ist neben Morkov stärkster Sprintanfahrer im Feld.
    Positiv kann man noch Kämna sehen, der nach seiner Pause wieder stark zurück kam und für Siege sorgte und bei der Tour unglücklich agierte..

    Nun aber auch ein wenig zum aber, was die Jahre zuvor genauso zutraf.
    Ein Großteil der Mannschaft hat in der Entwicklung stagniert. Buchmann hatte zwar einen starken Giro mit Platz 7., zeigte aber ansonsten keine starken Leistungen. Er war im Frühjahr und Herbst krank, Verletzungen sind mir nicht bekannt.
    Gleiches gilt für Konrad, Großschartner, Schachmann,Schelling,Fabbro,Keldermann,Pösti. Politt. Manche davon waren stärker andere schwächer, aber alle hatten schon wesentlich bessere Jahre gehabt. Wenn auch bei manchen Stürze oder Krankheiten als Grund valide sind. Politt hatte bei der Tour eine Topform, wurde allerdings auch nicht fahren gelassen. Ich hoffe, dass er solch eine Form auch mal im Frühjahr zeigen kann :)
    Eine gute Entwicklung nehmen die Youngster um das Supertalent Uijtdebroecks. Auch Alleoti, Meeus entwickeln sich gut, gerade Meeus scheint mir noch viel Potenzial zu haben im Bereich Sprints und KSP.

    Zusammenfassend hatte Bora ein gutes Jahr, da vor allen Dingen die Neuzugänge performten. 80% der UCI Punkte kamen durch Vlasov,Higuita,Bennett, Haller, Hindley und van Poppel. Das sagt im Endeffekt schon viel über die Leistungen der "Altfahrer" aus. Denk hat mit den Neuzugängen alles richtig gemacht. Über Bennett kann man sich streiten, aber das teure Geld war er dieses Jahr leider noch nicht komplett wert. Vielleicht schafft er nächstes Jahr wieder mehr Siege.

    Mit den 3 Neuzugängen Jungels, Lipowitz und Denz wird das Team meines Erachtens nicht wirklich verstärkt. Keldermann, Großschartner, Pösti und Laas verlassen das Team. Zumindest ist es kein riesiger Rückschritt, da die Letztgenannten keine großen Leistungsträger 2022 waren.
    Somit dürfte Bora sich vemutlich auch im Jahr 2023 im Bereich UCI 4-7 bewegen. Für ein besseres Ergebnis müssten die "Altfahrer" wieder mehr Siege und Ergebnisse einfahren. Ob Vlasov, Higuita und Hindley ihre großen Erfolge nächstes Jahr wiederholen oder sogar toppen können ist auch schwer. Potenzial ist sicherlich vorhanden, denn viele Rennen liefen nicht wirklich perfekt. Aber perfekte Rennen sind ziemlich selten ;)

    Für mich war die beste Entwicklung bei Bora der neue Sportdirektor Rolf Aldag. Es gab dieses Jahr die größte Entwicklung in der Strategie und Renntaktik. Was Bora in manchen Rennen zeigte, war stark und vieles davon auch angekündigt und geplant.

    So wie ich es nun die letzten Versionen sah, beeinflusst der Riegel die Abnahme des roten Balkens bei hoher Anstrengung. Sprich er leert sich langsamer als sonst. Daher ist es wie schon von den anderen erwähnt unmittelbar vor bzw. ab dem Zeitpunkt hoher Anstrengung sehr sinnvoll. Also Sprints, Anstiege, etc. Der Effekt ist zwar nicht extrem oder hält lange, aber macht in entscheidenden Situationen schon Unterschiede. Wenn dein Fahrer keine rote Energie mehr hat ist er meines Wissens sinnlos, habe es aber noch nie getestet.

    Kann mich im Endeffekt zum größten Teil meinem Vorredner anschließen :) Habe mittlerweile mal eine Saison mit Bora gespielt (vieles natürlich simuliert).
    Hier meine Meinung zu den (angekündigten) Änderungen zum PCM21.

    Scouting System:
    Finde ich gut gemacht. Natürlich gibt es bei Kleinigkeiten noch Verbesserungspotenzial, aber man schickt Scouts in Länder / Regionen und je nach der Qualität des Scouts, verbessert sich auch das Scoutinglevel (bis max 10). Bonus gibt es für Fahrer aus dem jeweiligen Land, wenn der Scout Kenntnisse im Land hat oder wenn sich das Team HQ im Land befindet.
    Man bekommt je nach Traingsstruktur und Popularität dann viele Fahrer angezeigt, welche mit der Zeit automatisch gescoutet werden. Man kann den Scout aber auch zusätzlich gezielt nur einzelne Fahrer scouten und verbessert dadurch schneller den Scoutingstand des jeweiligen Fahrers. Bis max. 10 kann das Entdeckungsniveau je Fahrer steigen, somit ist der Fahrer bzgl. Stärke und Entwicklungspotenzial komplett "erforscht".
    Talente, die 18 werden oder älter als 18 sind, können dann ab 1.8 einen Vertrag im Profiteam angeboten werden. Ende Oktober gibt es quasi einen "Draft" und man hat die Möglichkeit gescoutete Talente für sein U23 Team zu verpflichten, hier kann man aus seinen gescouteten Regionen als auch auf dem freien Markt Fahrer auswählen. Je Draftrunde kann man max. 3 Fahrer verpflichten, sodass man sich nicht alle Talente schnappen kann ;)

    Fahrer Entwicklung:
    Mir gefällt das 6-Sterne-System. Allerdings sind die alten Stats natürlich trotzdem noch vorhanden und werden je nach Stärke dann wieder bis 85 in einer jeweiligen Farbe markiert. 6 Sterne gibt es z.B. wenn man mit einem Fahrer Hauptattribute von >80-81 vorweisen kann bzw. werden zusätzlich mit den sekundären Eigenschaften (Ausdauer, Zähigkeit,Regeneration) errechnet.
    Sehr positiv finde ich, dass man nun das Entwicklungspotenzial sehen kann (nicht mehr das Potenzial in Form von 4-7 oder 5-8). So hat z.B. ein Fahrer aktuell 3 Sterne am Berg und das Potenzial 5,5 Sterne zu bekommen. Gilt natürlich für andere Attribute auch. Das Potenzial ist für GC,Berg,Puncheur,Sprint,KSP,ZF und Ausreißer Attribute sichtbar und von jeweils 1-6 festgelegt. Dadurch wird dann das 6-Sterne errechnet (bzw. das Gesamtpotenzial).
    Was teilweise passieren kann, dass sich die Einschätzung zum Potenzial wohl ändern kann, habe es zwar noch nicht richtig beobachtet, aber das macht ja durchaus Sinn.

    Was,wie erwartet, bisher völlig fehlt sind Entwicklungsschritte der Fahrer. Das Trainersystem ist gleich geblieben zu den Vorgängern und damit auch die Intransparenz der Entwicklung. Manche Fahrer entwickeln sich schnell, manche gar nicht. Das müsste man mal wirklich ausgiebig testen, ob die Trainer wirklich viel Einfluss darauf haben und ob sich was zu den Vorgängern geändert hat. Gefühlt würde ich sagen eher nein.

    Außer den Sternen und dem Potenzial kam hier nicht wirklich etwas Neues hinzu. Ich hatte mir hier mehr erhofft. Z.B. das Fahrer auch schlechter werden bei keinem Trainer oder sonstiges..

    Rennen:
    Gleiche Spielengine wie seit Jahren. Bisher habe ich noch nicht so viele Klassiker gefahren, aber gefühlt greifen manchmal Favoriten schon früher an.. Auch an den Bergen. Ob das jetzt groß anders ist zum Vorgänger ist schwer zu sagen. Es gibt manchmal Etappen, an welchen dann aber doch sehr unrealistische Ergebnisse zustande kommen können, wenn z.B. am Ende ein nicht allzu langer Berg (unter 10km) ansteht und davor alles flach war.. Dort gibt es echt wenig Zeitunterschiede zwischen den Topfahrern und "normalen" Fahrern.

    Die Änderung von dem gelben und roten Balken ist aber schon gravierender auf den Renneinfluss und meines Erachtens sehr realistisch. Die Ausdauer eines Fahrers beeinflusst nun auch, wie stark sich Fahrer innerhalb der Etappen wieder regenerieren können und die Balken aufladen. Gerade bei Bergetappen kann das viel ausmachen und je nach Ausdauer werden nach einem Pass der gelbe Balken wieder komplett gefüllt (in der Abfahrt bei weniger Anstrengung). Das System ist ähnlich zum Vorgänger, aber es geht gefühlt wesentlich schneller. Abgehängte Fahrer an den Pässen haben sozusagen echt ein Nachsehen, wenn sie nicht mehr in eine Gruppe kommen..
    Der rote Balken regeneriert sich auch schneller(je nachdem wie groß der gelbe Balken noch ist), sodass man auch häufiger angreifen kann.

    Für eine Wertung ist es jetzt noch zu früh, aber bisher erscheint mir die Änderung nicht ganz verkehrt.

    Sonstiges:
    -Saisonplaner Interface gefällt mir besser. Man kann Fahrerziele (z.B. eines Kapitäns) einfach auf andere Fahrer kopieren. Trotzdem gibt es hier noch viel Potenzial..
    -die Tagesform Option finde ich gut. So hat man nicht die extrem Schwankungen und kann z.B. die Schwankungen komplett deaktivieren = man bekommt die zuvor angezeigte Tagesform oder man kann es von 0-5 einstellen (bisher 5) Was mir aber immer noch gar nicht gefällt und auch nicht geändert wurde ist die Motivation und die Moral der Fahrer.. Diese Punkte haben auf die Tagesform so gut wie keinen Einfluss.. Jai Hindley gewann bei mir ebenfalls den Giro und die Moral war nur "zufrieden" und die Motivation "durchschnittlich" :D Alles Beispiele für gute Ideen, die schlecht umgesetzt wurden und über Jahre nicht verbessert wurden..
    -Andere Trikots in der Saison tragen: Fiel mir bis jetzt nicht auf und hab noch keine Option gesehen.. Hab aber auch nicht danach gesucht.
    -Simulation: Ich finde sie noch realistischer als bei den Vorgängern. Es kommen größtenteils wirklich gute Ergebnisse heraus, die vor allen Dingen auch die Form, Fitness mit einbeziehen. Früher war es so, dass manche Fahrer fast alles gewonnen haben, heute macht die Fitness und die Ermüdung doch in der Simulation viel aus. Gerade bei den langen Rundfahrten. Was mir aber schon seit Jahren auffällt und ich nicht weiß warum - Schachmann ist beim Simulieren echt ne Katrastrophe.. Ich weiß nicht woran es liegt, aber bei mir gewinnt er so gut wie nie was und ist auch im GC immer weit entfernt.. Anscheinend hasst ihn das Spiel, obwohl er echt gute Stats hat :D

    Der fast wichtigste Punkt ist aber die Dauer der Simulation. Diese ist wirklich viel schneller als früher und so ist es für Spieler, die gerne auch mal mehr Simulieren ein riesiger Benefit. Für mich so ziemlich die beste Änderung, was doch auch ein wenig traurig ist, wenn man sowas so stark hervorheben muss :)

    Im Großen und Ganzen ist das Spiels sehr nah zum letzten Spiel und es wurde nur punktuell geändert. Nichts desto trotz sind die Änderungen die sie gemacht haben ein Schritt in die richtige Richtung. Manchmal vergisst man als Spieler gerne einmal die Fortschritte von manchen Versionen. Und manches gefällt einem dann auch in älteren Versionen besser. Es könnte noch viel mehr entwickelt oder geändert werden, allerdings muss man auch realistisch bleiben.. Es sind eben nicht viele Entwickler und das Spiel verdient eher den Titel "DLC".. Aber das ist bei FIFA und anderen Titeln oftmals nicht anders.

    Ob jemand die ca. 25€ dafür ausgeben möchte, muss jeder selber beurteilen. Für mich als Fan ist es das wert, ansonsten wird es wohl bald das Spiel nicht mehr geben. Mit aktuellen DB's kann man aber sicherlich auch weiterhin die PCM21 oder älter verwenden :)


    Zu den Neuerungen. Einige Punkte waren letztendlich auch oftmals Hauptkritikpunkte von vielen Spielern, daher finde ich die ausgewählten Änderungen erstmal positiv.

    Scouting System:
    Hier sind Änderungen schon länger notwendig. Endlich kann man wohl Scouts wieder in spezifische Regionen senden und ist nicht darauf angewiesen, dass einem junge Fahrer präsentiert werden. Das auch wesentlich mehr Fahrer zur Auswahl stehen (3x so viele jedes Jahr) ist sicherlich ebenfalls positiv. Hier bin ich echt gespannt auf die Umsetzung, da das alte Scouting wirklich zum Vergessen war.

    Fahrer Entwicklung:
    Wahrscheinlich die spanndendste Änderung, da das Entwicklungssystem lange nicht angefasst wurde. Ab jetzt werden Fahrer in ein 6-Sterne Bewertungssystem gepackt. Ob und wie das dann die Stats beeinflusst ist leider nicht bekannt. Auf einem Screenshot sieht man WvA mit 5,5 Sternen.
    Das der Trainer Einfluss auf die Entwicklung nimmt, steht ja bei jedem PCM dabei und war die letzten Jahre nicht wirklich effektiv umgesetzt. Zumindest war es für den Spieler sehr intransparent welchen Einfluss der Trainer auf die Entwicklung nimmt. Leider denke ich, dass die Intransparenz im Bereich der Trainer bestimmt bleiben wird..


    Rennen:

    Auch hier hören sich die Änderungen gut an. Favoriten sollen auch schon früher im Rennen die Entscheidung suchen und die Rennen werden dadurch nicht mehr so berechenbar wie zuvor. Finde ich persönlich ein guter Punkt, da sich die Favoriten die letzten Jahre tatsächlich anders verhalten als viele Jahre zuvor. Gerade WvA, Pogacar sind hier gute Beispiele. Oder eben auch Etappen wie z.B. die gestrige Katalonien Etappe mit Carapaz und Higuita.

    Auch die Eigenschaften Ausdauer und Zähigkeit sollen im Rennen nun angepasst worden sein und sollen einen größeren Effekt auf die Anstrengung im Rennen haben.

    Sonstiges:

    - Gibt wohl ein neues Interface, in welchem man die Eigenschaften der Fahrer vergleichen kann
    - Tagesform bzw. Tageszustand ist wohl näher an dem zuvor ermittelten Wert. Man hat wohl hier auch eine Möglichkeit individuell die Tagesboni zu aktivieren oder deaktiveren (+5 - 5). Die genauen Änderungen sind aber nicht ganz ersichtlich. Das die Tagesform aber näher an ihrem ermittelten Wert ist, halte ich für in Ordnung. Da manche Tagesformen doch sehr krassen Einfluss auf die Ergebnisse hatten (im positiven wie im negativen Sinne)
    - Man kann wohl für bestimmte Rennen andere Trikots tragen :)
    - Die Simulation der Rennen soll wohl doppelt so schnell sein als zuvor!



    Ich bin dieses Mal sehr gespannt, da sich manche Änderungen echt gut anhören. Das war aber in der Vergangenheit schon öfters der Fall und die Umsetzung war dann eher mangelhaft. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, allein die beschleunigte Simulation ist für mich ein toller Mehrwert, da ich einfach nicht die Zeit habe, alle Rennen zu fahren und daher gerne kleinere Rennen oder unwichtige Phasen der Saison simuliere.

    Guten Morgen zusammen,

    auf Steam wurde der neue PCM22 angekündigt. Nachfolgend der Link:

    https://steamcommunity.com/gam…etail/3117060130397581472

    NEW SCOUTING SYSTEM

    A good sport director must know how to recruit future talent, which is why we have set up a new scouting system. You have to send your scouts to different regions in order to uncover the best talent. Your scouts become more effective and improve over time. They regularly send you information (about potential, characteristics, etc.) which you use to make your choices (observation, integration in the development team, etc.) so you can learn more about the riders. You are, of course, in direct competition with the other teams.


    NEW GENERATION OF RIDERS

    This new system is based on the level and potential of the young cyclists, using a 6-star grading system. Now the young riders who are created are juniors from 16 to 18 years old, with the pool comprised of 1,500 to 2,000 young cyclists each year (3 times more than before). These new riders will be more versatile and will develop similarly to the current stars.


    RIDER DEVELOPMENT

    Just like with the young talent, we want to have more versatile riders, so the development system has been redesigned to take this into account. It is also critical for your riders to perfectly integrate the team, establishing a good relationship with the coach, or they will not progress optimally.


    MORE VARIED RACE

    In Pro Cycling Manager 2022, thanks to a more varied peloton, you experience scenarios that are different from the usual blueprint of a Tour stage, for example. You can find yourself in a race that is action-packed from the start, with favourites taking the lead, and a variety of attacks right from the first hour.


    OTHER IMPROVEMENTS

    The interface has been redesigned, with a total overhaul of the cyclist page that now incorporates new statistics, highlighted rider capabilities and results, and the addition of an interface comparing cyclist characteristics.

    Stamina and resistance scores have a bigger effect on how effort is exerted during a race. This allows some riders to attack several times or manage their effort at the end of the race better.

    The race-day condition is now closer to the announced provisional condition. To enable comprehensive customisation, you can now adjust 2 parameters: bonus amplitude (from +5 to -5 or complete deactivation) and activation or deactivation of variation.

    The simulation time has been optimised and is now twice as fast as before.

    You can now have specific team jerseys for a given race.

    https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_128976.htm

    Was man die letzten Wochen bei den Rennen sieht, wird hier von Teamchef Denk bestätigt. Sehr bitter, wenn tatsächlich 19 von 30 Fahrern verletzt, krank oder auf dem Weg der Besserung sind. Zum erfreulichen Start von Vlasov,Higuita,Hindley und Kämna kam mittlerweile viel Sturzpech dazu. Fast jeder Profi von Bora stürzte schon bzw. war krank.

    Ich denke das dürfte ein hartes Frühjahr (Klassikersaison) werden, denn ein Großteil der Konkurrenz kam sehr gut in die Saison und die meisten Bora Fahrer werden noch Zeit benötigen, bis sie wieder iin Form sind. Bei den Klassikern muss man wahrscheinlich schon mit Top10 Resultaten zufrieden sein und selbst da sehe ich nach dem derzeitigem Leistungsniveau keinen Fahrer, der vorne mitmischt.
    Aus deutscher Sicht schade, aber dafür sind ja unsere Sprinter langsam in guter Form (Bauhaus, Walscheid, Ackermann) :)


    Mir gefällt Uno-X ebenfalls und ich würde deine Argumente zu 100% unterschreiben. B&B ist eben auch schon eine Weile dabei und hat als französisches Team mit einer komplett franz. sportlichen Leitung aus Ex Profis sicherlich "bessere heimische" Karten als Uno-X. Ist aber bei den anderen GT's meines Erachtens genauso.
    Von der UCI Leistung des letzten Jahres war Uno-X knapp vor B&B letztes Jahr.. Man muss auch dazu sagen, dass B&B die Tour fahren durfte und dort theoretisch ordentlich Punkte im Gegensatz zu den anderen Teams holen konnte. Uno-X war bei keiner GT dabei, hätten es von der Leistung sicherlich verdient. Auch der Kader gibt mehr her.. Leider bleibt ihnen wahrscheinlich nur der Weg über die Leistung zur Tour zu kommen, was bei der Entwicklung schon sehr bald der Fall sein kann :)

    Zweiter Teil, da wohl zu lang :)

    Danny van Poppel:

    Für mich ein überraschender Transfer, den ich nicht auf der Liste hatte. Danny van Poppel ist gefühlt schon ewig dabei, um genau zu sein, geht er jetzt in seine 9. WT Saison. Und das mit 28 Jahren. Ich hätte ihn älter geschätzt :)

    Van Poppel galt in der Jugend als Riesentalent, die Entwicklung wurde seinem Talentstatus wohl nie gerecht. Das Schema war meist: 1 gutes Jahr - 2 schwache Jahre.. Hoffentlich kann er an seine Leistungen dieses Jahr anknüpfen. van Poppel hatte ein überragendes 2021, welches mit Abstand das stärkste seiner Karriere war. Er ist zwar sicherlich nicht der beste Sprinter im Feld, aber lieferte die ganze Saison konstant Topergebnisse ab. Gerade im Herbst sprangen etliche Podiumsplätze bei Eintagesrennen raus sowie das Grüne Trikot bei der Benelux Tour. Auch im Frühjahr fuhr er eine starke Klassikersaison. Van Poppel wird in dieser Form auch in 2022 Siege einfahren können. Für mich ein starker Transfer, der das Team im Sprint, Klassiker sowie in der Erfahrung weiterbringt.

    PCS Ranking: 28!


    Sergio Higuita:

    Ebenfalls ein sehr überraschender Transfer. Spanisch sprechende Fahrer sind in der Regel bei Bora Mangelware. Er kommt aber von EF und wird wohl Englisch gut beherrschen. Ich hoffe die Sprachbarriere bzw. das er als einziger dabei ist, mindert seine Leistungen nicht. Die Chance, dass er sich nicht so wohl fühlt, ist sicherlich höher als bei EF...

    Higuita ist für mich ein sehr guter Bergfahrer, der dafür da ist, die Kapitäne am Berg zu unterstützen. Mit 24 Jahren kann er sich sicherlich auch noch weiterentwickeln. Die Entwicklung die letzten 2 Jahre war nicht mehr ganz so stark, trotzdem fuhr er meines Erachtens 3 Jahre auf hohem Niveau Auch wenn sein Debutjahr 2019 das beste war, hatte er 2021 immer wieder starke Tage. Man sieht ihn bei schweren Bergetappen oftmals ganz vorne, leider hat er immer wieder rabenschwarze Tage, die seine Gesamtergebnis drücken. Wenn er hier konstanter werden kann, dann wird er im nächsten Jahr gerade bei kürzeren WT Rennen Top 10 und mehr erreichen können. Man muss hier auch dazu sagen, dass er wohl selten auf eigene Kappe fuhren durfte. Ich traue ihm zu, dass er zukünftig bei Giro oder Vuelta auch aufs Podium fahren kann. Für mich qualitativ am Berg eine Topverpflichtung.

    PCS Ranking: 105


    Jai Hindley:

    Er hatte im Corona Jahr 2020 eine Topform und konnte beim Giro aufs Podium springen. Auch wenn die Besetzung nicht so stark war, sowas muss man erstmal schaffen.

    Dafür war das Jahr 2021 für ihn wohl zum vergessen. Keine gute Form, Sturzpech. Einzig bei seinem Paraderennen der Polen Rundfahrt hat er einen 7 Rang im GC eingefahren. Am Ende der Saison brach er sich noch das Schlüsselbein..

    Für mich ist Hindley eine Wundertüte, die Entwicklung zeigte 2020 ganz klar in die richtige Richtung. Das letzte Jahr eher weniger. Ganz schwer einzuschätzen, allerdings hat er zweifelsohne viel Talent und das Potenzial in der Gesamtwertung vorne dabei zu sein. Er ist mit 25 auch noch jung und wird sich hoffentlich entwickeln können. Er verstärkt die GC- und Bergfraktion von Bora und wird die Kapitäne unterstützen und ggf. einspringen.

    PCS Ranking: 326


    Aleksandr Vlasov:

    Vlasov ist ein super GC-Fahrer und hat auch Stärken bei Eintagesrennen. Seine Entwicklung zeigt die letzten 3 Jahre konstant nach oben, auch wenn er in manchen Rennen 2020 stärker wirkte als 2021.

    Ein 2. Platz bei Paris-Nizza, 3. Platz bei einer gut besetzten Tour of the Alps und ein 4. Platz beim Giro waren seine Topergebnisse im Jahr 2021. Im Herbst war er leider nicht mehr so stark. Für seine 25 Jahre aber sehr gute Leistungen.

    Gefühlt ist er auf schweren (langen) Bergetappen nicht ganz so stark, aber wenn er in Topform ist, dann fährt er sehr konstant. Er wird bei Bora sicherlich eine Kapitänsrolle bekommen und bei einen oder mehreren Landesrundfahrten antreten. Vlasov ist ein sehr guter GC Fahrer, da er auch gut gegen die Zeit fährt.

    Komischerweise hat er noch keinen WT Sieg erringen können, obwohl die Klasse sicherlich vorhanden ist bei den unzähligen Podiumsplatzierungen. Vielleicht kann er 2022 einen Sieg feiern. Für mich eine starke Verpflichtung für die GC.

    PCS Ranking: 40


    Ich hoffe ich habe keinen Fahrer vergessen :) Zu meiner Überraschung war tatsächlich van Poppel in PCS der Fahrer mit den besten Ergebnissen 2021.

    Ich denke die Transfers können sich sehen lassen, auch wenn ich mir persönlich eher 2-3 andere Fahrer gewünscht hätte. Von den jüngeren Spitzenfahrern waren ja im Endeffekt alle vertraglich gebunden. Außer Almeida (PCS: 5 ) sowie Mohoric (PCS: 13).

    Auch bzgl. Entwicklung sehe ich hier noch einige Chancen, da man doch die älteren Fahrer durch jüngere ausgetauscht hat. Eventuell fehlt ein wenig die Rennerfahrung, aber wenn ich ehrlich bin, hat Bora hier nicht unbedingt in der Vergangenheit geglänzt...


    Vielleicht noch zur Ergänzung die Platzierungen der Abgänge von 2021. Die Sprinterriege inkl. Anfahrer konnte man dieses Jahr bei Bora leider vergessen. Einige Fahrer kamen auch schon ins Alter. Ackermann hätte ich aber gerne weiterhin bei Bora gesehen, einfach weil er immer noch zu den stärksten gehört und mit 27 jünger als Bennett ist. Es ist aber richtig, dass man sich von den meisten Fahrern getrennt hatte, da die Ergebnisse inkl. Alter einfach nicht mehr für sie gesprochen hatte.


    Peter Sagan: 34 (2020: 17 , 2019: 10 , 2018: 2)

    Pascal Ackermann: 51 (2020: 14, 2019: 8 )

    Daniel Oss: 516

    Bodnar: 412

    Burgi: 523

    Rest: > 1000


    Aufgrund der Neuzugänge und dem vorhandenen Potenzial gehe ich davon aus, dass man wahrscheinlich Platz 7 oder 6 in der WT sicherlich halten kann. Im Normalfall klappt es vielleicht sogar einen oder zwei Plätze nach oben zu gehen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind aber UAE,Jumbo,QS und Ineos einfach qualitativ viel besser. Direkt dahinter sehe ich aber schon Bora und Bahrain.


    Bora hat sich meiner Meinung trotzdem in der Breite gut verstärkt. Potenzial ist massiv vorhanden, jetzt muss es eben auch wieder genutzt werden. Das Aldag als neuer sportlicher Leiter kommt, stimmt mich auch positiv. Das Ziel von Platz 1 ist aber aktuell weit entfernt. Trotzdem hat Bora extrem viel Überraschungspotenzial in der neuen Saison ;)

    Dann schreibe ich doch eine Einschätzung meinerseits zu den Neuzugängen, wobei ich die ein oder andere Einschätzung auch schon vor Monaten in der Shoutbox oder im Forum geschrieben hatte. Zusätzlich nehme ich noch das PCS Ranking 2021 von procyclingstats hinzu (finde ich für einzelne Fahrer schöner, auch wenn es manchmal Abweichungen zum offiziellen UCI Ranking gibt) :)


    Sam Bennett:

    Ich bin nach wie vor nicht überzeugt vom Transfer. Bennett war 2020 das Maß der Dinge und gehört zu den besten Sprintern. Allerdings ist er für mich kein Garant für zu erwartende WT-Sprintsiege. Dafür ist die Konkurrenz auch sehr stark. Groenewegen und Jakobsen kommen erst wieder zurück. Ackermann hatte 2021 auch keine gute Entwicklung, ich halte ihn aber für mindestens genauso stark wie Bennett. Dazu Philipsen, Merlier, und andere. Bennett ist Top 5 weltweit, wenn er in Form ist.

    Wo wir zum Hauptthema kommen.. Er hat komplizierte Knieprobleme und fiel seit Mai komplett aus, dass Thema könnte sich auch in die neue Saison ziehen. Es besteht meines Erachtens auch eine nicht allzu kleine Wahrscheinlichkeit, dass er die alte Form oder Leistung in dieser Art als Sprinter gar nicht mehr erreichen kann. Das hoffe ich natürlich nicht, aber wenn man einen Transfer bewerten muss, dann muss man eben alle Informationen verwenden. Hoffentlich lösen sich die Knieprobleme auf, aber das Knie ist eben immer sehr heikel.

    PCS Ranking: 80


    Shane Archbold:

    Alter Bekannter. Wie auch Bennett, fuhr er früher schon für Bora. Er wird wohl Anfahrer für Bennett sein. Solider Transfer, da Bennett schon lange mit ihm fährt und ihn gut kennt. Persönlich hätte ich mir Morkov gewünscht, der für mich mit Abstand der beste Anfahrer derzeit ist. Egal wer an Morkovs Hinterrad hängt, solange er ene gute Endgeschwindigkeit hat, ist das Podium fast schon sicher.

    PCS Ranking: 688


    Ryan Mullen:

    Mullen ist Zeitfahrer. Er wird wohl auch im Verbund von Bennett kommen und als Helfer und Zeitfahrer dienen. Schön ist hier, dass er irischer Meister bei beiden Disziplinen wurde. Solche Trikots können ja manchmal beflügeln :)

    Die Leistung und die Entwicklung der letzten Jahre finde ich nicht besonders, bei der EM und WM war das Zeitfahren nicht wirklich stark. Da war er doch weit weg und auch im Vergleich zu anderen talentierten Fahrern eher hinten. Hier hätte es auch auf dem heimischen Markt gleichwertige oder bessere Lösungen gegeben.

    PCS Ranking: 606


    Marco Haller:

    Haller ist Klassikerfahrer und sehr variabel. Finde ich persönlich eine super Verpflichtung. Er hatte das letzte Jahr eine tolle Form und zeigt eine gute Entwicklung. Gerade bei den Frühjahrsklassikern hat er immer wieder stark performt. Wohlgemerkt schaffte er dies nie als Kapitän, maximal als freier Fahrer. Er fährt seit 10 Jahren WT und bringt dazu gehörig Erfahrung mit. Eigentlich ziemlich ähnlich zu Daniel Oss, als er damals zu Bora kam. Er ist für mich bis jetzt kein Siegfahrer, Bora wird aber mit ihm in den Klassikern wesentlich stärker aufgestellt sein.

    PCS Ranking: 251



    Jonas Koch:

    Koch ist ein ähnlicher Fahrer wie Haller. Allrounder mit Stärken im Bereich Klassiker. Koch wird hier im Normalfall die Helferrolle für die Kapitäne belegen.

    Die Entwicklung die letzten Jahre war ok(gutes Frühjahr 21 und 2. bei der DM), er fährt seit 3 Jahren konstant WT und ich denke, er wird definitiv ein guter Helfer für die Kapitäne werden. In kleineren Rennen oder mit Glück aus Ausreißergruppen kann er sicherlich auch für Überraschungen sorgen.

    PCS Ranking: 457



    Luis-Joe Lührs + Cian Uijtdebroeks:

    Die zwei überragenden Talente(beide 18) aus dem Bora Nachwuchsteam. Gerade der Belgier Uijtdebroeks wird schon als der zukünftige Evenepoel Belgiens gehandelt. Ein Riesentalent, welches in Topform normalerweise fast jedes Juniorenrennen gewann. Gefühlt auf jedem Terrain stark. Kam vor einem Jahr zum Nachwuchsteam von Bora unter der Prämise, dass er 2022 dann ins Profiteam darf und sich dort weiterentwickeln kann. Ich bin kein Fan davon, dass Junioren direkt in die WT springen, aber bei seinem Talent kann man sicherlich eine Ausnahme machen.

    Beim Deutschen Lührs hätte meines Erachtens noch 1-2 Jahre Entwicklung in der Conti gut getan. Trotzdem kommen hier zwei vielversprechende Talente, die in der WT noch viel lernen werden (müssen). Im Radsport gab es schon viele Talente, die in ihrer Altersklasse die besten waren, den Durchbruch bei den Profis aber nie geschafft haben.

    PCS Ranking: keine Prorennen.

    AlexK

    Was erwartest du in der nächsten Saison von Bora-Hansgroheß

    Ich hatte mal im allg. Diskussionsforum meine Einschätzung zur vergangenen Saison und im letzten Absatz ein kleiner Ausblick für nächstes Jahr geschrieben. Daran hat sich zum aktuellen Zeitpunkt auch nichts geändert. Das Potenzial ist zweifelsfrei vorhanden, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie schlechter abschneiden als Platz 7 in der WT (wurden zum Ende noch knapp von Alpecin-Fenix überholt). Dafür ist das Team, die Neuzugänge und das Potenzial zu hoch. Das einzige was man Bora vorwerfen kann, dass die Entwicklung seit 2 Jahren einfach nicht mehr stimmt und man im Normalfall nicht gegen einen Trend setzen sollte...

    Teams... Hintergründe, Infos und Diskussionen">Teams... Hintergründe, Infos und Diskussionen

    Vielleicht werde ich mal eine größere Einschätzung zum Bora Kader 2022 schreiben und auf ein Großteil der Fahrer eingehen :)

    Die Frage ist, ob das Team nächstes Jahr Bora-Hansgrohe Victorious heißen muss, um so erfolgreich zu werden :P

    Aber ja, hoffentlich geht es mit Bora wieder aufwärts, das Level von 2017/2018 sollte schon das Ziel sein

    Wenn wieder mehr Erfolg kommt, dann nehme ich den neuen Sponsor gerne an. :)

    Wobei ich bei Bahrain grundsätzlich sehr vorsichtig bin.. Ich hatte es ja schon einmal vor mehreren Monaten gesagt, dass wenn ich die ganzen Namen der sportlichen Leiter und Manager (gerade die slowenischen Teamchefs..) dort sehe, dann wird es mir eher mulmig. Trotzdem freut es mich, dass sie eine unerwartet starke Saison fuhren. Das Potenzial war schließlich bei vielen schon länger da - macht den Radsport ja auch irgendwie spannend, wenn nicht immer die gleichen 5 Weltstars alles abräumen ;)

    Da die Saison nun auf der Zielgeraden ist und es ja aktuell bei Bora wieder einige Veränderungen geben wird (Fahrer als auch sportliche Leiter), hier mal meine Meinung zur vergangenen Saison.

    Ergebnisse Team:
    Hier kann man wohl festhalten, dass das Jahr zwar solide war mit einem 6. Platz in der Teamwertung UCI. aber man ist leider doch ein wenig von den eigenen Ansprüchen, das beste Team in der Worldtour zu stellen, entfernt.
    Hervorzuheben sind hier der Sieg Paris-Nizza, 2 Etappensiege bei der Tour und der 5. Platz bei der Tour. Ansonsten gab es noch das Punktetrikot beim Giro und ein paar weitere Siege sowie gute Platzierungen und natürlich den Prestigesieg bei der Deutschland Tour. Aktuell stehen somit 8 WT-Siege und 20 weitere Siege zu Buche.
    Zum Vergleich: 2020 (bei viel weniger Rennen) 10 WT-Siege, 21 gesamt. 2019: 31-WT Siege, 47 gesamt. Es zeigt sich schon ein relativ deutlicher Trend ab, allerdings war auch gefühlt letztes und dieses Jahr viel Pech dabei. Man muss sich aber dann doch die Frage stellen, wenn Pech zur Gewohnheit wird, ob irgendwas am Material, Taktik, Fahrer, usw. nicht stimmt...

    Fahrer:

    Schwieriges Thema, da das natürlich sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Bei den Ergebnissen kann man ja nichts rütteln, da das Fakten sind.

    Dann fange ich mal an mit den Fahrern rund um Peter Sagan. Auch wenn hier wieder einmal Pech dabei war, kam Peter gefühlt das ganze Jahr nie richtig in Form. Ob das an Covid lag oder an anderen Faktoren ist von außen sehr schwer zu beurteilen. Die Entwicklung und Ergebnisse sprechen aber für sich. Sagan konnte dieses Jahr für Bora (außer ein 4 Rang bei San Remo und ein Sieg beim Giro keine nennenswerten Ergebnisse einfahren. Ein wenig enttäuschender waren die Fahrer um ihn herum mit Oss, Baska, Sagan... Letztendlich fuhren alle unter den Erwartungen und es ist nur verständlich, dass man sich von Ihnen trennt.

    Auch die deutschen Fahrer hatten ein schlechtes Jahr. Ackermann hatte seine schwächste Saison seit Jahren, bei Schachmann war nach dem guten Frühjahr und der Tour de Suisse leider die Saison formtechnisch beendet. Buchmann mit wiederholtem Sturzpech und Helferrolle bei der Tour. Warum Buchmann nicht die Vuelta fuhr ist mir auch ein Rätsel. Einen Fahrer zur Tour zu schicken, der Trainings sowie Formrückstand aufweist ist einfach nur taktisch schlecht. Unabhänig davon, dass das Profil der Vuelta ihm wohl sehr gelegen hätte (das Wetter sicherlich auch...)
    Auch bei Kämna war nach Katalonien die Saison beendet aufgrund Übertrainung und mentaler Probleme. Politt war mit seinem Frühjahr auch nicht zufrieden, hatte dafür aber eine gute Tour de France sowie Deutschland Tour.
    Die Österreicher waren diese Saison bzgl. der Erwartungen besser. Konrad mit einer soliden Saison. Pösti ebenfalls mit einem guten Sommer. Großschartner mit einer zufriedenstellenden Vuelta und dem 10. Platz. Gamper hatte viel Sturzpech.

    Keldermann hatte in Anbetracht des Sturzpechs ein hervorragendes Jahr, wenn man nach den Platzierungen geht. Viel mehr war wohl kaum möglich. :)

    Gefühlt gibt es aber seit 2 Jahren bei den Topfahrern auch keine Entwicklung oder Steigerung ihrer Ergebnisse. Das ist wohl auch der Hauptgrund warum Bora langsam aber sicher die Ergebisse schwinden. Einzig die Talente Schelling, Aleotti, Meeus als auch Walls machen für die Zukunft Hoffnung. Fabbro hatte einen guten Tirreno-Adriatico aber ansonsten war seine Saison auch durchwachsen.
    Wenn man sieht, wie manche Teams wie Jumbo, QS oder Bahrain dieses Jahr performen, dann war Bora schon weit davon entfernt. Wie schon gesagt, war natürlich wieder viel Pech dabei, aber Pech hatten andere Teams auch. Der Unterschied ist dort, dass andere Fahrer bei einem Ausfall des Kapitäns dann für Ergebnisse sorgten. Bei Bora ist gut zu beobachten, dass es wenige Alternativen zu den Spitzenfahrern gab.

    Es bleibt zu hoffen, dass man nächstes Jahr weniger Pech hat. Der Kader scheint sich in der Breite zu verstärken. Sollte die Entwicklung bei manchen Fahrern auch in die richtige Richtung gehen, dann bin ich zuversichtlich, dass man Platz 6. von 2020 und 2021 wieder toppen kann ;) Für ganz nach oben wird es aber nicht reichen.. Die Spitzenfahrer (Siegfahrer) fahren eben bei den anderen Teams.

    Ich hoffe es einfach mal, dass manche ihr Potenzial auch abrufen oder ggf. steigern ( es ist ja nicht verboten sich zu verbessern :D)

    Übrigens war das bzgl. Zwiehoff ein Fehler auf procyclingstats. Mittlerweile steht dort, dass er 2020 einen Zweijahresvetrag unterschrieben hat

    Zwiehoff hat wohl auch für 2022 verlängert.
    Denke Bora dürfte nun mit 28 Fahrern ziemlich komplett sein, ich hoffe ja immer noch auf 1-2 weitere Deutsche :)

    Ich weiß noch nicht, wie ich den Kader bewerten soll. In der Breite und am Berg sicherlich wesentlich stärker, hoffentlich geht bei manchen Fahrern die Entwicklung ein wenig weiter :)
    Bei Bennett bin ich auch gespannt wie er nach der Verletzung zurück kommt. Allerdings sehe ich die Konkurrenz nächstes Jahr im Sprintbereich ziemlich stark.. Groenewegen und Jakobsen melden sich eindrucksvoll zurück. Dazu Ewan, Cavendish, Philipsen,Merlier, Ackermann und es kommen auch einige starke Sprinttalente nach.

    Er wird dort wohl auch ein Edelhelfer/frei sein bzw. in manchen Rennen auch selbst Kapitän. Irgendwie fehlt mir bei ihm immer so die Konstanz bzw. die letze Entwicklungsstufe zum Topfahrer. Paris-Nizza gewonnen, gute einwöchige Rundfahrtegebnisse und Etappensiege. Jetzt fehlen nur noch die Topergebnisse im GC der Grandtour, aber als Helfer ist das natürlich immer schwierig.
    Dabei ist er extrem talentiert, hatte glaube ich auch die Tour de l'Avenir gewonnen.

    Dem Transfer verstehe ich außerhalb des Monetären nicht.

    Er ist sauer, weil er nicht die Tour fuhr. Was macht er? Zum Team des besten GC-Fahrers der Welt wechseln.

    Dem kann ich nur zustimmen :) Eigentlich paradox. Das monetäre Paket wird sicherlich eine große Rolle spielen, denn sportlich wird er dort sicherlich bei der Tour ein schweres Los haben(falls er sie überhaupt fahren darf). Um die Tour als Favorit erfolgreich zu fahren ist es natürlich von Vorteil, so viele gute Helfer wie möglich dabei zu haben. Ein Sprinter ist da immer ein Risiko und es gab die letzten Jahre eigentlich kein Favoritenteam bzw. Siegerteam, welches die Tour mit einem Topsprinter gefahren ist. Ineos nicht und UAE dieses Jahr als Favorit auch nicht.

    Trotz alledem haben sie nächstes Jahr wieder ein starkes Team und Ackermann kann sicherlich viele WT Rennen fahren und den ein oder anderen Sieg holen.
    Bis jetzt ist der Kader ja auch noch recht dünn, bin mal gespannt wie sie hier noch aufstocken werden. Gerade im Sprintbereich gibt es ja außer Trentin und Molano noch keinen mit Vertrag für 2022