Beiträge von Rsverrückter

    Vor der Etappe 20 hatte Lutsenko genau 53 Sekunden Vorsprung auf Landa. Die Etappe war aber recht kurz und bergig, so dass ich eine harte Etappe erwartete. Meine beiden chinesischen Bergziegen Lyu und Manduo sollten daher im Hauptfeld Lutsenko mit einer Tagesform von +5 (durch das Führungstrikot und dem anhaltenden Formhöhepunkt) solange wie möglich beschützen. O'Connor und Hamilton durften daher in eine Fluchtgruppe gehen, die aber schon recht zeitig wieder gestellt wurde, wodurch sich aber Lyu und Manduo noch etwas bis zum ca. 8 km langen Schlussanstieg schonen konnten. Diesen nahm dann die Gruppe der Favoriten gemeinsam in Angriff. Durch das Tempodiktat aller anderen Fahrer wurde die Gruppe jedoch sehr schnell kleiner und bei ca. 3 km vor dem Ziel musste Lutsenko abreißen lassen, um nicht vorzeitig blau zu gehen. Vorn ging Landa in die alles entscheidende Attacke, um mit dem Etappensieg auch noch 10 Sekunden an Zeitbonifikation mitzunehmen. Als Landa vorn ca. 1,5 km vor dem Ziel scheinbar etwas die Kräfte ausgingen, war der Rückstand von Lutsenko schon auf 30 Sekunden angewachsen. Dunbar schickte sich schließlich an Landa zu überholen und ihn noch ein Stück den Berg hinaufzuziehen. Der Abstand wuchs bei 1 km vor dem Ziel auf 40 Sekunden an. Dunbar setzte zum Schlussspurt an und konnte Landa zum Glück knapp im Zaum halten, so dass sich dieser mit Platz 2 und nur 6 Bonussekunden begnügen musste. Lutsenko durfte daher nicht später als mit 46 Sekunden Rückstand im Ziel ankommen, wenn er die Vuelta mit 1 Sekunde Vorsprung gewinnen wollte. Er timte seinen Schlussspurt völlig entkräftet und nur noch mit etwas verbliebenem roten Balken so, dass er gerade so an Poels Hinterrad heranfahren konnte. Die Uhr zeigte einen Rückstand von 40 Sekunden an.


    Es war also vollbracht. Mit lediglich 7 Sekunden Vorsprung gewinnt Lutsenko die Vuelta mit einem Bergwert von gerade mal 73 und einem Hügelwert von 75, da er zum richtigen Zeitpunkt seinen Formhöhepunkt gehabt hatte und er bei den entscheidenden Etappen immer gerade so den Cut geschafft hatte. Zudem waren alle anderen Top-Klassementsfahrer nicht über 3 Wochen konstant genug. Im Nachhinein hätten die Klassmentsfahrer natürlich niemals Lutsenko auf der 12. Etappe wieder Zeit rausfahren lassen dürfen. Aber zu dem Zeitpunkt standen ja auch noch ausreichend schwere Etappen an. Gut für Lutsenko war aber auch, dass es nur selten über mehrere Gebirgspässe ging, so dass er nur im Schlussanstieg seine Zähigkeit unter Beweis stellen musste.


    Oben drauf gab es das Punktetrikot durch Lutsenko, das Bergtrikot durch Manduo und auf der Schlussetappe durch Shimizu einen weiteren Etappensieg. Das hätte ich vor der Vuelta niemals erwartet und ich glaube, wenn ich es von vornherein mit Lutsenko darauf angelegt hätte, auf die Gesamtwertung zu fahren, wäre es wesentlich schwieriger gewesen, da ich in manchen Situationen gerade in den ersten beiden Wochen vielleicht etwas zurückhaltender agiert hätte.


    P. S.: Für die nächste Saison konnte ich im Übrigen Caleb Ewan für das Team begeistern, so dass einem Aufstieg in die Worldtour gemäß der Teamstärke nun auch nichts mehr im Weg steht.

    Ich habe die Tage mal wieder RSM 2018 gezockt und meine Karriere mit dem Team Huawei - Red Bull fortgesetzt. Gespielt habe ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad.


    Das Team ist ursprünglich aus dem südkoreanischen Team Korail hervorgegangen und ich bin mittlerweile mit diesem Team in der Prokontinental-Division angekommen. Im Jahr zuvor durfte ich ebenso auf diesem Niveau fahren und habe immerhin schon mal an der Vuelta teilgenommen und dort neben ein paar Etappen auch das Bergtrikot gewinnen können.


    In der aktuellen Saison wollte ich gern an allen großen Rundfahren teilnehmen, wurde aber leider nur zur Vuelta eingeladen, so dass der Fokus ein Stück weit auf der Spanien-Rundfahrt lag. Da meinem Team aber ein echter Klassementsfahrer fehlt, war die Zielstellung ähnlich wie im Jahr zuvor: mindestens ein Etappensieg, weil auch das der Sponsor forderte, und nach Möglichkeit auch wieder der Gewinn des Bergtrikots - am besten mit einem Chinesen - damit ich endlich einen ruhmhaften Fahrer aus diesem Land habe, der die Sponsorenanforderungen erfüllt. Soweit zur Vorrede. Den kompletten Kader inkl. der rot markierten Vuelta-Starter aus meinem Team seht ihr im Screenshot im Anhang.


    Vuelta a España 2024


    Nach einem soliden Auftakt in einem Einzelzeitfahren und zwei hügeligen Etappen bei der Lutsenko sein Glück im Etappenfinale probierte, glückte der gewünschte Etappensieg bereits auf der 4. Etappe. Manduo durfte durch seinen Rückstand aus den vorhergehenden Etappen in die Ausreißergruppe des Tages gehen und erwies sich dort dann als der stärkste Bergfahrer. Das Bergtrikot gab es oben drauf. Die Verteidigung des Trikots stand in den folgenden Etappen im Vordergrund. Durch den schwachen Hügelwert von Manduo (70) gelang ihm das jedoch nicht, so dass das Trikot zunächst verloren ging, obwohl er im Verlauf der ersten Woche seinen Formhöhepunkt erreichte.


    Auf der bergigen Etappe 9 hoffte ich, am Schlussanstieg mit Manduo in der Bergwertung punkten zu können. Aber die Favoriten auf die Gesamtwertung stellten ihn noch vor der Ziellinie. Zudem verlor sowohl Lutsenko als auch Lyu als meine potentiell besten Klassementsfahrer aus dem Hauptfeld heraus ca. 1,5 min. sowie ca. 6 min. auf die Besten, so dass jegliche Ambitionen in der Gesamtwertung früh ad acta gelegt werden mussten. Bei Lyu muss man zur Verteidigung sagen, dass er wegen einer längeren Verletzung den kompletten Juni und Juli aussetzen musste, so dass er nicht seinen absoluten Formhöhepunkt erreichen konnte.


    Auf der Etappe 11 probierte ich es mit O'Connor in einer Ausreißergruppe. Die Gruppe lieferte sich mit dem Hauptfeld eine Schlacht um den Etappensieg und am letzten Anstieg gelang es mir mit Lutsenko aus dem Hauptfeld heraus auszureißen und durch die Tempoarbeit von O'Connor den zweiten Etappensieg einzufahren. Zudem war er nun auch wieder im Gesamtklassement bis auf eine Minute an den Gesamtführenden herangerückt.


    Auf der Etappe 12 ließ man die Ausreißer gewähren, wobei sich Manduo vergeblich um Bergpunkte bemühte. Allerdings konnte er Lutsenko im Etappenfinale, als dieser mit dem Gesamtführenden und ein paar anderen Tagessieganwärtern aus dem Hauptfeld heraus attackierte, noch wertvolle Helferdienste erweisen. Das eigentliche Hauptfeld mit allen Gesamtwertungsfahrern kam an diesem Tag jedoch erst mit etwas mehr als 2 min. Rückstand ins Ziel, so dass einige dieser Fahrer wertvolle Zeit verloren.


    Auf den Etappen 13, 14 und 15 standen schwere hügelige und eine bergige Etappe an. Ich ging mit jeweils zwei Fahrer, davon war immer einer Manduo in die Spitzengruppe und konnte nicht nur das Bergtrikot zurückerobern sondern auch die Etappen 13 und 14 mit Manduo gewinnen. Am Tag der Etappe 13 erreichte Lutsenko zudem seinen Formhöhepunkt, so dass er auf den nächsten Etappen keine Probleme hatte, mit den Besten mitzufahren. Die Tagesform war ab diesem Zeitpunkt immer bei +3 bis +5, da er teilweise auch die Führung in der Punktewertung inne hatte.


    Im Einzelzeitfahren der 16. Etappe konnte Lutsenko sich schadlos halten, so dass nun erstmals auch das Thema Gesamtwertung relevant wurde. Vor ihm lagen nun Kasymov (Berg: 76, Hügel: 78) sowie Dumoulin (Berg: 82, Hügel: 75). Dahinter klaffte eine Lücke auf u. a. Landa (Berg: 81, Hügel: 76) von mehr als 3 Minuten. Dumoulin hatte schon die Tour bestritten und gewonnen und diverse andere Rennen im Verlauf des Jahres gewonnen, so dass ich mir berechtigte Hoffnungen machte, dass er seine Form in der dritten Woche nicht halten kann und Kasymov hatte auf der 14. Etappe schon einmal etwas geschwächelt, so dass auch dessen Form nicht übermächtig daher kam.


    Die Etappe 17 bestritt ich wie schon die anderen schweren Etappen mit zwei Ausreißern darunter Manduo vorn, um das Bergtrikot abzusichern, was mir an dem Tag auch gelang und nun auch nicht mehr zu nehmen war. Die Klassementsanwärter machten jedoch hinten Tempo, so dass ich Manduo am Schlussanstieg von der Favoritengruppe einholen ließ, damit er Lutsenko beschützen und dafür sorgen sollte, dass sich Kasymov nicht von ihm lösen konnte. Als dieser dann zu wanken anfing, war klar, dass Lutsenko bis zur Bergspitze mit ihm mitfahren konnte. Manduo erhielt daraufhin freie Fahrt, um mit seinen verblieben Reserven die beiden ebenso schwankenden Fahrer Landa und Carthy vor ihm einzuholen, was jedoch nicht mehr gelang. Viel wichtiger war aber, dass Dumoulin tatsächlich einen schwachen Tag erwischte und ca. 2 min. auf das Duo Kasymov - Lutsenko verlor.


    Nach einer flachen 18. Etappe lag Lutsenko weiter innerhalb von 30 Sekunden in Schlagweite zum Gesamtführenden Kasymov. Dahinter war vorallem Landa mit bestechender Bergform und ca. 1,5 min. Rückstand in Lauerstellung. Auf der Etappe 19 fuhr das gesamte Team defensiv, um Lutsenko so lange wie möglich aus dem Wind zu nehmen. Manduo konnte am Schlussanstieg einige Attacken parieren. Jedoch hatte Lutsenko recht schnell Probleme, das hohe Tempo der Favoriten mitzugehen. Dadurch dass sich aber kein Fahrer entscheidend absetzen konnte, schlief das Tempo am Berg immer wieder ein, so dass Lutsenko dank eines energiesparendem gleichmäßigem Tempo immer wieder aufschließen konnte. Mit einem beherzten Schlussspurt rettete er sich am Ende der Favoritengruppe ins Etappenziel. Kasymov gelang dies nicht, so dass die Gesamtführung erstmals an Lutsenko überging und dass bei nur noch einer ausstehenden Bergetappe.

    tng also eine Übersicht hab ich nicht, aber aus dem Bauch heraus würde ich dein Gefühl bestätigen. War dadurch zum Glück weniger Arbeit für mich. Dadurch konnte ich auch weniger Fehler einbauen. ^^

    Apropos, hast du die letzten beiden Wechsel noch vor der letzten Etappe durchgeführt. Mir erscheint meine Punktzahl bei der Endwertung ziemlich gering.

    So sehe ich es auch - Szenario B hilft den wenigsten und schadet den meisten.

    Ich finde das Argument zieht deswegen nur bedingt, da es ja jetzt nicht so ist, dass tba nun einen riesen Vorsprung in der Teamwertung hat. Nein, sie haben nur clever ihre Chancen gewahrt und sind jetzt ja auch nur auf Platz 2. So haben jetzt alle Mitspieler noch 2 GTs Zeit das Bild geradezurücken. Eine Regeländerung bis zur Tour, welche auch immer, sollte es aber geben.

    Ich wäre für Szenario B. Schließlich gibt es noch ausreichend Etappen und Wertungen in den folgenden GTs, um das Bild zurecht zu rücken.


    Allerdings fände ich es schade, wenn jemand durch einen späteren Einstieg dann nicht mehr für ein Team punkten darf. Daher würde ich folgende Regelerweiterung vorschlagen: In einem Kader inkl. Einwechsler dürfen bei einem späteren Einstieg maximal 3 Fahrer aus der Top 10 der Gesamtwertung zum Zeitpunkt der Kaderbenennung sein.


    Wenn man dann am Anfang der Rundfahrt verspätet einsteigt, ist es unkritisch, da sich die finale Top 10 noch nicht gefunden hat. Wenn man zum Ende der Rundfahrt einsteigt, kommt man dann so nicht mehr zu fetten Punkten.

    Wir melden auch Rsverrückter für den Giro an. Ob er es allerdings rechtzeitig fit bis zum Giro schafft, bleibt abzuwarten. Er laboriert, seit gut einem Jahr, an Desinteresse. Da wir dopingfrei bleiben wollen, habe wir noch kein Mittel gefunden ihn zu mit seiner alten Stärke ins Team zu integrieren.

    :D


    Naja, ich will mich mal nicht lumpen lassen. Den einen Tipp bekomme ich gerade noch hin. :icon_angel: